Mehr Aufenthaltsqualität in der Innenstadt
Die ersten drei von elf zusätzlichen Bänken für die Heidelberger Innenstadt wurden am Dienstag, 12. August, im Beisein von Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner in der Grabengasse und in der Hauptstraße in Höhe des Kurpfälzischen Museums aufgestellt. Mit dieser kurzfristigen Möblierung der Innenstadt greift der Oberbürgermeister den Wunsch des Gemeinderates auf, der in seiner Sitzung am 23. Juli um mehr Sitzgelegenheiten gebeten hatte. Darüber hinaus hatte der Marketingverein „Pro Heidelberg“ in seinem Zehn-Punkte-Programm diese Ergänzung der Hauptstraße vorgeschlagen.
Anlässlich der ersten aufgestellten Bänke betonte Dr. Würzner, wie wichtig diese Aufwertung der Innenstadt auch in kleinen Schritten ist. Die Sitzgelegenheiten seien nur der Auftakt für zahlreiche weitere Aktivitäten. Mit ihnen will die Verwaltung die Aufenthaltsqualität und Attraktivität in der Innenstadt steigern und die Rahmenbedingungen für den Einzelhandel verbessern. Zu den anstehenden Maßnahmen gehören nach Auskunft des Stadtoberhaupts auch die Sanierung des Herkules-Brunnen auf dem Marktplatz und die ab Herbst geplante Umsetzung des Beleuchtungskonzepts, mit der an der Alten Brücke begonnen wird.
Ausdrücklich dankte der Oberbürgermeister dem Verein Pro Heidelberg e.V. für sein Engagement. Volker Dieterich, erster Vorsitzende des Vereins, zeigte sich hocherfreut, dass die Stadt mit der Möblierung begonnen hat: „Dieser Schritt ist richtig und besonders wichtig für den Einzelhandel.“ Hier werde insbesondere dem Wunsch des älteren Publikums Rechnung getragen.
Bei den ersten drei Bänken handelt es sich um bereits vorhandene, erneuerte Sitzgelegenheiten. Weitere acht Bänke werden ab dem 18. August aufgestellt, sechs voraussichtlich in der Hauptstraße zwischen Bismarckplatz und Universitätsplatz, weitere zwei im Bereich der Alten Brücke.
Bürgermeister von Huye/Ruanda dankt Stadt Heidelberg für ihr Engagement
Im Rahmen eines kleinen Empfangs erhielt Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner am Dienstag, 12. August, ein Dankeschön der besonderen Art: Mitglieder des „Verein zur Förderung des ökologischen Landbaus in den Tropen e.V.“ (FÖLT) aus Heidelberg überreichten ihm im Namen von Repräsentanten aus Ruanda Geschenke und ein Dankschreiben für das langjährige Engagement der Stadt Heidelberg in ihrem Land.
Bereits seit 15 Jahren unterstützt die Stadt Heidelberg finanziell und organisatorisch durch ihr Agenda-Büro den Verein FÖLT bei verschiedenen Projekten in dem afrikanischen Land. Bei einem Treffen von Vertretern des Vereins mit dem Gouverneur der Südprovinz, dem Bürgermeister und dem Vizebürgermeister des Distrikts Huye im Mai 2008 hatten die ruandischen Repräsentanten der Stadt Heidelberg für die gemeinsame Projektarbeit gedankt. Als Zeichen ihres Dankes gaben sie dem Verein ein Schreiben und Geschenke für Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner mit.
Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner zeigte sich hocherfreut über die Danksagung, die ihm vom FÖLT-Vorsitzenden Horst Fehrenbach, Vereinsvorstand Dieter Koch und FÖLT-Mitglied Dr. Brigitta Martens-Aly in Anwesenheit von Frank Zimmermann, Leiter des Agenda-Büros, überreicht wurde. Dr. Würzner betonte, wie wichtig er diese Form der Zusammenarbeit bei Projekten erachte: „Wir als Stadt Heidelberg haben im Rahmen unseres Nachhaltigkeitskonzeptes eine Vorbildfunktion. Die Kooperation mit FÖLT liegt uns am Herzen, insbesondere im Hinblick darauf, dass Afrika nach wie vor als ‚vergessener’ Kontinent gilt. Ich freue mich, dass wir durch die Kooperation mit FÖLT konkrete Hilfeleistungen vor Ort ermöglichen und bereits über so viele Jahre hinweg vor allem Schulungs- und Bildungsprogramme unterstützen können.“
Im Gegenzug dankten die anwesenden Vertreter des Vereins der Stadt Heidelberg für die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit und die Begleitung der Projekte in den vergangenen 15 Jahren. Diese Zusammenarbeit habe dem Verein „den Boden gegeben“ für seine Arbeit, so Dr. Brigitta Martens-Aly.
Hintergrund:
Der Verein FÖLT ging aus einem Kreis von Personen hervor, die sich in den achtziger Jahren mit den Entwicklungen des in Ruanda vielfach umgesetzten Modells des „Ecofarming“ beschäftigt hatten. Dabei handelt es sich um eine Form der so genannten Agroforstwirtschaft, die zum Ziel hat, mit geringem externen Kapitaleinsatz, aber hohem ökologischen Know-how die Erträge in den tropischen Regionen zu stabilisieren und zu steigern.
FÖLT verfolgt das Ziel einer nachhaltigen und umweltgerechten Entwicklung in den Ländern der „Dritten Welt“ und bemüht sich dabei insbesondere um die Verbreitung einer Umwelt erhaltenden und Ertrag sichernden Landwirtschaft. Der Verein wurde 1993 gegründet und ist als gemeinnützig anerkannt.
FÖLT hat bis heute intensiven Kontakt mit verschiedenen Gemeinden in Ruanda sowie einem engagierten Partner-Verein (Mwene Muntu) vor Ort. Darauf aufbauend konnten dank der kontinuierlichen Unterstützung des Agenda-Büros der Stadt Heidelberg in den vergangenen Jahren immer wieder kleine und mittlere Projekte in enger Kooperation durchgeführt werden, so zum Beispiel auch das aktuelle Projekt „Fahrräder für Afrika“.
Weitere Informationen zur Arbeit des Agenda-Büros gibt es im Internet unter www.heidelberg.de, zum Verein FÖLT unter www.foelt.org .