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Pressedienst der Stadt Heidelberg vom 29. September 2010

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L 534: Bezirksbeiräte für Bauzeitverkürzung

Die Bauarbeiten am nördlichen Neckarufer sollen bis zum Ende der Sommerferien 2011 abgeschlossen werden. Die Bezirksbeiräte Ziegelhausen und Schlierbach haben sich einstimmig (Ziegelhausen) bzw. einstimmig bei zwei Enthaltungen (Schlierbach) dafür ausgesprochen, die Dauer der Bauarbeiten in der Neuenheimer und Ziegelhäuser Landstraße (L 534) deutlich zu verkürzen, wie von der Stadtverwaltung empfohlen. Die endgültige Entscheidung trifft der Bauausschuss des Heidelberger Gemeinderates am 5. Oktober 2010.

 

Die Bezirksbeiräte sprachen ihre Empfehlung in einer gemeinsamen Sitzung aus, zu der sie am 28. September 2010 im Großen Saal des Heidelberger Rathauses zusammentraten. Ebenfalls eingeladen zu dieser gemeinsamen Sitzung war der Bezirksbeirat Neuenheim, seine Mitglieder waren aber nicht in ausreichender Zahl anwesend, um beschlussfähig zu sein.

Folgt der Bauausschuss dem einstimmigen Votum beider Bezirksbeiräte, würden die Bauarbeiten nur noch bis zum Ende der kommenden Sommerferien, also bis Mitte September 2011, dauern. Dies bedeutet eine mehrmonatige Verkürzung der Bauzeit, wirkt einer Bauzeitverlängerung, die ansonsten zu erwarten gewesen wäre, entgegen und verhindert insbesondere, dass einen weiteren Winter lang gebaut werden muss, was immer mit großen Unwägbarkeiten verbunden ist.

Der erforderliche verstärkte Einsatz der beauftragten Baufirma müsste von der Stadt Heidelberg extra vergütet werden, wozu das Tiefbauamt mit der Baufirma eine entsprechende Vereinbarung treffen würde.

Neben dem finanziellen Mehraufwand lässt sich die Bauzeitverkürzung nur unter der Voraussetzung realisieren, dass der Baustellenbereich am nördlichen Neckarufer zwischen der Uferstraße und dem Russenstein vom Durchgangsverkehr freigehalten wird. Zugelassen wären nur Anlieger im unmittelbaren Baustellenbereich (Zu- und Abfahrt von Westen), Rad- und Mofaverkehr und die Buslinie 34. Bewohner des östlichen Teils der Ziegelhäuser Landstraße und der Hirschgasse müssten bei Anfahrt aus dem Neckartal wegen der Sperrstelle am Russenstein einen Umweg über die B 37 und die Alte Brücke in Kauf nehmen. Die gleiche Route müssten die Anwohner auch für den Weg in Richtung Neckartal nutzen.

Im Notfall „Rückfall“

Diese verkehrlichen Einschränkungen, die für eine begrenzte Zeit am nördlichen Neckarufer auftreten, und die Mehrbelastung auf der B 37 wurden angesichts der deutlichen Verkürzung der Bauzeit von den Bezirksbeiräten akzeptiert. Für den Fall, dass es in den kommenden Monaten durch die Umleitung über die B 37 zu unvorhergesehenen, nicht lösbaren Verkehrsproblemen kommen sollte, wird der Vertrag mit der Firma Reif eine Rückfallklausel enthalten. In diesem Fall würde auf die ursprüngliche vertragliche Regelung zurückgegriffen: Freigabe der L 534 für den Durchgangsverkehr bei halbseitiger Sperrung mit Regelung durch Baustellenampeln.

Mehr Busse, mehr S-Bahnen und zusätzliche Halte

Der Bezirksbeirat Ziegelhausen verband seine Zustimmung zur fortgesetzten Sperrung der L 534 mit einer Fortführung des derzeitigen verstärkten Angebotes im öffentlichen Nahverkehr sowie einer Überprüfung der Verkehrssituation, insbesondere der Ampelschaltungen, auf der B 37 morgens und abends. Während der morgendlichen Verkehrsspitze von 6.30 Uhr bis 9 Uhr sollen auf der Linie 34 ab Ziegelhausen-Peterstal Verstärkerbusse zum Einsatz kommen. Zur Erhöhung der Kapazität würde hinter jedem Bus ein zweites Fahrzeug fahren.

Ferner wird die Beibehaltung von S-Bahn-Sonderzügen zwischen Neckargemünd und Heidelberg-Hauptbahnhof empfohlen. Die Kosten für diese zunächst bis Ende Oktober 2010 befristete Angebotsverbesserung, die sehr viel Anklang gefunden hat, trägt derzeit noch die Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg. Ab November müssten die Kosten dafür von der Stadt Heidelberg übernommen werden. Auch wünscht der Bezirksbeirat Ziegelhausen möglichst viele S-Bahn-Halte in Schlierbach/Ziegelhausen, spätestens ab dem kommenden Sommerfahrplan.

Keine Busse auf der Alten Schlierbacher Landstraße

Der Bezirksbeirat Schlierbach konnte sich dem Votum der Ziegelhäuser Kollegen weitestgehend anschließen. Mit einer Ausnahme: Eine Anregung aus Ziegelhausen, die Busse in Schlierbach zur Verkehrsentlastung der B 37 über die Alte Schlierbacher Landstraße zu führen und dort halten zu lassen, fand in Schlierbach mit Rücksicht auf die hier befindliche Schule keine Zustimmung.

Bauende im Sommer statt Bauen im zweiten Winter

Die von der Baumaßnahme betroffenen Stadtteile zeigten Verständnis für die Belastungen. Zudem nimmt die Stadt viel Geld in die Hand, um diese Belastungen möglichst kurz zu halten. Der Leiter des Tiefbauamtes Ulrich Zwissler zeigte sich mit dem Ergebnis der gemeinsamen Sitzung der drei Bezirksbeiräte am Ende denn auch sehr zufrieden. „Ein Bauende im September ist sehr günstig, wir haben dann im Winter 2011/12 in der Neuenheimer und Ziegelhäuser Landstraße keine Baustelle, sondern erleben eine wunderschön hergestellte Straße.“

 


Vorfall auf dem Bergfriedhof: Stadt Heidelberg prüft rechtliche Schritte

Bürgermeister Wolfgang Erichson hat angesichts des Vorfalls auf dem Bergfriedhof der Stadt Heidelberg am Freitag, 24. September 2010, sein Unverständnis geäußert. „Der Missbrauch des Bergfriedhofes zur Erstellung eines kommerziellen Werbevideos für ein Stimmungslied ist geschmacklos“, kommentierte er die Aktion, „mir fehlt jegliches Verständnis dafür, dass Herr Gref seine Aktion als ‚lässliche Sünde` bezeichnet“. Der Präsident der Heidelberger Schlossnarren, Georg Gref, hatte sich singend und mit Narrenkappe auf dem Kopf auf dem Friedhof filmen lassen. Das Video war anschließend ins Internet gestellt worden.

Die Stadt Heidelberg hat ihr Rechtsamt damit beauftragt zu prüfen, ob Georg Gref wegen Verstoßes gegen die Friedhofsordnung der Stadt Heidelberg eine Ordnungswidrigkeit begangen hat und deswegen belangt werden kann.


Kinder laufen gern: Internationale Kampagne „Zu-Fuß-zur-Schule“ startet

Auf Initiative des Agenda-Büros der Stadt Heidelberg und des Arbeitskreises „clever unterwegs“ startet am Freitag, 1. Oktober 2010, für alle Grundschulen der „Zu-Fuß-zur-Schule-Monat“. In ganz Deutschland werden Grundschulkinder zu Fuß, mit dem Rad oder dem Roller zur Schule kommen und mit der Aktion zeigen, dass Bewegung Spaß macht. In einem Rundbrief informierte Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner die Heidelberger Grundschulen über die Aktion und rief zum Mitmachen auf. Die Kampagne endet am 28. Oktober 2010. Als Abschlussevent veranstaltet die RNV (Rhein-Neckar-Verkehrs GmbH) im Auftrag des Agenda-Büros eine Fahrt mit einer historischen Straßenbahn. Von den teilnehmenden Schulen darf jeweils eine Kinderdelegation mitfahren.

Kreativität ist gefragt

Um den Schulen die Teilnahme an der Kampagne zu erleichtern, bietet die Stadt Heidelberg verschiedene Ideen für Aktionen an, wie beispielsweise den „Laufpass“: Im Aktionsmonat bekommen die Kinder einen „Laufpass“, in dem sie Schulwege und Wege, die sie in der Freizeit zu Fuß, mit dem Fahrrad, dem Roller oder mit dem öffentlichen Personennahverkehr zurücklegen, sammeln können. Die gesammelten Wege werden anschließend dem Klimabündnis übergeben. Grundschüler/-innen und Lehrer/-innen sind aber auch aufgefordert, selbst kreativ zu werden und sich Ideen für den Zu-Fuß-zur-Schule-Monat einfallen zu lassen. Der Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt.

Hintergrund

Immer mehr Eltern bringen ihre Kinder mit dem Auto zur Schule. Dadurch bewegen sich die Kinder weniger und verpassen Gelegenheiten, ihre Selbständigkeit zu trainieren. Zusätzlich wird der Schulweg für diejenigen Kinder gefährlicher, die zu Fuß oder mit dem Fahrrad zur Schule kommen. Bewegung ist wichtig für die kindliche Entwicklung. Wer den Schulweg zu Fuß, mit dem Rad oder dem Roller zurücklegt, schont nicht nur die Umwelt, sondern ist konzentrierter, selbstständiger und lebt gesünder.



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