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Pressedienst der Stadt Heidelberg vom 31. Mai 2012

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Baugemeinschaft erhält Angebot für Baufeld in Heidelberg-Bahnstadt

In Heidelbergs Zukunftsstadtteil Bahnstadt wird es auch ein Baufeld für eine Baugemeinschaft geben. Die Entwicklungsgesellschaft Heidelberg hat der interessierten Heidelberger Baugemeinschaft ein Baufeld im zweiten Bauabschnitt der Bahnstadt zum Kauf angeboten.

„Wir sind gerne bereit, Interessenten für Baugruppen zu beraten und auf deren Wünsche im Rahmen des Machbaren einzugehen“, so Heidelbergs Erster Bürgermeister und Baudezernent Bernd Stadel. Peter Dohmeier, Geschäftsführer der EGH Entwicklungsgesellschaft Heidelberg GmbH & Co., ergänzt: „Wir freuen uns, dass wir mit der Baugemeinschaft zu einem guten Ergebnis gekommen sind und ein interessantes Grundstück in der Bahnstadt anbieten können, auf dem sie ihre Vorstellungen verwirklichen kann.“

Baufeld W1-3 Ost bietet Platz für 80 bis 90 Wohnungen

Konkret soll das Baufeld W1-3 Ost im zweiten Bauabschnitt der Wohnbebauung an interessierte Baugemeinschaften verkauft werden. Das Bahnstadt-Baufeld W1-3 Ost liegt an der Bautzenstraße zwischen der Promenade und dem Langen Anger. Dort könnten nach ersten Schätzungen etwa 80 bis 90 Wohneinheiten entstehen, je nach Wohnungsgrößen.

Stadt will zügig Baurecht schaffen

Im Vorfeld hatte die Stadtverwaltung mit Vertretern der Baugemeinschaft verschiedene Bebauungsvarianten für das gewünschte Baufeld erörtert. „In der Diskussion wurde klar, dass sich sowohl die Stadt als auch die Baugemeinschaften für eine klare Trennung der Bebauung vom Nachbarbaufeld aussprechen“, so Bahnstadt-Planer Christoph Czolbe vom Stadtplanungsamt.

Das laufende Bebauungsplanverfahren soll nun zügig die planungsrechtlichen Grundlagen für die Realisierung des zweiten Bauabschnitts der Wohnbebauung in der Bahnstadt schaffen. Nach derzeitigen Planungen soll die Offenlage des Bebauungsplans im September 2012 abgeschlossen werden. Die Bearbeitung von Bauanträgen kann im Anschluss – also direkt nach der Offenlage – erfolgen.

Gemeinsame Pressemitteilung der EGH Entwicklungsgesellschaft Heidelberg und der Stadt Heidelberg


Podiumsdiskussion des Ausländerrats/Migrationsrats

Im Rahmen des „festival contre le racism“ (5. Juni bis 11. Juni) laden der Ausländerrat/Migrationsrat der Stadt Heidelberg und seine Kooperationspartner am Samstag, 2. Juni 2012, um 20 Uhr zu einer Podiumsdiskussion zum Thema „Nazimorde – welche Konsequenzen müssen gezogen werden?“ ins Deutsch-Amerikanische Institut (DAI), Sofienstraße 12, 69115 Heidelberg, ein. Vor dem Hintergrund der Morde an neun Migranten in Deutschland, die eine Neonazizelle in den vergangenen zwölf Jahren verübt hat, will der Ausländerrat/Migrationsrat mit der Podiumsdiskussion einen Prozess initiieren, der, so der Wunsch des Gremiums, in den Beitritt Heidelbergs in die „Europäische Städtekoalition gegen Rassismus“ münden soll.

In der Diskussion soll über den Stand der Aufklärung der Morde, deren Konsequenzen und die Rolle der Zivilgesellschaft gesprochen werden. Es diskutieren:

  • der Bundestagsabgeordnete Memet Kiliç, der als Mitglied des Innenausschusses Einblick in die politische Aufarbeitung hat,
  • der Literatur- und Kulturwissenschaftler Prof. Dr. Dietrich Harth, Gründungsvorstand der Bürgerstiftung Heidelberg, der über Vorurteile geforscht hat, und
  • der Lehrer Michael Csaszkóczy, der sich gegen Rechtsextremismus engagiert. Er musste sich einst vor Gericht das Recht erstreiten, als Realschullehrer arbeiten zu können.

Es moderiert die Sozialwissenschaftlerin und Kulturvermittlerin Eleonore Hefner, die mehrere Jahre Ausländerarbeit und Kulturförderung in der Stadt Ludwigshafen koordiniert hat und heute als Geschäftsführerin von Kultur Rhein-Neckar e. V. transkulturelle Arbeit zu ihren Schwerpunkten zählt. Die Veranstaltung ist kostenlos.

Ausführliche Informationen zum Ausländerrat/Migrationsrat der Stadt Heidelberg gibt es im Internet unter www.auslaenderrat.heidelberg.de . Fragen zur Veranstaltung beantwortet AMR-Mitglied Resgar Beraderi unter E-Mail Resgar.Beraderi@googlemail.com oder unter Telefon 0176 24012537.


Informationen zum europäischen Führungszeugnis

Zum 27. April 2012 wurde das europäische Führungszeugnis eingeführt. Damit entfällt für einen großen Personenkreis die Notwendigkeit, mehrere Führungszeugnisse zu beantragen, um lückenlos nachzuweisen, dass sie nicht vorbestraft sind.

Jede Person, die in Heidelberg wohnt und – auch – die Staatsangehörigkeit eines anderen Mitgliedstaates der Europäischen Union besitzt, kann bei den Bürgerämtern der Stadt Heidelberg dieses europäische Führungszeugnis beantragen. Das deutsche Bundeszentralregister fordert zusätzlich die Auskunft des Herkunftslandes an, so dass der Antragsteller oder die Antragstellerin zwei „Zeugnisse“ erhält. Eine Übersetzung, inhaltliche Überprüfung oder Registrierung erfolgt nicht.

Das Europäische Führungszeugnis dient unter anderem zur Vorlage bei zukünftigen Arbeitgebern. Die Gebühr beträgt 17 Euro, es kostet also vier Euro mehr als die rein nationale Variante.

Antragsberechtigt für ein persönliches Führungszeugnis ist jede Person ab dem vollendeten 14. Lebensjahr beziehungsweise der gesetzliche Vertreter eines Minderjährigen.

In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, dass es bereits seit dem 1. Mai 2010 das erweiterte Führungszeugnis gibt. Es wird für Tätigkeiten im Kinder- und Jugendbereich benötigt und soll dazu beitragen, die persönliche Eignung für Tätigkeiten im pädagogischen Bereich leichter prüfen zu können.

Die Adressen und Öffnungszeiten der Heidelberger Bürgerämter sind unter www.heidelberg.de/buergeramt zu finden.



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