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Pressedienst der Stadt Heidelberg vom 23. März 2010

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Textilexpertin gibt Tipps zum verantwortungsbewussten Kauf von Kleidung

Vortragsveranstaltung des Agenda-Büros am 24. März

Wie stark belasten die Materialien, aus denen unsere Kleidung hergestellt wird, unsere Umwelt und unsere Gesundheit? Wo kommen unsere Textilien her? Wer hat sie unter welchen sozialen Bedingungen genäht? Mit diesen Fragen beschäftigt sich eine Informationsveranstaltung des Agenda-Büros der Stadt Heidelberg am Mittwoch, 24. März, um 19 Uhr in der Textilsammlung Max Berk, Brahmsstraße 8, in Heidelberg-Ziegelhausen. Textilexpertin Dr. Kirsten Brodde hält einen Vortrag und klärt, woran Käuferinnen und Käufer „grüne Mode“ erkennen können.

Nachhaltigkeit und ethische Korrektheit sind laut Kirsten Brodde heute Kriterien, die für das Konsumverhalten eine wesentliche Rolle spielen. Allen, die verantwortungs-bewusst konsumieren wollen, verdeutlicht sie, was beim Kauf zu beachten ist. Die Referentin ist Autorin des Sachbuches „Saubere Sachen“ und schreibt unter anderem für den Stern, Geo Wissen und das Greenpeace-Magazin. Sie führt einen Modeblog (www.gruenemode.de), steht der grünen Internet-Plattform Utopia als Textilexpertin zur Seite und war auch im ARD/ZDF-Morgenmagazin und bei ZDF Umwelt schon als Expertin für „grüne Mode“ zu sehen.

Der Eintritt zum Vortrag ist frei. Im Anschluss laden das Agenda-Büro und der Effata-Weltladen zu einer Verkostung von fair gehandelten Produkten aus aller Welt ein. Diese Veranstaltung ist Teil des Rahmenprogramms der Fotoausstellung „Cotton Worldwide“, die in der Textilsammlung Max Berk bis zum 6. Juni zu sehen sein wird.


Kooperationsprojekt zum Erhalt von Streuobstwiesen

Die Stadt Heidelberg hat gemeinsam mit dem Helmholtz-Gymnasium ein Projekt zum Erhalt und zur Pflege von Streuobstwiesen erarbeitet. Um die pädagogische Zusammenarbeit der Öffentlichkeit vorzustellen, haben 15 Schülerinnen und Schüler der Umwelt-AG des Helmholtz-Gymnasiums am Montag, 22. März, symbolisch auf einer städtischen Streuobstwiese am Klingenweg sechs hochstämmige Obstbäume alter Sorten gepflanzt.

Die Apfel-, Zwetschgen-, Kirsch- und Birnbäume wurden vom Amt für Umweltschutz, Gewerbeaufsicht und Energie bereitgestellt und von den Kindern unter fachmännischer Anleitung gepflanzt und mit Pfahl und Verbissschutz geschützt. Studienrat Jochen Essig möchte mit dieser Aktion seinen Schülerinnen und Schülern die hohe ökologische Bedeutung von Streuobstwiesen näher bringen und weitere fleißige Helferinnen und Helfer für das Projekt „Streuobstwiese“ gewinnen.

Bereits in den vergangenen Jahren wurden im Rahmen des Projekts durch den Bau und das Anbringen von Nisthilfen für Vögel und Insekten sowie durch Freilegen einer alten Trockenmauer ein nachhaltiger Beitrag zum Naturschutz und zum Erhalt der Heidelberger Kulturlandschaft durch die Umwelt-AG geleistet. Das Projekt am Helmholtz-Gymnasium findet durch seinen umfassenden pädagogischen Ansatz die volle Unterstützung des Amts für Umweltschutz.

Erst im vergangenen Herbst sammelten drei Schulklassen (5a, 5b und 5c) des Helmholtz-Gymnasiums mit ihren Lehrern auf städtischen Streuobstwiesen über eine Tonne Äpfel, die einem regionalen Safthersteller angeliefert wurden. In der Aktion „Tausche Äpfel gegen Saft“ erhalten die Schüler so jeden Herbst Gutscheine für den Erwerb verschiedener Fruchtsaftgetränke auf Apfelsaftbasis. Durch den Saftverkauf über die schuleigene Caféteria kann mit dem Projekt „Streuobstwiese“ das Bewußtsein der Mitschüler für eine gesunde Ernährung gestärkt und die Qualität der Schulernährung verbessert werden. Gleichzeitig wird durch die Verarbeitung eines saisonalen und regionalen Produktes der Bezug zur wertvollen Kulturlandschaft und durch die hervorragende Öko-Bilanz ein Beitrag zum Klimaschutz erbracht.



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