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Pressedienst der Stadt Heidelberg vom 27. November 2008

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Erfolgreicher Einstieg in die Ausbildung mit dem Azubi-Fonds

Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner begrüßte 51 neue Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Ausbildungsprojekt der Heidelberger Dienste gGmbH

Vorübergehende Leistungsschwächen, schwache Schulabschlüsse oder Entwicklungsverzögerungen, Konflikte in der Schule oder im Elternhaus können die Suche nach einem Ausbildungsplatz erschweren. Durch die Bereitstellung zusätzlicher Ausbildungsplätze und eine enge persönliche Begleitung wird arbeitslosen jungen Menschen durch den Azubi-Fonds ermöglicht, einen qualifizierten Berufsabschluss zu erwerben und eine aktive Integration in die Gesellschaft zu erreichen.  

Der Azubi-Fonds ermöglicht durch die Bereitstellung zusätzlicher Ausbildungsplätze und eine enge persönliche Begleitung jungen arbeitslosen Menschen, einen qualifizierten Berufsabschluss zu erwerben und sich aktiv in die Gesellschaft zu integrieren. In diesem Jahr haben die Stadt Heidelberg 12 und das Jobcenter Heidelberg 39 zusätzliche Ausbildungsplätze finanziert. Somit begannen im September dieses Jahres 51 junge Menschen in Heidelberg eine Berufsausbildung.

Am Donnerstag, 27. November 2008, kamen die diesjährigen Teilnehmer des Azubi-Fonds im Spiegelsaal des Prinz Carl zur offiziellen Begrüßung zusammen. Nach einführenden Worten von Wolfgang Schütte, Geschäftsführer der Heidelberger Dienste gGmbH, überraschten zwei Schauspieler eines Improvisationstheaters die Azubis mit einem gestellten Interview: Sie gaben sich als Mitarbeiter des Regierungspräsidiums beziehungsweise als Geschäftsführer eines Ausbildungsbetriebs aus und behaupteten, dass Jugendliche mit schlechten Zeugnissen auch schlechte Leistungen im Betrieb bringen würden. Darauf reagierten einige Azubis mit Wortmeldungen. Sie betonten, dass auch Jugendliche aus einem schwächeren sozialen Umfeld oder mit schlechteren Zeugnissen gute Leistungen im Betrieb bringen können, wenn sie nur die Chance dazu bekommen und dass deshalb der Azubi-Fonds als sehr positiv zu bewerten sei.

Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner griff in seiner Rede diesen Aspekt auf und wies darauf hin, wie wichtig es sei, Jugendlichen eine „zweite Chance“ zu geben. Gerade Jugendliche mit Migrationshintergrund, der OB sprach von „Neu-Heidelbergern“, hätten oft Schwierigkeiten bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz. Außerdem fügte er hinzu, dass die 191 jungen Menschen, die seit 2002 am Azubi-Fonds teilgenommen hätten, ihre Chance alle gut genutzt hätten. Würzner wünschte allen viel Erfolg. Er hoffe, in zwei bis drei Jahren – je nach Art der Ausbildung – mit den Azubis ihren Abschluss feiern zu können.

Der Azubi-Fonds: Eine Chance für junge Arbeitslose seit 2002

Die Heidelberger Dienste gGmbH ist Träger des Azubi-Fonds. Im Zentrum der Initiative stehen junge Menschen, die aus unterschiedlichen Gründen bisher keinen Ausbildungsplatz finden konnten. Insbesondere für Jugendliche mit Migrationshintergrund stellen sich am Übergang von der Schule zum Beruf zahlreiche Hürden. Von den diesjährigen Plätzen im Azubi-Fonds wurden 28 an Auszubildende mit Migrationshintergrund vergeben.

Die Funktionsweise des Azubi-Fonds – Kooperation schafft Chancen

Drei Vertragspartner kommen beim Azubi-Fonds zusammen: der oder die Auszubildende, die Heidelberger Dienste und der Ausbildungsbetrieb. Zwischen den Heidelberger Diensten und der/dem Auszubildenden wird ein Ausbildungsvertrag geschlossen, die praktische Ausbildung erfolgt im jeweiligen Betrieb. Die Heidelberger Dienste übernehmen die Ausbildungsvergütung, Kosten für Nachhilfe und Prüfungsvorbereitungen sowie die Betreuung der Auszubildenden. Der Betrieb übernimmt den fachlichen Teil der Ausbildung und die Kosten für Lehrgänge, Prüfungen, Arbeitskleidung und sonstige Arbeitsmaterialien.

Angebotene Ausbildungsberufe 2008:

Bodenleger/in, Elektroniker/in, Friseur/in, Metallbauer/in, Florist/in, Drucker/in, Verkäufer/in, Koch/Köchin, Raumausstatter/in, Anlagenmechaniker/in, Maler und Lackierer/in, Anlagenmechaniker/in, Bürokauffrau/ -mann, KFZ-Mechatroniker/in, Kauffrau/ -mann im Einzelhandel, Fachangestellte(r) für Bürokommunikation, Gestalter/in für visuelles Marketing, Systemgastronom/in, Medizinische Fachangestellte(r), Restaurantfachfrau/-mann, Werkzeugmacher/in, Zahnmedizinische Fachangestellte(r), Fahrradmonteur/in, Tiermedizinische Fachangestellte(r), Sport- und Fitnesskaufmann/frau

Die kooperierenden Unternehmen sind:

Firma Huth Heidelberg, Haarstudio Gülcan Heidelberg, Blumen Exklusiv Sandhausen, Elektro Rzepka Heidelberg, Grosch Druckzentrum Eppelheim, GM Event Heidelberg, effata-Weltladen Heidelberg, Stadt Heidelberg, Galeria Kaufhof Hauptstraße und Bismarckplatz Heidelberg, Thomas Gernold und Kollegen Leimen, Tommy's-Friseur-Domus Heidelberg, Subway Heidelberg, Caruso Friseurteam Sandhausen, OMV Tankstelle Heidelberg, Autohaus Gehrig Dossenheim, Bauhaus Hornbach Heidelberg, Walter Krämer Haustechnik Heidelberg, Thomas Hoba – Malergeschäft Heidelberg, Sieber GmbH Walldorf, Dr. Heinz Thederan & Dr. Erika Schmitt Heidelberg, Bernd Heid und Kollegen Ludwigshafen, Dehner GmbH & Co. KG Heidelberg, Pick's raus Heidelberg, Rad Point Heidelberg, Vedes Family Store Heidelberg, Zahnarztpraxis Frau Dr. Ulrike Ruschel-Hoffmann Heidelberg, IFA Heidelberg Rhein-Neckar GmbH Heidelberg, Schlosserei Köhler Heidelberg, Kühn & Bertolini Heidelberg, Tierarztpraxis Isabel Höpfner, Heizungsinstallation Mühlbauer Leimen, Ganter Werkzeug- und Maschinenbau GmbH Walldorf, Frisörstudio Jasmin Heidelberg, Eisenwaren Schad Heidelberg, Kulturhaus Karlstorbahnhof e.V., Salon Algeier Heidelberg, René Engelhardt Heidelberg, La vie en Rose Heidelberg, Wohndesign - Cihan Yilmaz Mannheim, Mix Markt 56 OHG Leimen, Fleisch Kfz-Technik GmbH & Co KG Heideberg, Feinkost Sahin Heidelberg, Fitness- Point Heidelberg, Hugo Wine & Dine Heidelberg.


Europäisches Bürgerforum in Heidelberg

Noch bis Februar 2009 veranstalten die Bundesregierung, die EU-Kommission und das EU-Parlament Europäische Bürgerforen zum Thema „Die wirtschaftliche und soziale Zukunft Europas“. Ziel der Foren ist es, Europa vor Ort erfahrbar zu machen und einen Bezug zwischen Europa und der Lebenswirklichkeit der Menschen herzustellen. Heidelberg ist eine von neun ausgewählten deutschen Städten, in denen ein solches Forum durchgeführt wird. Im kommenden Jahr wird es am Freitag, 6. Februar, und Samstag, 7. Februar, stattfinden. In den nächsten Tagen erhalten dazu Bürgerinnen und Bürger Heidelbergs eine Einladung, an dem Europäischen Bürgerforum teilzunehmen.

Logo "Aktion Europa"



Bei diesen Foren, die von der Europäischen Akademie Berlin durchgeführt werden, erarbeiten Bürgerinnen und Bürger in Arbeitsgruppen zu den Themen „Sozialstandards“, „Migration und Chancengleichheit“ und „Klima und Umwelt“ eine gemeinsame Bürgererklärung. Diese soll dem Oberbürgermeister und anwesenden Bundes- und Landespolitikern überreicht und mit ihnen diskutiert werden.

Die Bürgerforen in Deutschland sind Teil eines deutschland- und europaweiten Bürgerbeteiligungsprozesses zur Zukunft Europas, der mehrere tausend Menschen einbinden und über begleitende Online-Prozesse europaweit miteinander vernetzen wird. Die Arbeitsergebnisse aus den deutschen Städten werden direkt in den europaweiten Dialogprozess einfließen.

Das Bürgerforum in Heidelberg wird das achte von neun Bürgerforen in Deutschland sein. Das letzte Bürgerforum findet Ende Februar in Berlin statt. Weitere Informationen zu den Europäischen Bürgerforen gibt es im Internet unter www.buergerforen.de .



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