Neuer Kinderspielplatz in der Theaterstraße
Die Heidelberger Altstadt hat einen Kinderspielplatz mehr. Nach einer längeren Planungsphase hat Bürgermeister Dr. Eckart Würzner am 11. Dezember den ersten Bauabschnitt für den Kinderspielplatz Theaterstraße eingeweiht.
Kernstück der Platzgestaltung durch die Werkstatt gGmbH ist ein „Riesenfindling mit Kletterschwemmholz", ein rund 20 Tonnen schwerer, aus der Eiszeit stammender Granitfindling. Motorikfördernde Anbauten wie Indianerleiter, Kletterschwemmholz und Wackelbrücke sollen sechs- bis zwölfjährige Kinder zum freien Spielen einladen. Für eine Spielskulptur mit Balancierseil wurde Platz freigehalten. Der Riesenfindling wurde bei den Bauarbeiten für das Verwaltungsgebäude Prinz Carl gefunden.
Neu gepflanzt wurde eine Baumhasel im westlichen Teil des Spielplatzes. Ansonsten entschied sich die Stadt für eine niedrige Bepflanzung, um die Übersichtlichkeit des Platzes zu bewahren und um Angsträume zu vermeiden. Für die Landschaftsbauarbeiten war die Firma Wetzel verantwortlich.
Der Neubau des knapp 700 Quadratmeter großen Kinderspielplatzes wurde in zwei Teilbereiche gegliedert. Derzeit liegt beim Regierungspräsidium Karlsruhe die Baugenehmigung für den zweiten Bauabschnitt mit rund 200 Quadratmetern zur Entscheidung vor. Nach dessen Ende werden auch noch Schaukel, Klettergerät und eine Balanciereinfassung zum Aufenthalt einladen sowie ein gestalteter Holzzaun das Gelände umschließen. Dann wird, wie von Anna Blum testamentarisch gewünscht, ein Erholungsort in der Altstadt entstanden sein.
Die Kosten für den ersten Bauabschnitt betragen insgesamt 79.100 Euro. Mit dem Bau des Kinderspielplatzes konnte die Stadt Heidelberg das Angebot an Spielflächen für Kinder und Jugendliche in der Altstadt erheblich erweitern. Anfang der Neunzigerjahre hatte die Stadt ein Spielflächenkonzept entwickelt, um jedem Kinder in der Nähe seines Wohnortes statistisch elf Quadratmeter Spielfläche zu sichern. Seitdem konnte durch den Bau neuer Plätze und durch Öffnung von Schulhöfen das damals festgestellte Defizit an Spielflächen von 101.840 Quadratmetern auf rund 44.000 reduziert werden.