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Pressedienst der Stadt Heidelberg vom 8. April 2009

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Heidelbergs Oberbürgermeister zu Besuch in der Partnerstadt Kumamoto

Seit 1992 besteht eine Städtepartnerschaft Heidelbergs mit Kumamoto in Japan. Trotz der Entfernung gibt es einen regelmäßigen Austausch auf verschiedenen Ebenen zwischen beiden Städten. Ende März weilte eine Delegation mit Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner an der Spitze in Kumamoto.

In Japan ist dies die Zeit der Kirschblüte, die dort als Symbol von Aufbruch und Vergänglichkeit gefeiert wird. Die Heidelberger, unter ihnen Stadträte, Mediziner, Wirtschaftsvertreter, Sportler und Presse, durften an dem Fest „Hanami“ teilnehmen, mit dem man alljährlich die Frühlingszeit einläutet. Angesichts der überbordenden Blütenpracht kam bei Stadträten und OB der Gedanke auf, ob nicht der Eingang zum neuen Stadtteil Bahnstadt mit einem japanischen Tor und einer Kirschbaumallee geschmückt werden könnte.

Beeindruckend empfanden die Gäste auch die unzähligen Laternen auf den Treppen zum Tempel Honmyo-ji, die zum Kirschblütenfest angezündet wurden. Dr. Eckart Würzner und sein Amtskollege Seishi Kouyama eröffneten das Fest, bei dem man auf einem Zettel einen Wunsch im Tempel hinterlegen darf. Der OB wünschte sich „Frieden zwischen den Völkern“, gab es doch aktuell große Sorge um einen Raketenabschuss in Nordkorea, von dem sich ganz Japan bedroht fühlte.

Ansonsten bestimmten Sitzungen, Vorträge, Beratungen über gemeinsame Projekte und den Ausbau der Partnerschaft den Besuch in Kumamoto. In einem Vortrag vor dem Stadtrat von Kumamoto lenkte der Oberbürgermeister den Blick auf das neue, innovative Heidelberg. Er warb für die Zusammenarbeit mit dem Wissenschaftsstandort Heidelberg mit seiner Universität, den führenden Forschungsinstituten, dem Technologiepark und den vom Bundesministerium für Bildung und Forschung mit 80 Millionen Euro unterstützten Spitzenclustern „Forum Organic Electronics in der Metropolregion Rhein-Neckar“ und „Zellbasierte und Molekulare Medizin“. Heidelberg sei heute nicht mehr nur der weltweit bekannte romantische Ort, sondern habe sich zu einem international herausragenden Zentrum für Wissenschaft und Forschung entwickelt, so der Oberbürgermeister.

Ebenfalls zu dieser Zeit hielten sich fünf Mediziner und Pflegepersonal aus Heidelberger Unikliniken in Kumamoto auf, die sich über die medizinische Versorgung, die Pflege und die Krankenhaustechnik vor Ort informierten. Seit Anfang der 90er Jahre gibt es den medizinischen Austausch zwischen dem Uniklinikum und dem städtischen Krankenhaus in Kumamoto. Organisiert wird dieser von Prof. Dr. Hans-Günther Sonntag, der auch Gemeinderat ist. Im Juni kommen dann die Japaner nach Heidelberg, um sich hier über die medizinische Versorgung an den Kliniken zu informieren. Die weitere Kooperation mit dem Klinikum der Universität Kumamoto ist soweit gediehen, dass bereits der zweite Arzt aus Kumamoto für ein Jahr in Heidelberg in der Chirurgie arbeitet.

Schon zum siebten Mal besucht Gerhard Schäfer, Vorsitzender des Sportkreises Heidelberg Kumamoto. Er besprach mit seinen japanischen Partnern die nächsten gemeinsamen Aktivitäten im Sport. So gibt es seit 20 Jahren einen Austausch zwischen jugendlichen Sportgruppen, die der Stadtjugendring organisiert. Die Jugendlichen machen gemeinsam Sport und nehmen an einem abwechslungsreichen Programm teil, das ihnen das jeweilige Gastland näher bringt. Untergebracht sind sie in Familien. Vereinbart wurde, dass zu einem Symposion zu Sport in verschiedenen Altersstufen im Jahr 2010 auch Fachleute aus Kumamoto eingeladen werden.

Wie gut es den jungen Japanern in Heidelberg gefällt, betonten drei ehemalige Teilnehmerinnen der Summer Science School Heidelberg. Diese wird alljährlich von der Stadt Heidelberg gemeinsam mit in der Stadt ansässigen wissenschaftlichen Instituten organisiert. Vier Wochen lang beteiligen sich Abiturienten aus den Partnerstädten an Forschungsprojekten hier. Die Japanerinnen erzählten bei einem gemeinsamen Abendessen von Delegation und Gastgebern begeistert von ihrem Aufenthalt in Heidelberg und bedankten sich bei der Partnerstadt für einen unvergesslichen Aufenthalt. 

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