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Pressedienst der Stadt Heidelberg vom 10. April 2006

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Zukunftswerkstatt zum Teilhabeplan für Menschen mit Behinderung in Heidelberg

Die Stadt Heidelberg hat sich – in Übereinstimmung mit dem Stadtentwicklungsplan Heidelberg 2010 – zum Ziel gesetzt, behinderten Menschen die Teilhabe am Leben in der Gesellschaft und ein menschenwürdiges Leben zu ermöglichen. Außerdem sollen sie befähigt werden, soweit wie möglich, unabhängig von Sozialhilfe zu leben.

Um dieses Ziel zu erreichen und um auch dauerhaft die Finanzierbarkeit sicher zu gewährleisten, hat die Stadt als Grundlage ihrer langfristigen Planung die Bestandsaufnahme „Menschen mit Behinderung in Heidelberg“ erstellt, nachdem zu diesem Thema unter Mitwirkung der Betroffenen schon viele Aktivitäten durchgeführt worden waren. Der Bericht zeigt heute schon eine beeindruckende Bandbreite von Angeboten in Heidelberg. Er ist ein Katalog von Einrichtungen, Diensten und Hilfestellungen für die Betroffenen sowie von Selbsthilfeaktivitäten der Betroffenen. Im Dezember 2005 hat der Gemeinderat die Bestandsaufnahme zur Kenntnis genommen.

Als nächster Schritt soll die Bestandsaufnahme im Rahmen einer Zukunftswerkstatt mit den Betroffenen diskutiert werden. Defizite sollen herausgearbeitet und weitere Entwicklungs- und Verbesserungsmöglichkeiten für Heidelberg erarbeitet werden. Die in der Zukunftswerkstatt gewonnenen Erkenntnisse werden in eine Planung und Weiterentwicklung der Eingliederungshilfe in Heidelberg einfließen.

Diese Zukunftswerkstatt wird am 5. und 6. Mai in der Volkshochschule stattfinden. Leiten wird sie Prof. Dr. Astrid Hedtke-Becker, die an der Fachhochschule Mannheim für Sozialwesen lehrt. „Diese Beteiligung von Menschen mit Behinderung an der Ausarbeitung eines langfristigen Konzepts, das ihre Teilhabe an unserem Gemeinwesen erleichtert und sichert, ist nach meinem Kenntnisstand einmalig in Deutschland. Ich bin stolz darauf, dass wir in Heidelberg nicht über die Beteiligten hinweg, sondern mit ihnen gemeinsam darüber entscheiden“, sagte Oberbürgermeisterin Beate Weber auf einer Pressekonferenz im Rathaus.

In Heidelberg leben zurzeit rund 21.000 Menschen mit Behinderung. Bei über 16.000 liegt der Grad der Behinderung bei über 50 Prozent.

Bis zum 31. Dezember 2004 wurde die Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderung in Heidelberg weitgehend vom Landeswohlfahrtsverband Baden erbracht. Im Zuge der Verwaltungsstrukturreform des Landes Baden-Württemberg ging zum 1. Januar 2005 die Zuständigkeit dafür als Pflichtaufgabe auf die Stadt Heidelberg über.
Damit kam eine neue Verantwortung auf die Stadt und das zuständige Amt für soziale Angelegenheiten und Altenarbeit zu. Der neue Aufgabenbereich umfasst nicht nur ganz allgemein die Regelung finanzieller Fragen oder Planungsaufgaben. Es gehört auch zu den Aufgaben der Stadt, Förderung, Beratung und Teilhabe von Menschen mit Behinderung sicher zu stellen.

Die Bestandsaufnahme „Menschen mit Behinderung in Heidelberg“ liegt als Broschüre vor. Erhältlich ist sie beim Amt für Soziale Angelegenheiten und Altenarbeit der Stadt Heidelberg, (Fischmarkt 2, Telefon 58-37000) gegen einen Kostenbeitrag von fünf Euro.


Auswirkungen des Streiks auf die Müllgebühren

Heidelbergs Oberbürgermeisterin Beate Weber hat die zuständigen Ämter der Stadtverwaltung beauftragt, die Kostenreduzierung durch den Streik der städtischen Müllabfuhr zu ermitteln. Auf der Basis dieser Überprüfung wird eine Vorlage für den Gemeinderat vorbereitet, der entscheiden wird, ob und in welcher Höhe eine Gebührenrückerstattung wegen des Ausfalls der Dienstleistung möglich ist.



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