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Pressedienst der Stadt Heidelberg vom 20. April 2009

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Fotos zur Aktion „Osterschmuck für Einzelhändler“

In Zusammenarbeit mit Heidelberger Kindertagesstätten und Einzelhändlern in den Seitenstraßen der Innenstadt hatte das Amt für Wirtschaftsförderung und Beschäftigung der Stadt Heidelberg die Aktion „Osterschmuck für Einzelhändler“ durchgeführt. Dabei hatten über 200 Kinder aus Heidelberger Kitas rund 500 Ostereier bemalt und gebastelt, mit denen die Schaufenster der beteiligten Geschäfte dekoriert worden waren. Wer es verpasst hat, die Schaufenster bei einem Bummel zu besichtigen, kann sich Fotos der dekorierten Schaufenster noch bis Freitag, 24. April 2009, im zweiten Stock des Rathauses zu den üblichen Öffnungszeiten anzuschauen.


Bundesverdienstkreuz für Dr. Jobst Deubner

Der Bundespräsident hat Dr. Jobst Deubner das Verdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland verliehen und damit sein herausragendes ehrenamtliches Engagement gewürdigt. Die Ordensinsignien wurden ihm am Montag, 20. April 2009, von Erstem Bürgermeister Bernd Stadel zusammen mit Staatssekretär Georg Wacker im Rahmen eines Empfangs im Spiegelsaal überreicht.

Jobst Deubner, 1937 in Nigeria geboren, unterrichtete nach seinem Studium ab 1970 zunächst am Helmholtz-Gymnasium in Heidelberg. Er promovierte in Astrophysik und unterbrach dafür seine Lehrtätigkeit. Von 1976 bis 1977 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter und Betriebsrat am Max-Planck-Institut für Kernphysik in Heidelberg. 1977 wurde er zum Studienrat ernannt und nahm seine Lehrtätigkeit am Helmholtz-Gymnasium wieder auf. Heute lebt der Vater von zwei Kindern in Gaiberg.

Anfang der 80er Jahre entstand auf Deubners Initiative das „Astronomische Lehrzentrum“(ALZ) am Heidelberger Helmholtz-Gymnasium. In Kooperation mit dem Max-Planck Institut für Kernphysik wurden unter seiner Federführung im Laufe der Jahre aufwändige und seltene Demonstrationsgeräte gebaut, so das „Foucault-Pendel“, das zu den acht größten der Welt gehört und mit seiner Pendelschwungmasse von 278 kg einzigartig ist. Ebenso einmalig ist die „Heidelberger Äquitationsuhr“, eine vielfältig einsetzbare sehr seltene Weltzeituhr. Außerdem entstanden eine Teleskopstation mit Kuppelbau und ein kleines Planetarium.

Das ALZ wird von Schülern und Gästen aus dem In- und Ausland besucht. Es finden hier Lehrerfortbildungen statt, und auch die von Deubner betreuten Volkshochschulkurse kommen regelmäßig in den Räumlichkeiten zusammen. Das ALZ konnte nur dank des größtenteils ehrenamtlichen Engagements und den guten Kontakten Deubners zum Max-Planck-Institut für Kernphysik aufgebaut, erhalten und erweitert werden. 2002, mit dem Ausscheiden aus dem aktiven Schuldienst, übergab Deubner seine Nachfolge beim ALZ an Oberstudienrat Siegfried Zedler.

Seit Anfang der 80er Jahre betreut Jobst Deubner Kurse für Astronomie an der Heidelberger Volkshochschule und unterrichtet dort am Abendgymnasium Mathematik. Auch führt Deubner ehrenamtlich fachliche Exkursionen durch und organisiert Besuche von Vorträgen und Ausstellungen.

Seine vielfältige ehrenamtliche Tätigkeit ergänzt Deubner mit Vorträgen über seine Bergsteiger-Exkursionen in die Anden Perus, wo er die astronomisch weit fortgeschrittenen Hochkulturen Mittel- und Südamerikas studiert. Zudem leitet er astronomische Beobachtungsabende im Odenwald, hält Vorträge im Planetarium Mannheim oder im Landesmuseum für Technik und Arbeit und bringt auf diese Weise vielen Bürgerinnen und Bürgern die Astronomie näher.

Auch nach dem Ende seines aktiven Schuldienstes ist der mittlerweile 70-Jährige sehr aktiv: Er unterrichtet weiterhin Mathematik am Abendgymnasium der Volkshochschule und gibt an der Volkshochschule Grund- und Aufbaukurse in Astronomie. Damit verbundene Exkursionen und Museumsbesuche setzt er weiterhin fort und führt ehrenamtlich durch „sein“ ALZ am Helmholtz-Gymnasium.

Dieses vielfältige Wirken über mehr als 30 Jahre hinweg ist eine Lebensleistung, die weit über das übliche Maß der ehrenamtlichen Tätigkeit hinausgeht. „Dr. Jobst Deubner hat sich damit bleibende Verdienste nicht nur bei seinen Schülern, sondern an der gesamten Gesellschaft erworben. Sein unermüdliches Engagement, Wissenschaft auch für Laien zugänglich zu machen, ist ein einzigartiges Beispiel an gemeinnützigem Handeln“, heißt es in der Vorschlagsbegründung für das Bundesverdienstkreuz.


Familienoffensive Heidelberg: Ab Mai sinken die Elternbeiträge für Kleinkindbetreuung

Stadt Heidelberg verdoppelt die Zuschüsse an freie Träger – Elternbeiträge sinken um durchschnittlich 32 Prozent

Die Stadt Heidelberg hat rückwirkend zum 1. Januar 2009 ihre Förderung von Kinderkrippen überarbeitet und dabei deutlich verbessert. Dadurch sinken die Elternbeiträge für Krippenplätze bei fast allen freien Trägern. Bei der Stadt und einigen anderen Trägern sind die Beiträge im Vergleich so niedrig, dass eine weitere Preissenkung nicht möglich ist.

Hintergrund ist die Änderung des Kindertagesbetreuungsgesetzes des Landes Baden-Württemberg (KiTaG) von Februar 2009. Mit dieser Änderung hat das Land zugleich die Kommunalisierung der Kleinkindbetreuung verfügt. Diese gilt bereits seit 2004 für die größeren Kinder von drei bis sechs Jahren. Damit sind die Kommunen nun allein und umfassend für die Förderung von Kindertageseinrichtungen zuständig und verantwortlich.

Finanzielle Auswirkungen für die Stadtverwaltung

Schon jetzt unterhält die Stadt Heidelberg 1100 Krippenplätze – 900 Plätze bei freien Trägern, 200 in städtischen Einrichtungen – für rund 3600 Kleinkinder. Oder anders ausgedrückt: 35 Prozent aller Kinder unter drei Jahren können in Heidelberg einen Krippenplatz haben. Damit ist Heidelberg die Nr.1 in Baden-Württemberg und erfüllt schon jetzt die bundesgesetzliche Zielvorgabe für 2013, jedem dritten Kind unter drei Jahren einen Betreuungsplatz bereitzustellen.

Die Gesetzesänderung beinhaltet, dass alle Betreuungsplätze für Kleinkinder zukünftig mit 68 Prozent bezuschusst werden müssen. Bislang lag der Zuschuss von Stadt und Land zusammen zwischen 30 und 40 Prozent. Für die Stadt Heidelberg bedeutet dies aufgrund der vielen angebotenen Plätze einen hohen finanziellen Einsatz.

Die städtischen Aufwendungen für die Krippenförderung bei freien Trägern liegen 2009 bei 4,2 Millionen Euro. Hinzu kommt der Aufwand für die 200 städtischen Krippenplätze von etwa 2,2 Millionen Euro. Trotz einer Erhöhung des Landeszuschusses durch Gelder aus Berlin bleibt der Stadt Heidelberg eine Steigerung des Aufwands von jährlich rund 700.000 Euro.

Finanzielle Auswirkungen für Eltern

Die Verwaltung hat in vielen Gesprächen mit den freien Trägern das klare Ziel formuliert, dass der erhöhte Zuschuss zu deutlich sinkenden Elternbeiträgen führen soll. Erfreulicherweise kann dies großenteils umgesetzt werden. Fast alle Träger senken ihre Elternbeiträge zum 1. Mai, spätestens zum 1. Juni um durchschnittlich 32 Prozent. Damit werden über 80 Prozent aller Krippenplätze günstiger, fast 60 Prozent haben zudem eine Beitragsstaffelung nach Einkommensstufen.

Manche Träger, deren Elternbeiträge bereits sehr niedrig waren und die bereits eine Preisstaffelung nach Einkommen anbieten, werden den erhöhten Zuschuss für eine verbesserte Personalausstattung und -bezahlung verwenden. Im Zuge der neuen Krippenförderung wird auch das Gutscheinmodell, das seit 2007 in Kraft ist, überarbeitet und mit Beginn des neuen Kindergartenjahres zum 1. September umgestellt.

OB Dr. Eckart Würzner: „Viele Eltern, denen bislang ein Krippenplatz zu teuer war, werden sich aufgrund der neuen Beitragsstruktur eine Kleinkindbetreuung leisten können. Daher rechnen wir mit steigender Nachfrage, der wir im Rahmen unserer Familienoffensive mit einem Ausbau der Krippenplätze begegnen werden – eng verbunden mit einer konsequenten Qualitätsentwicklung. Mit einem erhöhten Sachkostenzuschuss ab der siebten Betreuungsstunde unterstützen wir besonders die ganztägige Betreuung. Außerdem wollen wir integrative Angebote in Krippen und Kindergärten künftig stärker fördern.“

Sobald alle Träger ihre Elternbeiträge endgültig festgelegt haben, wird die Stadt Heidelberg im Internet unter www.heidelberg.de/kinder alle Krippen-Einrichtungen und ihre Elternbeiträge veröffentlichen. So können eine bessere Transparenz und Vergleichbarkeit der Einrichtungen gewährleistet werden.



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