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Pressedienst der Stadt Heidelberg vom 6. Februar 2012

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Wegweiser für Entwicklung der US-Flächen erarbeitet

Patton Barracks (Foto: Rothe)Der Entwicklungsbeirat hat in seiner sechsten Sitzung Leitlinien zur Konversion der US-Liegenschaften in Heidelberg verabschiedet. Damit liegt nun ein erstes Konzept vor, welche Ziele bei der Entwicklung der rund 200 Hektar, die bis 2015 von den amerikanischen Streitkräften freigegeben werden, erreicht werden sollen.

„Mit den Leitlinien zur Konversion haben wir gewissermaßen die Wegweiser für die weitere Entwicklung der Flächen aufgestellt. Der Entwicklungsbeirat hat klar betont, dass mit der Konversion das Profil Heidelbergs im Bereich Wissenschaft und Wirtschaft weiter geschärft und dass Heidelberg zugleich als familienfreundlicher und sozial ausgewogener Wohnstandort gestärkt werden soll“, erklärte Erster Bürgermeister Bernd Stadel.

Gliederung der Leitlinien

Die Leitlinien sind unter anderem in unterschiedliche Themenfelder gegliedert wie zum Beispiel:

  • Städtebau: Schaffung von Quartieren mit guter Lebensqualität und Mut zu Experimenten gibt der Entwicklungsbeirat den Stadtplanern mit auf den Weg. 
       
  • Wohnen: Auf den Konversionsflächen sollen ausreichende Wohnangebote für unterschiedliche soziale Gruppen und vielfältige Wohnformen geschaffen werden. 
           
  • Verkehr: Ziel ist hier eine Stadt der kurzen Wege und die Schaffung einer ökologisch ausgerichteten Mobilität. 
          
  • Freiräume: Identitätsstiftende und attraktive öffentliche Räume sollen ebenso entstehen wie gut vernetzte Frei- und Erholungsflächen.
            
  • Wissenschaft und Wirtschaft: Es sollen Entwicklungsräume für Wissenschaft und Wirtschaft zur Verfügung gestellt werden, die den Standort Heidelberg stärken. 
             
  • Kultur: Ungewöhnliche Räume und bauliche Nischen sollen gezielt für kulturelle Nutzungen entwickelt werden.   

Die Leitlinien hat der Entwicklungsbeirat in den vergangenen Monaten auch auf der Basis von Ideen und Anregungen der Bürgerinnen und Bürger erarbeitet. Bei den nun vorliegenden Leitlinien sind die Bürgerinnen und Bürgern ebenfalls wieder gefragt: Eine Phase der öffentlichen Vorstellung und Kommentierung ist bereits fest eingeplant, beispielsweise im Rahmen eines Bürgerforums am 28. Februar 2012. In einer siebten und letzten Sitzung des Entwicklungsbeirats am 27. März 2012 werden dann die Anregungen der Bürger abschließend beraten. Danach werden die Leitlinien als Basis weiterer Entwicklungsschritte dem Gemeinderat zur Entscheidung vorgelegt.

Weitere Informationen zur Entwicklung der US-Flächen gibt es unter www.heidelberg.de/konversion .

Hintergrund: Entwicklungsbeirat

Der Entwicklungsbeirat ist ein Arbeitsgremium, das als Scharnier zwischen Verwaltung und Politik einerseits und Bürgerschaft und Öffentlichkeit andererseits eine sachliche und fachliche Diskussion führen soll. Im Entwicklungsbeirat sitzen 34 Vertreterinnen und Vertreter unterschiedlicher gesellschaftlicher Institutionen, Verbände und Einrichtungen, die ihr jeweiliges Fachwissen einbringen und als Multiplikatoren wirken. Der Vorsitzende des Entwicklungsbeirats ist Erster Bürgermeister Bernd Stadel. Die Beschlüsse des Entwicklungsbeirats haben Vorschlagscharakter für den Gemeinderat der Stadt Heidelberg. Politische Entscheidungen trifft der Gemeinderat.


"Mit allen für alle" - Heidelberger Integrationsplan vorgestellt 

Hände (Foto: Dieter Schütz/www.pixelio.de)© Dieter Schütz / www.pixelio.de

Integration ist für die Stadt Heidelberg ein zentrales Thema: In der Stadt wohnen schätzungsweise 38.000 Menschen mit Zuwanderungsgeschichte. Ziel der Heidelberger Integrationspolitik und des „Kommunalen Integrationsplans“ (KIP) ist es, die gesellschaftliche Teilhabe dieser Menschen zu fördern, in allen Bevölkerungsgruppen Verständnis für unterschiedliche Lebenswelten zu schaffen und damit ein Klima der Toleranz.

KIP: die Heidelberger Besonderheit

Der KIP wurde auf breiter Basis unter dem Motto „Mit allen für alle“ erarbeitet. Drei Jahre lang beteiligten sich rund 100 Menschen aus unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen sowie Vertreterinnen und Vertreter vieler Heidelberger Institutionen intensiv an seiner Erstellung. Im Februar 2011 verabschiedete der Heidelberger Gemeinderat den Integrationsplan einstimmig. Am 14. Dezember 2011 hat Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner alle Mitwirkenden am KIP zu einem Dankesfest in den Spiegelsaal des Prinz Carl eingeladen, bei dem auch die baden-württembergische Integrationsministerin Bilkay Öney anwesend war.

Der Heidelberger Integrationsplan ist keine theoretische Abhandlung, sondern eine Sammlung konkreter Handlungsempfehlungen aus den Bereichen „Sprache und Bildung“, „Ausbildung, Arbeitsmarkt, Wissenschaft“, „Familie, Gesundheit, Versorgungssysteme“, „Wohnumfeld, bürgerschaftliches Engagement“ sowie „Sport und Kultur“. Für die vielfältigen Projekte sind in dem 80-seitigen Dokument jeweils die Zielgruppe, die verantwortlichen Institutionen, die Beteiligten und ein Termin für die Umsetzung benannt.

OB Dr. Würzner: "Die Städte sind Motor der Integration"

„Der Integrationsprozess gelingt oder misslingt in den Städten. Deshalb haben die Kommunen eine Schlüsselrolle als Motor der Integration. Heidelberg hat früher als andere Kommunen erkannt, dass das Thema Integration als ressortübergreifende Aufgabe in der Kommunalverwaltung verankert werden muss.“

Bürgermeister Wolfgang Erichson: „Modell für den Beteiligungsprozess“

„Die Empfehlungen des nationalen Integrationsgipfels von vergangener Woche, dass Migrantinnen und Migranten künftig stärker an der Entwicklung und Umsetzung kommunaler integrationspolitischer Konzepte zu beteiligen sind, wurde mit dem kommunalen Integrationsplan in Heidelberg eindrucksvoll umgesetzt. Er gilt inzwischen bundesweit als Modell für einen solchen Beteiligungsprozess.“

Aktuelles Großprojekt: das Interkulturelle Zentrum

Das nächste Großprojekt ist das Interkulturelle Zentrum. Am 15. Dezember 2011 hat der Gemeinderat den Standort für ein Interkulturelles Zentrum in Gründung zusammen mit der Fachberatung für Migrantenselbstorganisationen (MSO) im Landfriedkomplex beschlossen. Damit sind ein wesentlicher Schwerpunkt innerhalb des KIP und ein seit langem geäußerter Wunsch des Ausländerrats/Migrationsrats (AMR) umgesetzt. Langfristig soll das Interkulturelle Zentrum als Leuchtturmprojekt innerhalb der IBA (Internationale Bauausstellung) realisiert werden.

Zentrale Anlaufstelle für Migrantenselbstorganisationen

Die Fachberatung wird zentrale Anlaufstelle für Migrantenselbstorganisationen, die sich hier zu Themen wie Finanzmanagement, Netzwerkaufbau oder Öffentlichkeitsarbeit informieren können. Darüber hinaus sind im Landfriedkomplex Veranstaltungen geplant, bei denen beispielsweise über die künftige inhaltliche Gestaltung beraten wird.

Suche nach der Managerin/dem Manager

Parallel zur Standortsuche haben sich die Stadtverwaltung, der AMR und die Initiative „Interessengemeinschaft Interkulturelles Zentrum in Gründung“ auf ein Stellenprofil für das Management dieses Zentrums geeinigt. Nach der Bewerbungs- und Auswahlphase könnte der Haupt- und Finanzausschuss am 28. März 2012 über die Personalie entscheiden. Arbeitsbeginn könnte dann der 1. April 2012 sein.


Solardachkataster: Infoveranstaltung am 27. Februar

Peter Erb, Stadtwerke Heidelberg Umwelt, Rainer Arens, Sparkasse Heidelberg, Dr. Hans-Wolf Zirkwitz, Leiter des Amtes für Umweltschutz, Gewerbeaufsicht und Energie, Robert Persch und Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner (v.l.) machen sich gemeinsam stark für neue Solaranlagen auf Heidelberger Wohnhäusern. (Foto: Rothe)„Die Sonne über Heidelberg nutzen“ – Unter diesem Motto laden die Stadt Heidelberg, die Stadtwerke Heidelberg und die Sparkasse Heidelberg zu einer Informationsveranstaltung zum Solardachkataster Heidelberg am Montag, 27. Februar 2012, im Casino der Stadtwerke Heidelberg in der Kurfürsten-Anlage 42–50, 69115 Heidelberg ab 17.30 Uhr. Heidelberger Haus- und Wohnungseigentümer und Bauherren können sich hier kostenlos rund um das Thema Solarenergie und über das neue Solardachkataster Heidelberg informieren. Alle interessierten Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen.

Die Veranstaltung wird von Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner eröffnet. Die Besucherinnen und Besucher erwartet eine Podiumsdiskussion über die Potenziale und den Nutzen der Solarenergie für Heidelberg mit OB Würzner, Michael Teigeler, Geschäftsführer der Stadtwerke Heidelberg Energie, und Rainer Arens, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Heidelberg. Die Diskussion wird von Christian Scharff, Redakteur beim SWR4, moderiert. Die Chancen und Möglichkeiten des Solardachkatasters Heidelberg stellt Expertin Professor Dr. Martina Klärle von der Fachhochschule Frankfurt vor.

In einer Messeausstellung ab zirka 19 Uhr beraten die Stadt Heidelberg, die Stadtwerke Heidelberg, die Sparkasse Heidelberg und die KliBA (Klimaschutz- und Energie-Beratungsagentur Heidelberg - Nachbargemeinden gGmbH) sowie Heidelberger Handwerksbetriebe bei allen Fragen rund um die Solartechnik und das Solardachkataster, den Anschluss an das Verteilnetz und die Vergütung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz sowie zur Finanzierung und Ertragsberechnung von Solaranlagen. Alle Besucherinnen und Besucher haben zudem die Möglichkeit, das Solardachkataster direkt zu testen.

Energie von Heidelbergs Dächern

Über das neue Solardachkataster, ein Online-Portal, können Haus- und Wohnungseigentümer sowie Bauherren erfahren, ob sich ihr Dach für eine Solarthermie- oder Photovoltaikanlage eignet. Das Portal ist ein Kooperationsprojekt der Stadt, der Stadtwerke und der Sparkasse. Ziel der Partner ist es, dass die Zahl der Heidelberger Haushalte, die mit Solarenergie versorgt werden, von 3.000 auf 7.500 im Jahr 2015 steigt.

Hinweis zum Datenschutz

Gegen die Veröffentlichung ihrer Gebäudedaten – bezogen auf die Eignung für den Betrieb von Solaranlagen – können Hauseigentümer Widerspruch beim Amt für Umweltschutz, Gewerbeaufsicht und Energie der Stadt Heidelberg, Kornmarkt 1, 69117 Heidelberg, einlegen. Die dem Widerspruch entsprechenden Daten werden dann nicht veröffentlicht.

zum Solardachkataster:  www.heidelberg.de/solardachkataster


Kurpfälzisches Museum Heidelberg: Beste Bedingungen für anspruchsvolle Exponate

Museumsdirektor Prof. Dr. Frieder Hepp bei der Neueröffnung des Kurpfälzischen Museums (Foto: Rothe)Mehr Komfort für Besucher und Mitarbeiter, beste klimatische Bedingungen für anspruchsvolle Exponate: das bietet der neu klimatisierte und erweiterte Wechselausstellungsraum des Kurpfälzischen Museums. 1,8 Millionen Euro hat die Stadt in die Maßnahme investiert. „Das Kurpfälzische Museum erfüllt nun internationale Standards und gewinnt dadurch Anschluss an die internationale Museumsszene“, sagte Erster Bürgermeister Bernd Stadel bei der Einweihung am 5. Februar 2012.

Neue Perspektiven

Die Baumaßnahme ist die größte in der Museumsgeschichte seit dem Neubau des 1991 eröffneten Wechselausstellungsraumes. Damals wurden die Räume lediglich be- und mit einem mechanischen Lüfter entlüftet sowie mit einem Sonnenschutz versehen. In den Folgejahren kam es mangels ausreichender Klimatisierung zu Schäden an geliehenen Exponaten. Anspruchsvolle und empfindliche Ausstellungsstücke konnte das Museum nicht mehr zeigen. „Die Klimatisierung ist heutzutage zwingende Voraussetzung dafür, dass ein Museum wertvolle Leihgaben und Kunstwerke aus eigenen Beständen ausstellen kann. Dass wir dazu künftig in der Lage sind, eröffnet uns völlig neue Perspektiven“, erklärte Museumsdirektor Prof. Dr. Frieder Hepp. Mit der Eröffnungsausstellung „Kunst auf Papier – Druckgraphik von Albrecht Dürer bis Max Ernst“ stellt das Museum dies unter Beweis. Präsentiert werden bis 22. April 2012 Kostbarkeiten aus dem Kupferstichkabinett, die zum überwiegenden Teil noch nie gezeigt wurden.

Die Baumaßnahme

Erster Bürgermeister Bernd Stadel erläuterte die baulichen Maßnahmen, die in einem knappen Jahr Bauzeit durchgeführt wurden: Der verglaste Eingangsbereich wurde abgerissen, ein zweigeschossiger Stahlbetonneubau errichtet. Die Klimaanlage wurde über dem bisherigen Eingangsbereich, also im Süden zum Innenhof des Museums hin eingebaut. Zum Schutz der Anwohner vor Lärm wurde sie komplett eingehaust und mit Kupfertafeln verkleidet. Die Technikzentrale der Anlage befindet sich nun im oberen Geschoss des zweigeschossigen Baukörpers, der direkt an den Wechselausstellungsraum angrenzt. Im Erdgeschoss ist das neue Foyer, das über eine Rampe vom Museumsinnenhof barrierefrei zugänglich ist. Für Menschen mit Behinderung, die das Museum oder den angrenzenden Kunstverein besuchen wollen, ist dies eine große Hilfe. Insgesamt ist der Eingangsbereich aufgewertet und präsentiert sich jetzt wesentlich übersichtlicher. Durch eine verbesserte Dachdämmung, den Ausbau der Oberlichter und eine hochwärmegedämmte Sonnenschutzverglasung wurde außerdem die energetische Bilanz des Gebäudes verbessert. Die Räume des Wechselausstellungsraumes erhielten eine neue Decke mit schallabsorbierenden Elementen, integrierter Beleuchtung und Belüftung, der Terrazzoboden wurde aufgearbeitet, die Wände gestrichen. In der Gemäldegalerie und im Kunstverein wurden die zusätzlichen Luftkanäle für die Spitzenlastkühlung durch eine raumhohe Trockenbauwand verkleidet. Auch die Kornmarktmadonna musste neu aufgestellt werden: Sie begrüßt nun die Besucher im zentralen Eingangsbereich des Museums.

Eine Herausforderung war die Baumaßnahme im Hinblick auf die Baustellenlogistik und Bauabläufe. Für die schnelle und reibungslose Umsetzung der Baumaßnahme musste die Bauamtsgasse über die gesamte Bauzeit komplett für den Durchgangsverkehr gesperrt werden. Baudezernent Stadel dankte für das Verständnis der Anwohner, die als kleine Entschädigung ganzjährig freien Eintritt ins Museum erhielten.

Die Steuerung des 1,8-Millionen-Projektes hatte das Gebäudemanagement der Stadt Heidelberg; Planung und Bauleitung lagen beim Heidelberger Architekturbüro AAg Loebner – Schäfer – Weber.

Weitere Informationen zum Kurpfälzischen Museum: www.museum-heidelberg.de


Stadtbücherei Heidelberg: Mehr Service durch moderne Verbuchung

Die Stadtbücherei Heidelberg rüstet sich für die Zukunft: Bis 2. Mai 2012 soll die Verbuchung der Medien auf RFID (Radio Frequence Identification Device) umgestellt werden. Die Identifizierung der Medien erfolgt bei der Ausleihe und Rückgabe per Funksignal. Das spart den Nutzer Wartezeit und verschafft dem Bibliothekspersonal Luft für mehr Service und Beratung.

Ausleihe vereinfacht

Regelmäßige Nutzer der Stadtbücherei haben es längst bemerkt: es tut sich was in der Poststraße 15. Seit Mitte Januar ist das Personal – verstärkt durch Aushilfskräfte – dabei, die 220.000 Medien im Ausleihbestand mit sogenannten Transpondern zu bekleben. Transponder sind kleine flache Etiketten, die einen Code enthalten, mittels dessen ein Medium an der Ausleihe der Bücherei erkannt werden kann. Die Ausleihe wird dadurch denkbar einfach: Bücher, CDs und andere Medien, die der Kunde ausleihen will, legt er auf eine Platte, den Büchereiausweis auf einen Scanner und in Sekundenschnelle ist die Ausleihe abgeschlossen.

Alte Technik störanfällig

Das Selbstverbuchungssystem mittels RFID ist längst Standard in den Großstadtbibliotheken. Büchereidirektorin Christine Sass: „Heidelberg hat zwar früh moderne Verbuchungssysteme eingesetzt, allerdings war deren Technik sehr störanfällig, die mechanischen Teile schnell verschlissen und nicht mehr zu ersetzen. Die erhofften Entlastungseffekte für Nutzer und Bibliothek sind ausgeblieben. Es wird höchste Zeit, dass wir auf das längst erprobte RFID umstellen, das mittlerweile in allen Großstadtbibliotheken außer Ulm und Heidelberg zum Einsatz kommt.“ Mittel in Höhe von mehr als 200.000 Euro hat der Gemeinderat dafür im vergangenen Jahr bewilligt.

Serviceverbesserung für Kunden

„Ohne funktionierende Selbstverbuchungsautomaten ist das tägliche Ausleihgeschäft nicht mehr zu bewältigen“, weiß die Büchereidirektorin. Durchschnittlich 4.000 Medien gehen täglich in der Stadtbücherei über die Ausleihtheke, auf die rund 250 Öffnungstage im Jahr gerechnet sind das eine Million Ausleihen beziehungsweise Rückgaben pro Jahr. Von RFID verspricht sich die Stadtbücherei nicht nur eine Entlastung des Personals, sondern eine wesentliche Serviceverbesserung für die Kunden: lange Warteschlangen an der Ausleihe in der Poststraße 15 sind damit passé, und auch im Bücherbus erhofft man sich statt drangvoller Enge künftig mehr Luft.

Eingeschränkte Bibliotheksnutzung im April

Bis 23. April werden nun weiter fleißig Transponder in die Medien geklebt, vom 24. bis 28. April muss es für die neue Technik einen kleinen Umbau geben. In dieser Zeit ist die Stadtbücherei nur eingeschränkt geöffnet. Die Nutzung der Medien vor Ort ist zwar möglich, Ausleihen und Rückgaben allerdings nicht. Die Kinder- und Jugendbücherei muss geschlossen bleiben, das Café bleibt geöffnet. Der Bücherbus fährt wie gewohnt. Außerdem ist die e-Ausleihe der Stadtbücherei 24-Stunden online erreichbar.

Neue Technik wird überzeugen

Was aber ist mit den Kunden, die die neue Technik nicht nutzen wollen? „Die finden weiterhin eine Kollegin oder einen Kollegen an der Ausleihe, der die Medien verbucht. Aber ich bin sehr zuversichtlich, dass die unkomplizierte neue Technik bald auch Skeptiker überzeugen wird“, erklärt Christine Sass.

„Einweihungsfest“ am 2. Mai

Am 2. Mai will das Team der Stadtbücherei die „Wiedereröffnung“ mit vielen Aktionen und Überraschungen feiern.

Informationen zum Angebot der Stadtbücherei unter www.heidelberg.de/stadtbuecherei .

Hintergrund: RFID

RFID (Radio Frequency Identification Device) wird auf verschiedensten Gebieten seit Jahrzehnten angewendet, in Bibliotheken jedoch erst seit wenigen Jahren. Außer den Etiketten, in die ein Chip mit einer Antenne eingebunden ist, wird ein Reader in einem Terminal und/oder in einem Sicherungsgate benötigt. Mittels RFID-Technologie können Medien verbucht und gleichzeitig gesichert werden. Im Gegensatz zu anderen Techniken geschehen Verbuchung und Deaktivierung der Sicherung in einem einzigen Schritt.


Eisbahn auf der Neckarwiese

Eisbahn auf der Neckarwiese (Foto: Stadt Heidelberg)Die dauerhaft frostigen Temperaturen machen’s möglich: Auf vielfachen Wunsch der Bevölkerung richtet das Landschafts- und Forstamt der Stadt Heidelberg westlich der DLRG Station eine öffentliche Eisbahn ein. Derzeit wird die „Fußballwiese“ durch Mitarbeiter des Regiebetriebs Gartenbau mit einer Großpumpe geflutet. Bis Mittwoch, 8. Februar 2012, werden die Mitarbeiter das „Finish“ mittels Nebelberegnung bereiten. Spätestens ab Donnerstag, 9. Februar 2012, steht die Eisfläche für alle Wintersportfans zur Verfügung. Das Landschafts- und Forstamt weist darauf hin, dass die Benutzung auf eigene Gefahr erfolgt.



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