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Pressedienst der Stadt Heidelberg vom 20. Oktober 2010

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Theaterbaustelle: Arbeiten im Außenbereich gehen in Kürze weiter

Aufmerksame Beobachter, die einen Blick auf die Webcam oder durch die Gucklöcher im Bauzaun geworfen haben, werden es bereits bemerkt haben: Derzeit ruhen die Bauarbeiten im Außenbereich der Theaterbaustelle. Denn beim Öffnen und Freilegen der Altbausubstanz hat sich zwischen den Altbauten und dem Neubau gezeigt, dass die aktuelle Situation nicht den Bestandsplänen entspricht. Diese neuen Fakten machen zusätzliche Ertüchtigungsmaßnahmen für die Altbausubstanz erforderlich und verlangen von den Architekten Umplanungen und Nachberechnungen, die ein paar Tage in Anspruch nehmen werden.

Die Rohbauarbeiten werden in Kürze wieder aufgenommen, wenn die konstruktiven Anforderungen planerisch geklärt sind und die aktualisierten Pläne auf der Baustelle zur Verfügung stehen. Unabhängig davon werden die Installationsarbeiten im Inneren des Neubaus und in den Altbauten fortgeführt. Für den Bauablauf bedeuten die jetzt notwendig gewordenen Nachberechnungen und Umplanungen nur eine leichte zeitliche Verzögerung, die während des Innenausbaus wieder aufgeholt werden kann.

Informationen zur Sanierung des Heidelberger Theaters und Webcam unter www.heidelberg.de/theatersanierung .


DIHK-Ausbildungsumfrage 2010 diagnostiziert Bewerbermangel – Nachfrage nach zusätzlichen Ausbildungsplätzen über den AZUBI-FONDS bleibt konstant

Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner begrüßte 40 neue Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Ausbildungsprojekt der Heidelberger Dienste gGmbH

Die Ausbildungsumfrage 2010 des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) führt als Gründe für den diagnostizierten Bewerbermangel Auswirkungen des demographischen Wandels und eine zunehmend fehlende Ausbildungsreife seitens der Bewerber/innen an. Von dieser auf Bewerberseite grundsätzlich positiv wahrgenommenen Entwicklung profitieren aus unterschiedlichen Gründen nicht alle jungen Menschen, die gerne eine Ausbildung beginnen möchten und oft viel Engagement zeigen. Brüche im Lebenslauf, schlechte Schulabgangszeugnisse, Schwierigkeiten mit der deutschen Sprache oder eine frühe Elternschaft sind häufig Gründe, die einer Chance auf einen regulären Ausbildungsplatz dauerhaft im Wege stehen.

Um an dieser Stelle Abhilfe zu schaffen, konnte 2010 wieder 40 jungen Menschen der Beginn einer Ausbildung im Rahmen des AZUBI-FONDS ermöglicht werden. Diese zusätzlichen Ausbildungsplätze werden gemeinsam mit Partnern, den kooperierenden Betrieben, den Kammern und Berufsschulen, dem Jobcenter Heidelberg und der Stadt Heidelberg ermöglicht. Bereits seit 2002 wird im Rahmen des AZUBI-FONDS das Modell der Kooperationsausbildung erfolgreich umgesetzt.

Durch die Bereitstellung zusätzlicher Ausbildungsplätze und eine enge persönliche Begleitung während der Ausbildung durch die Mitarbeiter/innen im AZUBI-FONDS wird gemeinsam mit den Teilnehmenden an einer Verbesserung ihrer beruflichen Perspektive gearbeitet. Ab dem Ausbildungsjahr 2010 wird das bestehende Schulungs- und Qualifizierungsprogramm der Heidelberger Dienste gGmbH erweitert, um die Teilnehmer/innen parallel zur Ausbildung gezielt zu stärken. Der Fokus liegt unter anderem auf einer Verbesserung der Team- und Kommunikationsfähigkeit der Teilnehmenden und der Vermittlung von Strategien für ein erfolgreiches Durchlaufen der Ausbildung wie zum Beispiel Lerntechniken, darüber hinaus liegt ein Schwerpunkt auf einem Motivationstraining und gezielter Prüfungsvorbereitung.

Die 40 neuen Auszubildenden des Jahrgangs 2010 weisen vom Fliesenleger bis zur Pferdewirtin ein breites Spektrum an Ausbildungsberufen auf. Am Mittwoch, 20. Oktober 2010, hieß Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner die neuen Auszubildenden der Heidelberger Dienste gGmbH im Spiegelsaal des Prinz Carl willkommen.

Der AZUBI-FONDS: Chancen für junge Menschen durch Zusammenarbeit

Seit die Heidelberger Dienste gGmbH als Träger des AZUBI-FONDS und die Stadt Heidelberg das Projekt 2002 ins Leben riefen, hat sich die Zahl der Kooperationspartner stetig vergrößert. Neben der Zusammenarbeit mit den Kammern und Berufsschulen in der Region konnten über die Jahre viele Betriebe aus Heidelberg und Umgebung für eine Teilnahme am Projekt gewonnen werden.

Für den Jahrgang 2010 stellen 34 Betriebe zusätzliche Ausbildungsplätze bereit, die Stadt Heidelberg übernimmt die Finanzierung von zehn zusätzlichen Ausbildungsplätzen, das Jobcenter Heidelberg finanziert weitere 30 Ausbildungsplätze.

Die Funktionsweise des AZUBI-FONDS

Um einen zusätzlichen Ausbildungsplatz zu schaffen, kommen im Rahmen des AZUBI-FONDS drei Vertragspartner zusammen: die oder der Auszubildende, die Heidelberger Dienste gGmbH und der Kooperationsbetrieb. Zwischen den Heidelberger Diensten und der bzw. dem Auszubildenden wird ein Ausbildungsvertrag geschlossen, die praktische Ausbildung erfolgt nach Abschluss eines Kooperationsvertrages im jeweiligen Kooperationsbetrieb. Die Heidelberger Dienste übernehmen die Ausbildungsvergütung und bieten zusätzliche Qualifizierungsmaßnahmen sowie die sozialpädagogische Begleitung der Auszubildenden an. Der Kooperationsbetrieb übernimmt den fachlichen Teil der Ausbildung und die Kosten für Lehrgänge, Prüfungen, Arbeitskleidung und sonstige Arbeitsmaterialien.

Pressemitteilung der Heidelberger Dienste gGmbH



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