Die Preisträger des Ideenwettbewerbs Kurfürsten-Anlage stehen fest: Wettbewerbssieger ist der Entwurf „Wiesion“ des Büros von Professor Pesch aus Stuttgart mit den Landschaftsplanern WBP aus Bochum. Um neue Anregungen für die Umgestaltung des Bereichs Kurfürsten-Anlage zu gewinnen, hatte die Stadt Heidelberg am 12. Juli 2005 einen europaweiten Ideenwettwettbewerb „Kurfürsten-Anlage, Heidelberg“ ausgeschrieben, an dem sich 25 Büros aus ganz Deutschland beteiligt haben. Die ausgelobte Preissumme beträgt 49.000 Euro.
Das Preisgericht unter dem Vorsitz von Professor Carl Fingerhuth, Zürich, tagte am 7. Dezember 2005 im Heidelberger Schloss. Die Sieger des Ideenwettbewerbs wurden am Donnerstag, 8. Dezember 2005, im Rahmen einer Pressekonferenz durch den Ersten Bürgermeister der Stadt Heidelberg Prof. Dr. Raban von der Malsburg bekannt gegeben:
|

|
|
1. Preis ‚Wiesion’ 16.000,- Euro
Pesch & Partner/wbp, Stuttgart/Bochum
2. Preis ‚Dreiklang’ 10.000,- Euro
Prof. Winking/Arbos, Hamburg/Berlin
3. Preis ‚Grüne Meile’ 7.500,- Euro
Haag/Dr. Lohrberg, Stuttgart
4. Preis ‚Eine kurfürstliche Anlage’ 5.500,- Euro
Karl Bauer/Prof. Günter Telian, Karlsruhe
Ankauf ‚Stadthöfe’ 5.000,- Euro
Klaus Saur/Dr. Hans Peter Gruber, Donzdorf/Überlingen
Ankauf ‚ 445566’ 5.000,- Euro
Machleidt & Partner/Geskes + Hack, Berlin
Erster Bürgermeister Prof. von der Malsburg erklärte zum Ergebnis des Wettbewerbs: „Der Entwurf des ersten Preisträgers Professor Pesch aus Stuttgart mit den Landschaftsplanern WBP aus Bochum ist eine gute Grundlage für eine weitere Vertiefung des städtebaulichen Entwurfs und für die Bearbeitung eines Bebauungsplans für dieses Gebiet, das derzeit erhebliche städtebauliche Mängel aufweist.“
Die Kurfürsten-Anlage ist eine der wichtigsten städtebaulichen Verkehrsachsen Heidelbergs und Bindeglied zwischen Innenstadt und Hauptbahnhof. Historisch als Bahnanlage angelegt, ist der Stadtraum heute geprägt durch bauliche Ergänzungen aus den fünfziger und sechziger Jahren des letzten Jahrhunderts. Es handelt sich um Funktionsbauten, die wenig Bezug zu den angrenzenden Stadtteilen aufweisen. Zudem ist der Stadtraum durch die Verkehrsführung und die Dimension der Straßen belastet.
Ziel des Wettbewerbs ist es, unter Einbeziehung des erhaltenswerten Bestandes eine städtebauliche Struktur zu entwickeln, die dem innerstädtischen Standort und seiner Scharnierfunktion zwischen den Stadtteilen Bergheim und Weststadt gerecht wird und gleichzeitig sinnvoll die geplante Umgestaltung des Bahnhofsvorplatzes sowie des oberen Bereichs der Kurfürsten-Anlage bis zum Adenauerplatz fortführt.
Der Ideenwettbewerb wurde durch das Stadtplanungsamt der Stadt Heidelberg und das Büro Stadtbauplan (Darmstadt) betreut.
Dem Preisgericht gehörten an: als Fachpreisrichter: Angela Bezzenberger, Professor Carl Fingerhuth, Annette Friedrich, Professor Jörn Walter, Professor Sofie Wolfrum; als stellvertretende Fachpreisrichter: Stefan Rees; als Sachpreisrichter: Kristina Essig, Barbara Greven-Aschoff, Siegfried Kendel, Prof. Dr. Raban von der Malsburg; als stellvertretende Sachpreisrichter: Margret Hommelhoff, Bruno Schmaus.
Ausstellung und Führungen
Die eingereichten Arbeiten sind vom 9. bis zum 21. Dezember 2005 im Ottheinrichsbau des Heidelberger Schlosses ausgestellt. Die Ausstellung ist täglich von 11 bis 19 Uhr geöffnet. Der Besuch der Ausstellung ist zwischen 17 und 19 Uhr kostenfrei möglich, da in dieser Zeit keine Eintrittsgebühr für den Besuch des Schlosses erhoben wird. Bei einem Besuch vor 17 Uhr muss die Eintrittsgebühr gezahlt werden.
Es finden zwei öffentliche Führungen statt. Am Mittwoch, 14. Dezember, um 18 Uhr führt das Stadtplanungsamt/Stadtbauplan durch die Ausstellung, am Sonntag, 18. Dezember, um 11 Uhr der Erste Bürgermeister Prof. Dr. Raban von der Malsburg. Zum Besuch der Ausstellung und zu den Führungen ist die interessierte Öffentlichkeit herzlich eingeladen.
|
|