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Pressedienst der Stadt Heidelberg vom 19. März 2008

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Sichtbare Auszeichnung

Ortsschild „Bundeshauptstadt im Naturschutz 2007“ am Stadteingang aufgestellt

Seit Mittwoch, 19. März, ist auch für jeden Autofahrer von Westen kommend sichtbar, dass Heidelberg Naturschutzvorbild für ganz Deutschland ist: Seither macht am Stadteingang in der Bergheimer Straße ein neues Ortsschild auf den Titel „Bundeshauptstadt im Naturschutz 2007“ aufmerksam, den die Stadt Heidelberg im Oktober 2007 von der Deutschen Umwelthilfe erhalten hatte. Das Schild, das im Rahmen der Auszeichnungsfeier in Berlin von der Deutschen Umwelthilfe an die Stadt überreicht worden war, wurde nun von Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner enthüllt.

Logo Bundeshauptstadt im Naturschutz 2007



In seiner Rede dankte der Oberbürgermeister noch einmal allen beteiligten Verbänden und Organisationen, aber auch Ämtern der Stadt Heidelberg, ohne deren „enge und konstruktive Zusammenarbeit über viele Jahrzehnte“ hinweg in zahlreichen Projekten die Auszeichnung zur Bundeshauptstadt im Naturschutz nicht möglich gewesen wäre. Dazu zählen unter anderem der Bund für Umwelt und Naturschutz (vertreten durch Gerhard Kaiser), der Naturschutzbund (Andreas Brauneisen), der Heidelberger Biotopschutz (Jörg Clauer), der Landesnaturschutzverband (Klaus Ihlenfeld), das Amt für Umweltschutz, Gewerbeaufsicht und Energie sowie das Landschafts- und Forstamt.

Zum Hintergrund: Mit der Wettbewerbs-Ausschreibung „Bundeshauptstadt im Naturschutz“ erfasst die Deutsche Umwelthilfe vielfältige Naturschutzmaßnahmen der Teilnehmerkommunen aus dem gesamten Bundesgebiet. Den Wettbewerb hatte Heidelberg 2007 für sich entschieden, weil es „in allen Themenfeldern, die im Rahmen des Wettbewerbs abgefragt wurden, deutlich über dem Durchschnitt liegt“, wie Axel Welge vom Deutschen Städtetag in seiner Laudatio bei der Preisverleihung am 29. Oktober 2007 in Berlin erklärt hatte. Der Erfolg der Stadt, so Welge damals, lasse sich nicht auf einzelne spezielle Maßnahmen zurückführen, sondern auf das umfassende Handeln der Stadt in allen Bereichen des kommunalen Naturschutzes. „Heidelberg beweist Weitsicht und sichert so Lebensräume und die biologische Vielfalt für zukünftige Generationen.“

Die Stadt Heidelberg hatte sich bei dem Wettbewerb gegen 114 Städte und Gemeinden durchgesetzt. Die Stadt überzeugte mit herausragenden Naturschutzmaßnahmen vor allem in den Bereichen Arten- und Biotopschutz sowie mit engagierter Öffentlichkeitsarbeit und Umweltbildung. Mit dem Wettbewerb will die Deutsche Umwelthilfe die verschiedenen Naturschutzmaßnahmen in den Kommunen vergleichen. Bewertet wurden die Themen Naturschutz-Planung, Arten- und Biotopschutz, Kommunale Grünflächen, Gewässer, Land- und Forstwirtschaft, Öffentlichkeitsarbeit, Umweltbildung, Beratung von Bürgern und die Kooperationen zwischen Kommunen, Bürgern und Interessengruppen.

Weitere Informationen zum Naturschutz in Heidelberg


Gemeinsame Pressemitteilung der Stadt Heidelberg und der Siemens Region Rhein-Main

Dynamische Grüne Welle für Heidelbergs Innenstadtverkehr

Oberbürgermeister gibt Startschuss für intelligente Verkehrssteuerung

Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner hat den ersten Baustein einer intelligenten Verkehrssteuerung für die Stadt Heidelberg in Betrieb genommen. Die neue Technik stammt von Siemens und wird den Individualverkehr in Heidelbergs Zentrum deutlich beschleunigen. Neben der nervlichen Entlastung für Verkehrsteilnehmer werden auch Spritverbrauch und Abgasbelastung für Innenstadtbewohner deutlich verringert.

Bei einem Außentermin am Mittwoch, 19. März, nahmen Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner und der regionale Leiter der Siemens Verkehrstechnik, Stefan Eckert, die ersten Arbeiten in Augenschein. Seit Beginn dieser Woche nehmen Siemens-Techniker die neue Verkehrssteuerung für die Ampeln rund um den Adenauerplatz in Betrieb. Zum Einsatz kommt ein Software-System namens SITRAFFIC MOTION, das den Verkehrsfluss im direkten Stadtzentrum Heidelbergs bestmöglich organisieren wird.

„Ziel ist gemäß unserem Verkehrsentwicklungsplan, den Verkehr umwelt-, stadt- und sozialverträglich durch Heidelberg zu leiten. Diese intelligente Leittechnik hilft, einerseits den Verkehrsfluss im Zentrum zu erhöhen. Zum anderen tragen wir zur Entlastung der Innenstadtbewohner bei, die künftig weniger Staus und Abgasen ausgesetzt sein werden“, kommentierte der Oberbürgermeister.

Damit diese Ziele erreicht werden, geht die Siemens-Technik in vier Schritten vor: Zunächst wurden an relevanten Verkehrsstrecken spezielle Sensoren angebracht. Diese messen sowohl die Anzahl der Fahrzeuge als auch die Fließgeschwindigkeit des Verkehrs. Mit diesen Informationen ist es dann – im zweiten Schritt – möglich, die augenblickliche Verkehrslage zu erfassen und aufzubereiten.

„Im dritten Schritt entwickelt das Programm daraus Signalanweisungen für die Ampeln. Also beispielsweise, wie lange die einzelnen Phasen dauern dürfen, damit der Verkehr möglichst zügig durch die Stadt gleitet. Als vierten und letzten Punkt prüft die Software diese Ampel-Anweisungen alle fünf bis fünfzehn Minuten, ob sie auf Grund geänderter Verkehrssituationen aktualisiert werden sollen. Wenn ja, werden die neuen Steuerbefehle online zu den Ampelschaltungen übertragen“, erläutert Eckert, Leiter der Siemens-Verkehrstechnik in der Metropolregion Rhein-Neckar.

Aktuell durchlaufen die Ampeln am Adenauerplatz, an der Kreuzung Sofienstraße/Friedrich-Ebert-Anlage sowie die Fußgänger-Anlage am Gaisbergtunnel die erste Testphase.

Nach erfolgreichem Betrieb sollen dann die Arbeiten an den Ampelanlagen am Fußgänger-Übergang Sofienstraße/ Hauptstraße/ Plöck, der Kreuzung Sofienstraße/ Neckarstaden, der Fußgängeranlage Rohrbacher Straße/ Poststraße und der Kreuzung Bismarckstraße/ Bergheimer Straße aufgenommen werden.

Die neue Verkehrssteuerung kommt zum Einsatz, nachdem im Rahmen des letztjährigen Umzuges der Verkehrsrechnerzentrale von der alten Feuerwache in die Gaisbergstraße der Verkehrsrechner auf den neuesten Stand gebracht wurde. Dieser Rechner wird nun in Sachen Hard- und Software ausgebaut und erweitert.

Von einer solchen intelligenten Verkehrssteuerung profitiert auch die Umwelt. So sinkt nach einer Studie der europäischen Kommission aus dem Jahr 2006 der Verbrauch von Fahrzeugen im fließenden Verkehr um bis zu 50 Prozent, auch der Ausstoß von Stickoxiden und Kohlenmonoxid vermindert sich entsprechend.



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