Pressedienst der Stadt Heidelberg vom 21. Mai 2012
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"Mein Heidelberg": Die Heidelberg-App ist am Start
Die Stadt Heidelberg präsentiert einen neuen Service für Bürgerinnen und Bürger: die mobile App „Mein Heidelberg“. Die offizielle Heidelberg-App bietet Nutzern von Smartphones umfassenden Service und zeigt beispielsweise an, wo der nächste Spielplatz oder Glascontainer ist oder wann die Mülltonnen geleert werden. Besonderes Merkmal des Angebotes: Alle Informationen werden automatisch auf den Standort des Nutzers abgestimmt – etwa in Form der nächstgelegenen Haltestellen mit ihren nächsten Abfahrtszeiten.
Und auch Nachrichten an die Stadtverwaltung können bequem von unterwegs versendet werden.
OB Dr. Würzner: "Wir wollen auch mobil besten Service bieten"
„Wir wollen den Bürgerinnen und Bürgern besten Service bieten, jetzt auch mobil. Mit der Heidelberg-App bündeln wir wichtige Informationen und können Fragen schnell und unkompliziert beantworten. Nutzer können auch direkt Kontakt aufnehmen mit der Stadtverwaltung, Fotos senden und Anregungen geben“, erklärte Heidelbergs Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner bei der Vorstellung der App.
Die App wurde in Zusammenarbeit mit der Heidelberger sovanta AG entwickelt. Deren Vorstand Prof. Dr. Claus E. Heinrich betont: „Die Nutzer von Smartphones – und das sind mittlerweile knapp ein Viertel aller Deutschen – erwarten von mobilen Apps, dass sie einfach bedienbar sind und einen konkreten Nutzen liefern. Beides bietet die Heidelberg-App. Sie wird nicht über Listen navigiert, sondern ganz intuitiv über eine Karte und bezogen auf den eigenen Standort. Der Nutzer sieht also auf einen Blick, welche Einrichtungen in seiner näheren Umgebung sind – vom Theater über Restaurants bis zu Haltestellen. Damit hebt sich die Heidelberg-App wohltuend von vielen anderen Apps ab.“
Schnell gesucht und gefunden
Das Besondere an der Heidelberg-App ist die Kombination aus einer Karte, auf der man navigieren und sich verschiedene Einrichtungen anzeigen kann, sowie einer umfassenden Suche, die Straßennamen und wissenschaftliche Einrichtungen ebenso anzeigt wie Dienstleistungen der Stadt. Wer etwa nach „Geburtsurkunde“ sucht, bekommt nicht nur die Information, dass man diese im Bürgeramt erhält, sondern auch, wo das nächste liegt.
Intuitive Navigation
Wer „Mein Heidelberg“ auf seinem Smartphone öffnet, sieht die fünf Hauptnavigationsbereiche, die mit dem Heidelberger Stadtplan hinterlegt sind. Hinter dem Zug-Symbol verbergen sich beispielsweise Fahrpläne und Bus- und Bahnstationen. Mit dem persönlichen Abfallkalender kann man sich immer an die nächsten Müllabfuhr-Termine erinnern lassen. Natürlich gibt es auch eine Stichwort- und Ortssuche. Hier finden sich alle städtischen Ämter oder die nächstgelegenen Cafés, Schulen, Spielplätze, Krankenhäuser, öffentlichen Toiletten, Glascontainer oder Freizeit- und Kultureinrichtungen.
Der direkte Draht zur Stadtverwaltung
Klickt man auf den Briefumschlag, öffnet sich ein Dialogfenster mit dem direkten Draht zur Stadtverwaltung. Hat man sich beispielsweise gerade über einen Scherbenhaufen auf dem Radweg geärgert, kann man diesen fotografieren und die Meldung sofort abschicken. Die Ortsangaben werden – sofern im Smartphone die GPS-Ortung aktiviert ist – automatisch mitgeschickt. Eine Besonderheit ist der Ballon-Marker, mit dem man an jede Stelle in Heidelberg „fliegen“ und sich dort das gesuchte Restaurant oder die nächste Apotheke anzeigen lassen kann.
Ideen für Weiterentwicklung: Vorhabenliste mobil anbieten
Die App bietet bereits heute ein breites Spektrum an Services, das in Zukunft weiter ausgebaut werden soll. „Wir haben bereits viele tolle Ideen, was noch in die App integriert werden kann, zum Beispiel ein barrierefreier Stadtführer oder aktuelle Veranstaltungen“, führte Würzner aus. Anregungen der Nutzer würden gerne aufgenommen.
Zudem betonte der Oberbürgermeister: „Mir ist es sehr wichtig, dass sich Bürgerinnen und Bürger schnell und bequem über städtische Vorhaben informieren können. Deshalb wollen wir in Zukunft auch die Vorhabenliste, in der geplante städtische Projekte kurz und informativ beschrieben sind, über die App zur Verfügung stellen.“ Die Vorhabenliste wird im Rahmen der Leitlinien für Bürgerbeteiligung erarbeitet und von der Stadtverwaltung noch in diesem Jahr in einer ersten Version erstellt. Sie dient der frühzeitigen Information der Bürgerschaft über wichtige Vorhaben der Stadt.
Verfügbar für IPhones und Android-Handys
Die App „Mein Heidelberg“ kann kostenlos im App Store oder bei Google Play heruntergeladen werden und funktioniert auf allen IPhones und Android-Handys – und damit auf zwei Dritteln aller Smartphones. Weitere Informationen gibt es unter www.meinheidelberg.de .
Konversion in Heidelberg: Leitlinien einstimmig beschlossen
In Heidelberg hat die Stadt gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürger sowie Experten Ziele erarbeitet, nach denen die frei werdenden Flächen des US-Militärs künftig genutzt werden sollen. Voraussichtlich ab dem Jahr 2015 können Flächen von über 200 Hektar neu entwickelt werden, die bislang von den amerikanischen Streitkräften genutzt werden. Die Leitlinien für die Konversion wurden vom Heidelberger Gemeinderat am 16. Mai 2012 einstimmig verabschiedet. Ebenfalls zugestimmt hat die Eigentümerin der Flächen, die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA).
„Mit der Konversion der US-Flächen haben wir in Heidelberg sehr gute Entwicklungschancen. Auf den fünf Arealen, die teils sehr innenstadtnah liegen, können wir neuen Platz schaffen für Wohnen und Gewerbe, Wissenschaft und Freizeit. Die Ziele für die Entwicklung dieser Flächen haben wir gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern erarbeitet und nun im Gemeinderat verabschiedet. Dabei ist auch die BImA als Eigentümerin der Flächen mit im Boot, die unsere Ziele ausdrücklich unterstützt“, erklärte Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner.
Leitlinien als Wegweiser für die Konversion
Die Leitlinien zur Konversion sind gewissermaßen die Wegweiser für die weitere Entwicklung der Flächen. Es gilt, Heidelberg als familienfreundlichen und sozial ausgewogenen Wohnstandort zu stärken und zugleich das Profil Heidelbergs im Bereich Wissenschaft und Wirtschaft weiter zu schärfen. Die Leitlinien sind in unterschiedliche Themenfelder gegliedert wie zum Beispiel:
- Städtebau: Es sollen Quartiere mit guter Lebensqualität und Mut zu Experimenten entstehen.
- Wohnen: Auf den Konversionsflächen sollen ausreichende Wohnangebote für unterschiedliche soziale Gruppen und vielfältige Wohnformen geschaffen werden.
- Verkehr: Ziel ist eine Stadt der kurzen Wege und die Schaffung einer ökologisch ausgerichteten Mobilität.
- Freiräume: Identitätsstiftende und attraktive öffentliche Räume sollen ebenso entstehen wie gut vernetzte Frei- und Erholungsflächen.
- Wissenschaft und Wirtschaft: Es sollen Entwicklungsräume für Wissenschaft und Wirtschaft zur Verfügung gestellt werden, die den Standort Heidelberg stärken.
- Kultur: Ungewöhnliche Räume und bauliche Nischen sollen gezielt für kulturelle Nutzungen entwickelt werden.
Die Leitlinien sind ein Ergebnis des sogenannten Dialogischen Planungsprozesses zur Konversion der US-Flächen, den die Stadt Heidelberg vor gut einem Jahr gestartet hat. Die Bürgerschaft wurde dabei zum einem über einen 34-köpfigen Entwicklungsbeirat mit Vertretern gesellschaftlicher Einrichtungen wie auch in Form offener Bürgerforen eingebunden.
Konstruktive Gespräche mit der BImA
Bei Konversionsprozessen ist die Zusammenarbeit mit der BImA ein entscheidender Erfolgsfaktor. Deshalb führte die Stadtspitze mehrere Gespräche, um ein gemeinsames Vorgehen zu verabreden. „Wir wollen, dass es bei der Konversion zügig voran geht. Und es geht nur zügig voran, wenn wir an einem Strang ziehen. Wenn sich Stadt und BImA uneins sind, liegen die Flächen für Jahre brach. Davon hat niemand etwas. Alle erfolgreichen Konversionsprojekte in Deutschland fußen auf einer guten Zusammenarbeit der jeweiligen Stadt und der BImA. Es freut mich deshalb sehr, dass wir hier auf einem guten Weg sind“, sagte Oberbürgermeister Würzner.
Die BImA betonte in ihrer Stellungnahme zur Verabschiedung der Leitlinien: „Die erarbeiteten Leitlinien des Entwicklungsbeirates finden im Hinblick auf die vom Gemeinderat zu schaffenden weiteren planungsrechtlichen Schritte und den damit verbundenen Entwicklungschancen der Konversionsflächen grundsätzlich die Unterstützung der BImA als Grundstückseigentümerin. Die in den Leitlinien manifestierten und von der BImA mitgetragenen Grundsätze können und sollten daher eine der Grundlagen der weiteren kooperativen Zusammenarbeit zwischen der Stadt Heidelberg und der BImA, insbesondere auch im Rahmen der noch zu schließenden Kooperationsvereinbarung zwischen der Stadt Heidelberg und der BImA, bilden.“
Entwicklung der US-Flächen geht in die zweite Phase
Nach Verabschiedung der Leitlinien startet nun die zweite Phase des Planungsprozesses, die vom Gemeinderat am 16. Mai 2012 ebenfalls verabschiedet wurde. Ziel ist es, für die Flächen Entwicklungsszenarien zu erarbeiten. Die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger spielt dabei eine zentrale Rolle – sie sollen parallel zur fachlichen Planung intensiv einbezogen werden. Und auch hier gilt, dass der Prozess eng mit der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) verzahnt wird.
Konkret werden die städtischen Planer wirtschaftliche, stadtplanerische oder ökologische Bewertungen der Areale vornehmen, auf Basis derer die Bürgerinnen und Bürger Entwicklungsszenarien ausarbeiten können. Die Ergebnisse der Bürgerbeteiligung dienen wiederum als Grundlage für die weitere Arbeit der Planer. Dieses Vorgehen stellt sicher, dass weder unrealistische Erwartungen entstehen, noch am Bedarf der Bürger vorbei geplant wird. Es entstehen vielmehr Entwicklungsoptionen, die auf breite Zustimmung stoßen und letztendlich zügig umgesetzt werden können.
Umfassende Information als Basis der Bürgerbeteiligung
Bei der Betrachtung der einzelnen Standorte sollen die jeweilige „Begabung“ der Areale erfasst und passende Entwicklungsoptionen ausgearbeitet werden. In einem ersten Schritt können sich Bürgerinnen und Bürger im Rahmen einer Befahrung der Flächen am 29. Juni 2012 ein konkretes Bild der militärischen Liegenschaften machen. Um Eindrücke zu gewinnen, wie die konkrete Umsetzung von Konversionsprojekten gestaltet werden kann, werden darüber hinaus Möglichkeiten zum Austausch mit anderen Städten angeboten, die ähnliche Konversionsprojekte durchgeführt haben.
Erste Ideenwerkstätten ab September 2012
Danach werden die einzelnen Standorte in Ideenwerkstätten separat betrachtet oder auch, wo es thematisch sinnvoll ist, gemeinsam diskutiert. Die ersten Ideenwerkstätten sollen im Herbst stattfinden, wobei voraussichtlich mit den Arealen Mark Twain Village, Campbell Barracks und Hospital begonnen wird. Zu diesem Zeitpunkt starten auch die Vorbereitenden Untersuchungen. Nach derzeitiger Planung könnte ein Entwicklungsszenario für Mark Twain Village bis Mitte 2013 vorliegen.
Weitere Informationen zur Konversion in Heidelberg gibt es unter www.heidelberg.de/konversion .
Weitere Meldungen aus dem Gemeinderat
Schule, Kita und Bürgerzentrum im Zentrum der Bahnstadt
Im Zentrum der Bahnstadt sollen eine Schule, ein Bürgerzentrum und eine Kindertagesstätte entstehen. Hierzu soll ein zweistufiger Wettbewerb ausgelobt werden - ein städtebaulicher Ideenwettbewerb und daran anschließend ein kombinierter Freiflächen- und Hochbaurealisierungswettbewerb.
Der Gemeinderat bestätigte am 16. Mai mit seinem Beschluss einstimmig das Ergebnis einer gemeinsamen Sondersitzung mehrerer Ausschüsse des Gemeinderates und Beratungsgremien vom 3. Mai. Der Beschluss sieht vor, die drei Funktionen nach Möglichkeit auf dem Gadamerplatz sowie auf einem östlich angrenzenden Grundstück unterzubringen. Als erster Schritt soll bis zum Schuljahr 2015/2016 die Grundschule auf dem Gadamerplatz entstehen, wobei Frei- und Bewegungsflächen auf dem Platz erhalten bleiben sollen. In östlicher Richtung schließen sich auf dem Baufeld Z 1 unmittelbar Erweiterungsmöglichkeiten für höhere Klassenstufen bis hin zu Klasse 13 an – als Option zur Entwicklung einer Gemeinschaftsschule.
Weiterhin sollen auf den beiden Grundstücken das Bürgerzentrum und die Kindertagesstätte untergebracht werden. Sollte sich im Zuge des Wettbewerbs herausstellen, dass die Kindertagesstätte nicht auf diesem Areal untergebracht werden kann, soll sie als Teil der Bebauung auf dem westlich des Gadamerplatzes gelegenen Baufeld SE 2 realisiert werden.
Neben den baulichen Planungen wird auch an den inhaltlichen Konzepten weitergearbeitet werden. So wird für das geplante Bürgerzentrum ein detailliertes Raumprogramm entwickelt und vor Wettbewerbsausschreibung mit dem Gemeinderat abgestimmt. Das pädagogische Konzept der Grundschule mit Entwicklungsoption zur Gemeinschaftsschule soll eng mit der Pädagogischen Hochschule und dem Beratungsgremium Schulentwicklung abgestimmt werden. Über die pädagogische Konzeption des „Hauses des gemeinsamen Lernens“ Bahnstadt Heidelberg wird der Kulturausschuss am 24. Mai 2012 beraten.
In dem Gremium wird ebenfalls über die Angebotsstruktur und Raumplanung für das geplante Bürgerzentrum in der Bahnstadt diskutiert. Diese sollen als Grundlage in die Ausschreibung des Wettbewerbs einfließen.
Zweistufiger Wettbewerb
Zunächst wird ein städtebaulicher Ideenwettbewerb ausgelobt, daran schließt sich ein kombinierter Freiflächen- und Hochbaurealisierungswettbewerb an. Wenn es gelingt, das Wettbewerbsverfahren noch 2012 zum Abschluss zu bringen, stehen für Planung und Bau von Grundschule und Bürgerzentrum bis zum vorgesehenen Eröffnungstermin im September 2015 rund zweieinhalb Jahre zur Verfügung – ein sehr ambitionierter, aber machbarer Zeitplan, so Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner.
Gemeinderat fordert zusätzliche Varianten für Straßenbahn in der Friedrich-Ebert-Anlage
Der Heidelberger Gemeinderat erörterte am 16. Mai 2012 ausführlich die Frage der Erschließung der Altstadt mit einer Straßenbahn. Eine erneut in die Diskussion eingebrachte Führung der Straßenbahn durch die Hauptstraße, wie sie bis 1976 bestand, wird nicht weiter untersucht; ein entsprechender Antrag wurde mit knapper Mehrheit abgelehnt.
Die Stadtverwaltung hatte bislang drei Trassenvarianten durch die Friedrich-Ebert-Anlage erarbeitet, die sich vorrangig am verkehrlichen Nutzen und damit an der Förderfähigkeit durch Bund und Land orientiert haben. Der Gemeinderat beschloss, dass diese Planungen nicht weiter bearbeitet und stattdessen zusätzliche Varianten vorgelegt werden sollen.
Entsprechende Vorschläge sollen bis zur Sitzung des Stadtentwicklungs- und Verkehrsausschusses am 4. Juli 2012 erarbeitet werden. Hier geht es insbesondere um eine stadtbildverträgliche Einfügung der Trasse in die Friedrich-Ebert-Anlage und um die weitestgehende Schonung des stadtbildprägenden Baumbestandes. In derselben Ausschusssitzung sollen auch der Kosten-Nutzen-Faktor und eine Prognose über die zukünftigen Verkehrsströme in der Altstadt behandelt werden.
Der Gemeinderat bestätigte einen früheren Beschluss, eine Bürgerbeteiligung zu dem Projekt durchzuführen. Der Gemeinderat wird dabei nach Abschluss eines zweistufigen Beteiligungsprozesses entscheiden, welche Variante der direkten Bürgerbeteiligung – eine Bürgerbefragung oder ein Bürgerentscheid – durchgeführt wird.
200 Mieträder für Heidelberg - Öffentliches Fahrradvermietungssystem mit 22 Stationen geplant
Auf der Tagesordnung des Bauausschusses sowie des Stadtentwicklungs- und Verkehrsausschusses des Heidelberger Gemeinderates steht in dieser Woche das Thema „Installation eines öffentlichen Fahrradvermietungssystems in Heidelberg“. Öffentliche Fahrradvermietungssysteme haben sich seit den letzten Jahren dank immer besseren Komforts, Robustheit und technischer Ausstattung mit Nutzeridentifizierung in vielen Städten etabliert.
Gemeinsames Ziel der Stadt Heidelberg, der Stadt Mannheim und des Rhein-Neckar-Kreises ist, gemeinsam für die gesamte Region ein einheitliches und für den interkommunalen Verkehr nutzbares Fahrradvermietungssystem zu ermöglichen.
Konkret schlägt die Stadtverwaltung dem Gemeinderat vor, in Heidelberg ein System mit 200 Rädern an 22 Standorten im Stadtgebiet einzurichten. Die Standorte liegen in erster Linie an Haltepunkten des Regionalverkehrs und der Straßenbahnen sowie wichtigen öffentlichen Einrichtungen. Das Konzept sieht vor, dass Räder jeweils nur an einer Station gemietet und an einer beliebigen Station wieder zurückgegeben werden müssen; sie dürfen nicht im Stadtgebiet abgestellt werden.
Vorgesehene Stationen
- S-Bahn Weststadt/Südstadt
- Hauptbahnhof, Nordseite
- Hauptbahnhof, Südseite
- Neuenheimer Feld (drei Standorte)
- Handschuhsheim Hans-Thoma-Platz
- Neuenheim Kußmaulstraße
- Neuenheim Neckarwiese/ Brückenkopf
- Bismarckplatz
- Stadthalle
- Universitätsplatz
- S-Bahn Altstadt/ Karlstor
- Bergheim Stadtbücherei
- SRH/Fachhochschule Wieblingen
- Wieblingen Mitte
- Pfaffengrund Marktstraße
- Kirchheim Rathaus
- S-Bahn Kirchheim/Rohrbach
- Rohrbach Markt
- S-Bahn Schlierbach/Ziegelhausen
- Ziegelhausen Neckarschule
Ein Betreiber für die Region
Als Betreiber ist die Leipziger Firma „nextbike“ vorgesehen, die in mehr als 30 deutschen Städten Fahrradverleihsysteme betreibt, für Mobilität auf dem Mannheimer Katholikentag sorgte und dort künftig auch dauerhaft Räder verleiht. Um ein einheitliches Fahrradvermietungssystem in der Region zu haben, soll auch in Heidelberg „nextbike“ die Konzession erteilt werden. Die Stadt Heidelberg hatte Angebote von vier potenziellen Betreibern eingeholt. Da ein Fahrradvermietungssystem derzeit nicht vollständig wirtschaftlich selbsttragend betrieben werden kann, ist vorgesehen, dass der Betreiber einen Investitionszuschuss in Höhe von 198.000 Euro erhält. Laufende Betriebskosten fallen für die Stadt nicht an, diese werden vom Betreiber durch die Nutzungsgebühren und durch Werbeeinnahmen gedeckt.
Wie funktioniert es?
Die Nutzung der nextbike-Räder erfolgt nach einer ersten Kunden-Registrierung an einer Station mittels Kundenkarte oder Handy. Es wird ein Zahlencode übermittelt, mit dem sich ein herkömmliches Zahlenschloss öffnen lässt. Die Räder können an einer beliebigen Station wieder zurückgegeben werden. Durch seine Präsenz in vielen Städten hat nextbike bundesweit bereits viele registrierte Nutzer/-innen, wodurch der Zugang für Ortsfremde leicht möglich ist. Die Ausleihe kostet einen Euro pro Stunde oder acht Euro für 24 Stunden. Mit einer geplanten RadCard für Stammkunden soll eine Preisreduzierung um 50 Prozent möglich sein.
Die endgültige Entscheidung über die Einrichtung des Fahrradverleihsystems wird der Gemeinderat voraussichtlich am 28. Juni 2012 treffen. Dann könnten ab August Räder gemietet werden.
Olympia-Qualifikation: Gewichtheber treten in Heidelberg gegeneinander an
Die Olympia-Qualifikation im Gewichtheben findet in Heidelberg statt. Die Athleten treten am Samstag, 9. Juni 2012, ab 16 Uhr in der Halle des Olympia-Stützpunktes (OSP) Rhein-Neckar zum Black Forest-Cup gegeneinander an.
„Es ist eine große Ehre, dass dieser entscheidende Wettkampf bei uns in Heidelberg stattfindet. Seit Jahrzehnten trainieren Topathleten aus ganz Deutschland am Olympiastützpunkt mit seinem Trainingszentrum in Leimen“, betonte Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner. Die Stadt Heidelberg unterstützt bei Aufbau und Organisation des Wettkampfes.
„Die Stadt Heidelberg ist für uns ein hervorragender Partner und unterstützt uns enorm. Besonders ihre Erfahrung mit hochklassigen Veranstaltungen im Sportbereich ist für uns eine große Entlastung. Unsere Sportlerinnen und Sportler finden perfekte Trainingsbedingungen vor und sind daher gerne in Heidelberg und der Region“, betonte Marc Möllmann, Organisationsleiter des Events beim Bundesverband Deutscher Gewichtheber. Es habe daher nahegelegen, die Olympia-Qualifikation in Heidelberg auszutragen.
Top-Athleten in Heidelberg
Die deutschen Gewichtheber haben sich drei Olympiastartplätze bei den Männern und zwei bei den Damen gesichert. Für die Top-Athleten aus ganz Deutschland – allen voran Olympiasieger Matthias Steiner, Europameister 2012, Tom Schwarzbach, Europameister 2009, Jürgen Spieß, Vize-Europameister 2009, Almir Velagic sowie den Obrigheimer Jakob Neufeld – wird es beim Black Forest-Cup um die Qualifikation für die Olympischen Spiele in London gehen. Zudem werden auch die Olympiakandidaten aus Frankreich ihren finalen vorolympischen Wettkampf in Heidelberg bestreiten. Bei den Damen steht bereits fest, dass Julia Rohde, Vize-Europameisterin 2011, und Christin Ulrich, mehrfache deutsche Meisterin, für die Olympischen Spiele nominiert werden.
Im Anschluss an den Wettkampf können die Besucherinnen und Besucher im Außenbereich des OSP auf einer Großleinwand das erste Vorrundenspiel der Fußball-Europameisterschaft Deutschland gegen Portugal verfolgen.
Gewichtheben in der Region
Gewichtheben hat in der Region eine lange Tradition: Seit knapp 30 Jahren hat der Bundesverband Deutscher Gewichtheber (BVDG) seinen Sitz in Leimen. Zu den bekannten Heidelberger Gewichthebern gehören Jürgen Spieß und Matthias Steiner.
Informationen zur Olympia-Qualifikation und zum Ticketverkauf gibt es im Internet unter http://os-quali-gewichtheben.jimdo.com/ oder http://www.bvdg-online.de/ .
Mit dem Rad zur Arbeit
Am 1. Juni 2012 beginnt wieder die beliebte „Mit dem Rad zur Arbeit“-Aktion der AOK Baden-Württemberg, des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) und der Radsportverbände in Baden-Württemberg (WRSV und BRV). Die Stadt Heidelberg, der ADFC Rhein-Neckar/Heidelberg und die AOK Rhein-Neckar-Odenwald laden am Donnerstag, 24. Mai 2012, um 12 Uhr zur Auftaktveranstaltung auf dem Heidelberger Marktplatz vor dem Rathaus ein.
Gemeinsam mit der AOK und dem ADFC möchte die Stadt Heidelberg den Präventionsgedanken stärken und beteiligt sich deshalb an der Aktion „Mit dem Rad zur Arbeit“. Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner wird auf dem Marktplatz den Startschuss für die diesjährige – mittlerweile neunte – Sommeraktion in den Monaten Juni bis August geben. „Machen Sie den Weg zur Arbeit zu Ihrem persönlichen Fitnessprogramm! Wer sich bewegt und Sport treibt, lebt gesünder und ist seltener krank. Schon 30 Minuten Fahrradfahren am Tag senkt Ihr Krankheitsrisiko. Frische Luft und Bewegung wecken die Lebensgeister“, appelliert der Heidelberger OB an die städtischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie alle Bürgerinnen und Bürger der Stadt.
Sternfahrt zum Marktplatz
OB Würzner hat die städtischen Unternehmen eingeladen, sich am 24. Mai mit einer Sternfahrt zum Marktplatz an der Auftaktveranstaltung zu beteiligen. Mit dabei sind unter anderem die Stadtwerke Heidelberg. Peter Erb, Geschäftsführer der Energiedienstleistungsgesellschaft Stadtwerke Heidelberg Umwelt, wird mit zehn Kolleginnen und Kollegen von den Stadtwerken in Bergheim zum Marktplatz radeln, um an der Auftaktveranstaltung teilzunehmen. Die Stadtwerke Heidelberg nehmen seit vielen Jahren an der Aktion „Mit dem Rad zur Arbeit“ teil und bieten Ihren Mitarbeitern Dienstfahrräder, sichere und trockene Fahrradstellplätze, Duschen für die Radler sowie Beratungen rund ums Fahrrad an.
„Gerade in Zeiten hoher Spritpreise kann das Fahrrad eine echte Alternative sein, die das Wohlbefinden steigert und den Geldbeutel schont“, so Stefan Strobel, Geschäftsführer der AOK Rhein-Neckar-Odenwald. Michael Fröhlich vom ADFC weist darauf hin, dass nach mehreren erfolgreichen Jahren des Projekts „Mit dem Rad zur Arbeit“ in unserer Region weiterhin noch viel Potenzial für den Umstieg aufs Rad steckt und ruft die Teilnehmer der Sternfahrt dazu auf, in ihren Teams für die Teilnahme an der Aktion zu werben.
2011: Metropolregion war Spitzenreiter im Südwesten
Im vergangenen Jahr war die Metropolregion Rhein-Neckar mit 2.240 Teilnehmerinnen und Teilnehmern Spitzenreiter im Südwesten, in ganz Baden-Württemberg nahmen 9.755 Menschen an der Aktion „Mit dem Rad zur Arbeit“ teil. In der Metropolregion wurden über 743.000 Kilometer mit dem Rad zurückgelegt und damit über 146 Tonnen Kohlendioxid eingespart. Auch 117 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadt Heidelberg waren mit dabei – eine Zahl, die in diesem Jahr übertroffen werden soll.
Mitmachen ist ganz einfach
Die Teilnahme ist denkbar einfach: Wer sich online oder per Post anmeldet, sollte zwischen dem 1. Juni und dem 31. August 2012 an mindestens 20 Tagen per Rad an den Arbeitsplatz kommen – gerne auch organisiert in kleinen Kollegen-Teams, was den Spaßfaktor und die Motivation noch steigert. Zudem winken den Teilnehmern wie in den Vorjahren wieder attraktive Preise, die von Sponsoren zur Verfügung gestellt wurden. Weitere Informationen und das Anmeldeformular gibt es unter http://www.mit-dem-rad-zur-arbeit.de/baden-wuerttemberg .
Informationen zur Aktion gibt es auch beim ADFC Rhein-Neckar/Heidelberg im „Zentrum für umweltbewusste Mobilität – ZuM“, Kurfürsten-Anlage 62, 69115 Heidelberg (neben Jack Wolfskin) und in jedem der 22 Kunden-Center der AOK Rhein-Neckar-Odenwald.
OB gratuliert Montpellier zum Sieg bei französischer Fußballmeisterschaft
Heidelbergs Partnerstadt Montpellier ist französischer Fußballmeister. Der Verein HSC konnte die Meisterschaft für sich entscheiden. „Ich habe mich per Liveticker gestern Abend informiert und bin ganz begeistert, dass es durch ein 2:1 bei AJ Auxerre mit der Meisterschaft geklappt hat. Meine herzlichen Glückwunsche gelten allen Verantwortlichen und Fans von Montpellier HSC“, freut sich Heidelbergs Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner über den Erfolg der Fußballer aus Heidelbergs französischer Partnerstadt Montpellier. Erstmals in der 93-jährigen Vereinsgeschichte konnten die Fußballer aus dem Süden Frankreichs die Meisterschaft gewinnen und das bereits im dritten Jahr nach dem Wiederaufstieg 2009.
Den Schwanen- und Nilgänsen wird keine Feder gekrümmt
Zunahme der Population soll begrenzt werden – Jungtiere werden abgegeben
Auch wenn eine „Allgemeinverfügung“, die in der Rhein-Neckar-Zeitung am kommenden Samstag, 26. Mai 2012, erscheinen wird, sich ganz anders liest: Die beliebten Heidelberger Schwanen- und Nilgänse haben nichts zu befürchten. In dieser Verfügung steht, dass „im Rahmen einer Ausnahme von der Schonzeitverordnung (…) für die Bejagung von Schwanen- und Nilgänsen eine Jagdzeit vom 1. Juni bis 31. August 2012 festgesetzt“ wird. Gejagt wird dennoch nicht, jedenfalls nicht mit der Flinte.
Geplant ist, im Rahmen des Vogelgrippe-Monitorings der Universität Heidelberg im Juli dieses Jahres die geschlüpften Jungtiere, vielleicht auch einige Alttiere, an interessierte Institutionen abzugeben. Ziel ist, bis zur nächsten Brutsaison im März/April 2013 den Bestand zumindest nicht weiter anwachsen zu lassen.
Die Reduzierung der Bestände der Schwanen- und Nilgänse entspricht auch der gesetzlichen Hegeverpflichtung der Jäger, die die Erhaltung eines den landschaftlichen und landeskulturellen Verhältnissen angepassten artenreichen und gesunden Wildbestandes zum Ziel hat. Auch wird hiermit den Belangen des Naturschutzgebietes Altneckar Heidelberg-Wieblingen Rechnung getragen, da nicht ausgeschlossen werden kann, dass die Gänse dort brüten und einheimische Arten verdrängen.
Hintergrund: Schwanen- und Nilgänsen in Heidelberg
Seit vielen Jahren halten sich ganzjährig im Bereich des Neckars zwischen der Ernst-Walz-Brücke und der Theodor-Heuss-Brücke Schwanengänse auf. Anfänglich war dies kein Problem, da es nur rund 20 Tiere waren, die ausschließlich auf der Neckarinsel brüteten und tagsüber die Neckarwiese bevölkerten.
Innerhalb von etwa 15 Jahren stieg die Schwanengans-Population auf fast 200 Tiere an, da die Tiere im Stadtgebiet keine natürlichen Feinde haben und von den Neckarwiesen-Besuchern im Übermaß gefüttert werden.
Das natürliche, angeborene Zugverhalten der Gänse ist bei der hiesigen Population nicht mehr vorhanden, die Größe der Gelege ist von normalerweise sechs bis acht Eiern auf 25 bis 30 Eier angewachsen. Zuwanderungen aus anderen Populationen sind bisher nicht zu verzeichnen. Das Ergebnis hieraus ist Inzucht mit allen damit verbundenen Folgen und der Gefahr, dass mittelfristig die gesamte Population zusammenbricht. Neuerdings zeigt sich dieses Problem auch bei den Nilgänsen, deren Population stark zunimmt.
Präsentation eines gärtnerbetreuten Grabfeldes auf dem alten Friedhof Ziegelhausen
Grabsteine in Reih und Glied, wie mit dem Lineal gezogene Wege, akkurat angeordnete Sträucher und Bäume: Das ist das vertraute Bild von Friedhöfen. Neue Ideen nehmen nun auf die Gestaltung der letzten Ruhestätte Einfluss. Auch auf dem alten Friedhof Ziegelhausen hat die Stadt Heidelberg ein neues, gärtnerbetreutes Grabfeld eingerichtet, das in Kooperation mit der Genossenschaft Badischer Friedhofsgärtner eG entstanden ist. In Zeiten wachsender Mobilität ist es für Angehörige von Verstorbenen oft schwierig, eine Grabstätte selbst zu pflegen. Der Erwerb einer Grabstätte innerhalb des Grabfeldes schließt eine sogenannte Pflegevereinbarung mit ein, so dass sich die Angehörigen nicht selbst um die Grabstätte kümmern müssen.
Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, an der Präsentation des neuen Angebots am Dienstag, 22. Mai 2012, um 12 Uhr auf dem alten Friedhof Ziegelhausen (Friedhofweg, 69118 Heidelberg) teilzunehmen. Bürgermeister Wolfgang Erichson, Dr. Ernst Baader, Leiter des Landschafts- und Forstamts der Stadt Heidelberg, Klaus Goerigk und Ellen Oswald von der Genossenschaft Badischer Friedhofsgärtner sowie Raimund Beisel, Vorsitzender des Stadteilvereins Ziegelhausen und Peterstal, stellen das Projekt vor.
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