Abfall-Aktion auf der Neckarwiese: "Ich hab mein' Müll in Heidelberg verloren"
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Mit der Beliebtheit der Neckarwiese bei Erholungssuchenden ist in den vergangenen Jahren auch die Müllproblematik gestiegen. Um den Nutzerinnen und Nutzern einmal vor Augen zu führen, wie viel Abfall täglich auf der Wiese zurückbleibt, ist der Müll vom Freitag und Samstag, 26. und 27. Juni 2009, zwischen der Theodor-Heuss-Brücke (Neuenheimer Seite) und der DLRG-Station liegengelassen worden.
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Über die Ziele der Aktion informierten bei einem Pressetermin am Sonntag, 28. Juni, Bürgermeister Wolfgang Erichson, Vertreter des städtischen Amtes für Abfallwirtschaft und Stadtreinigung, des städtischen Landschafts- und Forstamtes und der Heidelberger Dienste gGmbH sowie Vertreter des Stadtteilvereins Neuenheim, des Bezirksbeirates Neuenheim und des Gesprächskreises Neuenheim. Bereits am Samstag, 27. Juni, hatten Mitglieder des Stadtteilvereins Neuenheim und Anwohner die Neckarwiesen-Besucher/innen mit Handzetteln und Stellwänden auf die problematische Wegwerf-Mentalität vieler Neckarwiesen-Nutzer und die damit einhergehende zunehmende Verschmutzung aufmerksam gemacht. „Ich hab meinen Müll in Heidelberg verloren“, war auf einem Transparent zu lesen.
Die meisten Besucher hätten mit Verständnis reagiert, berichteten die Akteure. Bürgermeister Wolfgang Erichson bedankte sich für das vorbildliche Engagement der Neuenheimer, das hoffentlich zum Umdenken vieler Abfall-Verursacher beitrage.
Die Aktion ist bis Sonntagabend fortgesetzt worden. Am Montag gab es dann den umfassenden Abfall-Abtransport durch die Heidelberger Dienste. Am Wochenende waren lediglich die Abfallkörbe geleert und aus Sicherheitsgründen Glasscherben aufgesammelt worden.
Ziel der Aktion ist es, den Besucherinnen und Besuchern des Neckarvorlandes die Folgen ihres Verhaltens deutlich zu machen. Die Stadt appelliert an die Menschen, ihren Müll künftig in den zahlreich vorhandenen Abfalleimern zu entsorgen oder – noch besser – ihn wieder mitzunehmen.
Die Neckarwiese ist mit rund fünf Hektar die größte Grünfläche im Heidelberger Stadtgebiet. Sie ist in den vergangenen Jahren für alle, die gerne spielen, spazieren, sich sonnen und vergnügen wollen zu einem attraktiven Anlaufpunkt geworden – auch über die Grenzen Heidelbergs hinaus. Dies führt leider dazu, dass insbesondere der Bereich zwischen der Theodor-Heuss-Brücke und der DLRG-Station nach einem lauen Sommerabend – nicht nur zum Ärger der Anwohner/innen – oftmals wie eine Müllhalde aussieht. Weggeworfene Abfälle, kaputte Flaschen, Essensreste und vieles andere werden einfach liegen gelassen.
Um das Müllproblem in den Griff zu bekommen, hat die Stadt Heidelberg unter anderem bereits die Grillbereiche begrenzt, die Kontrollen durch den kommunalen Ordnungsdienst verstärkt und 14 zusätzliche Mülltonnen aufstellen lassen. Das gesamte Areal wird mittlerweile täglich, auch an Sonn- und Feiertagen, von sechs bis acht Mitarbeiter/innen der Heidelberger Dienste gGmbH gereinigt. Zwei bis vier Stunden, nach größeren Veranstaltungen sogar noch länger, klauben sie Glasscherben und Zigarettenkippen aus dem Gras, sammeln Verpackungen ein und kehren Unrat und Dreck zusammen. Nur so kann gewährleistet werden, dass ab etwa 10 Uhr morgens die Wiesen und Wege für den nächsten „Ansturm“ bereit sind. Insbesondere die allabendlich Feiernden, die den Großteil des Abfalls zurücklassen, bekommen gar nicht mit, in welchem Ausmaß die Wiese am nächsten Morgen verschmutzt ist und wie zeitaufwändig und mühsam es ist, die täglich liegengelassenen Abfallmengen zu entfernen. All dies macht es dringend notwendig, hier aktiv zu werden.