Pressedienst der Stadt Heidelberg vom 31. März 2008
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Gedenktag zu Ehren Reinhold Zundels am 9. April
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Am 9. April wäre Reinhold Zundel – 1966 bis 1990 Oberbürgermeister von Heidelberg – 78 Jahre alt geworden. Er starb überraschend im Januar dieses Jahres. Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner lädt anlässlich des Geburtstages des langjährigen Amtsvorgängers am 9. April alle Heidelbergerinnen und Heidelberger zu einem Gedenktag mit mehreren Veranstaltungen ein.
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Um 11 Uhr eröffnet der Oberbürgermeister gemeinsam mit Nils Kroesen, dem ehemaligen Leiter der Heidelberger Kongress- und Tourismus GmbH (heute Heidelberg Marketing) im Rathausfoyer die Foto-Ausstellung des Stadtarchivs „Reinhold Zundel: Stationen“. Die Bilder zeigen den langjährigen OB als handelnden, gestaltenden und vorwärts drängenden politischen Menschen. Erinnerungen ehemaliger Weggefährten, Mitstreiter und auch ehemaliger Gegner ergänzen die Auswahl. Für die musikalische Umrahmung der Ausstellungseröffnung sorgt die Harfenistin Sigrid Haselmann. Dann ist die Ausstellung noch zum 24. April zu den normalen Öffnungszeiten des Rathauses zu sehen.
Um 17 Uhr erfolgt die Kranzniederlegung am Grab auf dem Heidelberger Bergfriedhof (Eingang Steigerweg) durch OB Dr. Eckart Würzner und Dekanin Dr. Marlene Schwöbel. Es spielt das Forstliche Bläsercorps Heidelberg.
Vom Bergfriedhof wird es einen Busshuttle zum Rathaus geben, so dass alle interessierten Bürger/innen auch an der nächsten Veranstaltung rechtzeitig teilnehmen können.
Um 18.30 Uhr findet die feierliche Gedenkveranstaltung im Großen Rathaussaal statt. Es sprechen OB Dr. Eckart Würzner, Prof. Dr. Dr. Heinz Bull und Dr. Wolfgang Wagner. Heinz Bull spricht in Vertretung seiner Frau, der Tochter von Reinhold Zundel. Wolfgang Wagner war Stadtsyndikus und -kämmerer unter Reinhold Zundel und gehörte zu seinen engsten Vertrauten.
Die künstlerische Gestaltung des Rahmenprogramms übernehmen Mitglieder des städtischen Theaters und Philharmonischen Orchesters.
Reinhold Zundel
Reinhold Zundel hat als Oberbürgermeister die Entwicklung Heidelbergs 24 Jahre lang in markanter Weise bestimmt und nachhaltig geprägt. Er hat viel und viele in Heidelberg bewegt – dabei bisweilen auch polarisiert.
Als Kandidat der SPD wurde Reinhold Zundel im Juli 1966 im Alter von 36 Jahren zum Oberbürgermeister von Heidelberg gewählt. Er trat das Amt im Dezember 1966 an, seine offizielle Amtseinführung verzögerte sich wegen verschiedener Einsprüche gegen das Wahlergebnis jedoch um rund zwei Jahre. Sowohl 1976 als auch 1984 wurde er als Oberbürgermeister wiedergewählt. 1980 war er aus der SPD ausgetreten und führte seitdem sein Amt als Parteiloser.
Reinhold Zundel hat in seiner Amtszeit große Projekte umgesetzt, wie die Altstadtsanierung, den Ausbau der Hauptstraße und ihrer Seitenstraßen zum Fußgängerbereich sowie die Umgestaltung des Bismarckplatzes zum zentralen Nahverkehrsknotenpunkt. Auf seine Initiative wurden die Heidelberger Wohngebiete flächendeckend verkehrsberuhigt. Zu seinen weiteren großen Verdiensten gehört die Konsolidierung der städtischen Finanzen.
Nach 24 Jahren an der Spitze Heidelbergs legte Reinhold Zundel das Amt des Oberbürgermeisters aus gesundheitlichen Gründen am 30. Juni 1990 nieder. Seine kommunalpolitischen Erfahrungen gab er anschließend im Auftrag des Deutschen Städtetages, dessen Präsidium er mehrere Jahre lang angehörte, als Senior-Experte, Berater und Gutachter in den neuen Bundesländern weiter.
Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner:„ Mit großer Dankbarkeit gedenke ich einer herausragenden Persönlichkeit, die unsere Stadt in den vergangenen Jahrzehnten gestaltet und geprägt und in den Herzen der Heidelbergerinnen und Heidelberger Spuren hinterlassen hat. Reinhold Zundel hat sich in hervorragender Weise um seine Mitmenschen, das Gemeinwohl und das Ansehen unserer Stadt verdient gemacht. Im Namen des Heidelberger Gemeinderates, der gesamten Stadtverwaltung und Bürgerschaft verneige ich mich vor einem großartigen Bürger dieser Stadt.“
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Informationen zum Sanierungsgebiet Rohrbach
Das Konzept für das Sanierungsgebiet Heidelberg-Rohrbach liegt vor. Den Entwurf stellen das Stadtplanungsamt der Stadt Heidelberg, die Gesellschaft für Grund- und Hausbesitz als Sanierungsträgerin und das beauftragte Architekturbüro Götz in einer Informationsveranstaltung am Mittwoch, 2. April, um 19 Uhr in der Eichendorffhalle in Rohrbach, Heidelberger Straße 61, vor. Die Stadt Heidelberg und die Gesellschaft für Grund- und Hausbesitz laden hierzu alle interessierten Bürgerinnen und Bürger sehr herzlich ein.
Der Gemeinderat hat am 8. Februar 2007 die Satzung zur förmlichen Festlegung des Sanierungsgebietes beschlossen. Das Gebiet umfasst im Wesentlichen den alten Ortskern von Rohrbach. Mit der öffentlichen Bekanntmachung am 14. März 2007 ist das Sanierungsgebiet rechtskräftig. Das Planungsbüro Götz ist mit der Ausarbeitung des Sanierungskonzeptes beauftragt.
Die Rohrbacher Bürgerinnen und Bürger wurden am 31. Juli 2006 in einer Informationsveranstaltung über den damaligen Sachstand informiert. Nun liegt ein erster Planungsansatz vor, der frühzeitig mit allen Beteiligten abgestimmt werden soll, bevor das Konzept bis zum Sommer 2008 ausgearbeitet wird.
Rohrbach Markt wird neu gestaltet
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Im April beginnt die Neugestaltung von Rohrbach Markt. Vor Aufnahme der Bauarbeiten lädt die Stadt Heidelberg alle Interessierten – im Besonderen alle von der Baumaßnahme betroffenen Anwohnerinnen und Anwohner sowie die Gewerbetreibenden – zu einer Informationsveranstaltung ein. Sie findet am Donnerstag, 10. April, um 19 Uhr in der Eichendorffhalle, Heidelberger Straße 61, statt.
Erster Bürgermeister Prof. Dr. Raban von der Malsburg, der Planer Uwe Bellm vom Rohrbacher Architektenbüro ap88, Vertreter des Tiefbauamtes der Stadt Heidelberg, der Stadtwerke Heidelberg, der Rhein-Neckar-Verkehrsgesellschaft sowie der Ämter für Verkehrsmanagement und für Wirtschaftsförderung, die Bauleitung und die Baufirma informieren über Baumaßnahme und Bauablauf und stehen für Fragen zur Verfügung.
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Im Mittelpunkt der Neugestaltung von Rohrbach Markt steht die Verbindung von Ost und West. Künftig gibt es breite Übergänge für Fußgänger und Radfahrer. Mehr als 30 über den gesamten Platz – einschließlich des neuen Mittelstreifens der B 3 – verteilte Platanen im typischen Kastenschnitt werden ein verbindendes Blätterdach bilden. Segmentbogenpflaster, das die Straßen der Umgebung über viele Jahrzehnte geprägt hat, wird auf der gesamten Platzfläche – mit Ausnahme der Fahrbahn der B 3 – verlegt.
Die Straßenbahnhaltestelle wird wieder in die Karlsruher Straße zurückverlegt, nach dem Umbau barrierefrei und lang genug für die modernen Variobahnen. Die Taxis stehen künftig zentral auf dem Platz. Neue Sitzwürfel sind Sitzgelegenheit, Poller und Beleuchtungskörper zugleich. 25 Lichtstelen werden für zurückhaltende, aber ausreichende Beleuchtung sorgen. Für die Umgestaltung von Rohrbach Markt sind Kosten von knapp 4,5 Millionen Euro veranschlagt.
Emmertsgrund: Rechtsgutachten erklärt Bürgerbegehren für unzulässig
Das Bürgerbegehren für den Erhalt städtischer Wohnungen in der Emmertsgrundpassage ist unzulässig. Zu diesem Ergebnis kommt das Rechtsgutachten, das die Stadt Heidelberg bei der Anwaltskanzlei Quaas & Partner aus Stuttgart in Auftrag gegeben hatte.
Begründet wird das Ergebnis im Wesentlichen damit, dass das Bürgerbegehren „zu Unrecht keinen nach der gesetzlichen Bestimmung durchführbaren Vorschlag für die Deckung der Kosten der verlangten Maßnahme“ enthalte. Das Bürgerbehren hatte in Bezug auf die Kostendeckung folgenden Wortlaut: „Dieses Bürgerbegehren erfordert keine neuen Ausgaben.“ Dies ist nicht korrekt. Kosten der Maßnahme sind zumindest die konkret anstehenden Sanierungskosten in Höhe von 12,4 Millionen Euro. Laut Rechtsgutachten hätte der Wortlaut des Bürgerbegehrens einen durchführbaren Vorschlag für die Deckung dieser Kosten enthalten müssen.
Da sich das Bürgerbegehren laut Rechtsgutachten außerdem gegen einen Beschluss des Gemeinderates gerichtet hatte, war eine Sechs-Wochen-Frist gemäß Paragraf 21 Absatz 3, Satz 3, der Gemeindeordnung ab Bekanntgabe des Beschlusses einzuhalten. Diese Sechs-Wochen-Frist endete am 13. März 2008. Die Übergabe der erforderlichen 10.000 Unterschriften erfolgte am 17. März 2008. Die Sechs-Wochen-Frist wurde somit nicht eingehalten.
Das Bürgerbegehren ist damit insgesamt unzulässig. Rechtsfolge ist, dass der Gemeinderat zwingend das Bürgerbegehren für unzulässig zu erklären hat, da es eine so genannte gebundene Entscheidung ist (Paragraf 21, Abs. 4, der Gemeindeordnung).
Der Gemeinderat wird sich in seiner nächsten Sitzung am kommenden Donnerstag, 3. April, mit dem Thema beschäftigen.
Veranstaltungsreihe „Natürlich Heidelberg" startet in die zweite Saison
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Kompetente und unterhaltsame Wissensvermittlung und Naturerleben vor Ort: Unter dem Motto „Wald erleben – Natur erfahren“ locken ab April wieder interessante Führungen, Exkursionen, Seminare, Ferien- und Fitnessangebote ins Freie. Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner stellte das umfangreiche Programm zu den Themen Wald, Natur und Umwelt am Montag, 31. März 2008, gemeinsam mit Reinhard Diehl, Geschäftsführer des Geo-Naturparks Bergstraße-Odenwald, und Manfred Robens, Geschäftsführer Naturpark Neckartal-Odenwald, der Öffentlichkeit vor. „Ich freue mich, dass wir die Schönheit Heidelbergs und seiner Umgebung auch 2008 wieder für Gäste und Einheimische zugänglich machen. Die Veranstaltungen sind die Eintrittskarte zu unserem wunderschönen Naturraum“, betonte Dr. Würzner bei der Präsentation des Programms auf dem Walderlebnispfad am Eisweiherweg.
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In Zusammenarbeit mit Partnern wie dem UNESCO Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald, dem Naturpark Neckartal-Odenwald und vielen mehr hat das Landschafts- und Forstamt der Stadt Heidelberg wie im vergangenen Jahr tolle Angebote zusammengestellt.
Im zweiten Jahr ist das Programm den Wünschen und Bedürfnissen der Teilnehmer angepasst und um attraktive Elemente erweitert worden. Neu im Programm sind Seminare, zum Beispiel zum Umgang mit GPS-Gerät, Karte und Kompass oder über Naturkunst. Zudem sind die Erholungseinrichtungen im Stadtwald, beispielsweise die Grillhütten, die Arboreten oder das zentrale Waldkindergelände mit eingebunden. Mehr Angebote, mehr Service: Die Forstabteilung hat das Grillhüttenbüro zum Buchungsbüro „Natürlich Heidelberg“ umorganisiert, hier können die Veranstaltungen von „Natürlich Heidelberg“, die Grillhütten und das Waldkindergelände Pferchel gebucht werden. Von zuhause aus ist die Anmeldung jetzt bequem per Online-Buchung möglich.
Das ganze Jahr über bieten sich den Heidelberger Bürgerinnen und Bürgern und allen Naturinteressierten über 120 Veranstaltungen, die im Stadtwald und in der Natur rund um Heidelberg stattfinden. Zahlreiche Kooperationspartner und Bildungseinrichtungen wie der Odenwaldklub, der NABU Heidelberg oder der BUND Heidelberg und viele Ehrenamtliche ermöglichen die Spurensuche nach Tieren, Kräuterführungen, die Fotosafari im Wald und noch viel mehr. Es ist möglich, sich zu festen Terminen zu melden oder auch eine vollständige Veranstaltung, beispielsweise für einen Kindergeburtstag, komplett zu buchen. Die Veranstaltungen sind den Bereichen „Waldpädagogik/Waldwissen“, „UNESCO Geo-Naturpark“ und „Naturpark“ zugeordnet. Zahlreiche wald- und umweltpädagogische Angebote sind eigens auf Schulen und Kindertageseinrichtungen zugeschnitten. Für Pädagogen und Gruppenbetreuer werden Fortbildungen, etwa in Zusammenarbeit mit dem Forstlichen Bildungszentrum in Karlsruhe, angeboten. Über 60 Menschen engagieren sich für dieses Umweltbildungsprogramm in Heidelberg. Die Veranstaltungen werden von erfahrenen und pädagogisch geschulten Geopark-Rangern, Vor-Ort-Begleitern, Vor-Ort-Experten, Ehrenamtlichen sowie Förstern und Waldpädagogen geleitet. Auch für das kommende Jahr sucht das Landschafts- und Forstamt Kooperationspartner, die das Programm aktiv mit gestalten: Ansprechpartner ist Friedrich Kilian, Telefon 58-28041.
Das Veranstaltungsprogramm „Natürlich Heidelberg“ liegt ab sofort in den Bürgerämtern, der Volkshochschule, der Stadtbücherei, beim Landschafts- und Forstamt der Stadt Heidelberg sowie zahlreichen anderen öffentlichen Einrichtungen kostenlos aus. Die Termine der Veranstaltungsreihe werden im Stadtblatt der Stadt Heidelberg sowie im Veranstaltungskalender der Tageszeitungen angekündigt. Eine Gesamtübersicht gibt es beim Internetportal www.natuerlich.heidelberg.de, hier ist die Anmeldung über ein Buchungssystem möglich. Die Anmeldung ist zudem möglich im Buchungsbüro „Natürlich Heidelberg“ beim Landschafts- und Forstamt, Abteilung Forst, Weberstraße 7, 69120 Heidelberg unter Telefon 58-28333 (mittwochs von 8.30 bis 12.30 Uhr und von 15 bis 18.30 Uhr, freitags von 8.30 bis 12.30 Uhr) und per E-Mail unter natuerlich@heidelberg.de.
Rekordbeteiligung beim zehnten Hallenfußballturnier der Grundschulen
Neuer Rekord beim Hallenfußballturnier der Heidelberger Grundschulen: Bei der zum zehnten Mal durchgeführten Schulmeisterschaft gab es so viele Teilnehmer wie nie zuvor. Mehr als 300 Schülerinnen und Schüler aus elf Heidelberger Grundschulen trafen sich in den Sporthallen des Sportzentrums-Nord, darunter erstmals auch Teams des Englischen Instituts und aus Schlierbach. Organisiert wurde die Veranstaltung vom Amt für Sport und Gesundheitsförderung der Stadt Heidelberg.
Nach sieben Stunden und insgesamt 60 Spielen, die von 30 Mannschaften in drei Wettkampfklassen (1./2. Klasse, 3./4. Klasse und Mädchen) absolviert wurden, standen die Sieger fest:
- Im Wettbewerb der Schülerinnen setzte sich die Mannschaft der Grundschule Schlierbach in allen Runden klar gegen ihre Gegner durch und siegte im Endspiel gegen die Heiligenbergschule mit 1:0. Den dritten Platz erreichte die Mannschaft der Internationalen Gesamtschule (IGH).
- In der Gruppe 1./2. Klasse setzten sich die erste Mannschaft der Kurpfalzschule, der Schulen aus dem Emmertsgrund und Schlierbach sowie die Friedrich-Ebert-Schule bis ins Halbfinale durch. Im Spiel um Platz eins siegte schließlich die Kurpfalzschule gegen die Friedrich-Ebert-Schule mit 1:0, im Spiel um Platz drei setzte sich die Mannschaft aus Schlierbach gegen die Mannschaft aus dem Emmertsgrund durch.
- Hart umkämpft war auch die Entscheidung im Wettbewerb der 3./4. Klassen: 14 Mannschaften kämpften hier um den Sieg, den am Ende und nach einem Siebenmeterschießen im Halbfinale die Mannschaft aus dem Emmertsgrund errang. Sie verwies im Endspiel mit einem 3:0 die Mannschaft der Kurpfalzschule auf den zweiten Platz. Im Spiel um Platz drei siegte Schlierbach mit 1:0 gegen die Heiligenbergschule.
Innenhof-Wettbewerb: „Den Hof neu entdecken“
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Ein schöner Innenhof, der zum Verweilen einlädt, kann ein Ort der Begegnung zwischen Generationen und Kulturen sein. Die Stadt Heidelberg möchte die Nutzung der Innenhöfe stärken und lädt deshalb zu einem Innenhof-Wettbewerb ein. Ausgezeichnet werden gut gestaltete Innenhöfe, die einen besonderen Beitrag zur Begegnung der Generationen leisten.
Was gibt es zu gewinnen?
Der Wettbewerb soll an besonders gelungenen Beispielen zeigen, wie man die Verbesserung des eigenen Wohnumfeldes selbst in die Hand nehmen kann und dadurch für die Bewohnerinnen und Bewohner neue Freiräume entstehen. Die besten Wettbewerbsbeiträge werden prämiert und öffentlich vorgestellt. Das Preisgeld beträgt insgesamt 15.000 Euro, davon entfallen 3.000 Euro auf den ersten Preis, 2.000 Euro auf den zweiten Preis und 1.000 Euro auf den dritten Preis. Als „besondere Anerkennung“ winken 500 Euro, als „Anerkennung“ 250 Euro. Die Preise können mehrfach vergeben werden.
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Wer kann teilnehmen?
Mitmachen können alle Eigentümer, Mieter, Organisationen, Vereine, Gesellschaften oder Firmen, die einen Hof begrünt haben, ihn pflegen, betreuen oder nutzen. Freiräume innerhalb geschlossener Blockrandbebauung gelten als Innenhöfe. Es muss mindestens eine einseitige Nachbarbebauung in Grenznähe oder ein entsprechendes Hinterhaus vorhanden sein. Diese Bebauung kann auch aus Wirtschaftsgebäuden, Werkstätten oder hohen Mauern bestehen. Die gesamte Fläche muss für alle Anwohner zugänglich und nutzbar sein. Teilbereiche können durch Einrichtungen und Gestaltung für besondere Zwecke nutzbar sein; beispielsweise Kinderspielplatz, Sitzplatz, Mietergärten oder ähnliches.
Wo meldet man sich an?
Wer am Wettbewerb teilnehmen möchte, wendet sich unter Angabe von Adresse und Telefonnummer schriftlich oder per E-Mail an das
Stadtplanungsamt der Stadt Heidelberg
Palais Graimberg
Kornmarkt 5
69117 Heidelberg
Telefon: 06221/58 23000
Fax 06221/58 23900
E-Mail stadtplanung@heidelberg.de
Der Anmeldungen sollen fünf bis zehn aussagekräftige Fotografien der gestalteten Innenhöfe beigefügt sein. Wünschenswert – aber nicht Bedingung – ist eine Fotografie des Zustandes vor der Umgestaltung. Anmeldeschluss ist der 31. Mai 2008.
Beurteilt wird ausschließlich der vorgefundene Zustand des Hofes. Die Teilnahme mit geplanten Umgestaltungen ist nicht möglich.
Ausgeschlossen sind:
- Gärten bei freistehenden Wohngebäuden oder Reihenhäusern
- Einzelgärten innerhalb eines größeren, geschlossenen Baublocks, dessen Freifläche ganz oder teilweise in Mietgärten aufgeteilt ist. Ein solcher Gartenhof kann nur als Gesamtanlage am Wettbewerb teilnehmen.
- Höfe, für deren Neugestaltung Zuschüsse (von Stadt, Land, Bund oder EU) aus einem Förderprogramm gewährt wurden.
Bei der Vorprüfung werden die Höfe nach Größe in zwei Gruppen eingeteilt:
- Gruppe 1: Höfe mit bis zu 100 Quadratmetern Fläche
- Gruppe 2: Höfe mit über 100 Quadratmetern Fläche
Bewertungskriterien
Jeder angemeldete Hof wird innerhalb seiner Gruppe bewertet. Die Bewertung erfolgt nach folgenden Kriterien:
- Generationsübergreifende Nutzung (Mehrgenerationsnutzung) des Hofes
Soziale Treffpunkte, Aufenthaltsmöglichkeiten, Freiflächen und Sitzplätze entsprechend den Ansprüchen der Bewohner, wie zum Beispiel Spielbereiche für Kinder, Grillplatz, Einrichtung für Beschattungen, Regenschutz (zum Beispiel Pergolen, Lauben usw.)
- Gesamterscheinungsbild des Hofes
Wahrung und Betonung der besonderen Situation, Flächen- und Raumgliederung, Gestaltung und Zuordnung von Nebeneinrichtungen (zum Beispiel Mülltonnen, Fahrradständer, Wäschetrockenplätze, Treppen)
- Ökologie und Klima
Begrünung des Hofes, wie zum Beispiel durch Erhaltung und Pflanzung von Bäume, Sträuchern, Kletterpflanzen und Stauden, Herstellung von Rasenflächen und Dachbegrünungen, Begrünen von Fassaden und Wänden, Verwendung von wasserdurchlässigen Belagsflächen (zum Beispiel Rasenfugenpflaster, Lochsteine und Raseneinsaat und ähnliches).
Hofbesichtigung
Mit der Teilnahme am Wettbewerb erklärt der Teilnehmer (sofern er nicht Grundstückseigentümer ist, zusätzlich der Grundstückseigentümer) gleichzeitig sein Einverständnis zum Betreten und zur Besichtigung des Hofes durch Mitarbeiter des Stadtplanungsamtes und durch die Jury. Bei der Bewertung sollte ein Hausbewohner zur Information der Jury im Hof anwesend sein. Es erfolgt eine rechtzeitige, schriftliche Benachrichtigung über den Termin. Mit der Teilnahme wird das Einverständnis an der Veröffentlichung von Bildern des Innenhofes in der Presse und auf der Internetseite der Stadt Heidelberg erklärt.
Wurde der Hof von mehren Personen (Hausgemeinschaften, Mieter/Vermieter) gestaltet und betreut, so ist eine Person zu benennen, die zum Empfang eines Preises von der Gemeinschaft autorisiert ist.
Jury
Die Jury setzt sich zusammen aus dem Ersten Bürgermeister der Stadt Heidelberg, Vertreter/innen des Gemeinderates, des Stadtplanungsamtes, des Landschafts- und Forstamtes, des Amtes für Soziales und Senioren und des Kinder- und Jugendamtes.
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Flyer Innenhofwettbewerb (PDF-Datei, 190 KB)
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