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Pressedienst der Stadt Heidelberg vom 20. Oktober 2009

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Stadtbücherei ist für die Zukunft gerüstet

Acht Monate lang, von Januar bis August, ist die Stadtbücherei in der Poststraße 15, umgebaut und rundum modernisiert worden. Knapp 1,9 Millionen Euro hat die Stadt in das Haus investiert, in dem jährlich rund 600.000 Kundinnen und Kunden ein- und ausgehen. Wegen des großen Kundeninteresses wurde die Stadtbücherei bereits im Juni in Teilbereichen wiedereröffnet. Am 20. Oktober 2009 übergab Erster Bürgermeister Bernd Stadel den Schlüssel offiziell wieder an das Büchereiteam. Bei der Einweihung lobte Stadel, dass der „spezielle architektonische Charakter des preisgekrönten Hauses nicht beeinträchtigt, sondern behutsam weiterentwickelt und auf heutige Nutzungsansprüche hin ausgerichtet wurde“.

Neben der technischen Instandsetzung des 1966 erbauten und 1989 letztmals erweiterten Hauses stand bei der Sanierung die Umsetzung der Ergebnisse des Zukunftssymposiums aus dem Jubiläumsjahr 2006 im Vordergrund. Experten aus dem öffentlichen Leben und dem Kultur- und Bibliotheksbereich hatten seinerzeit Zukunftsvisionen für die Stadtbücherei erarbeitet.

Neu in der sanierten Stadtbücherei sind:

  • Kapitel 12
    In der Nähe der Jugendbibliothek wurde ein eigener Bereich „Kapitel 12“ für die jungen Leser/innen ab zwölf Jahren mit besonderen Medienangeboten eingerichtet, der die gewünschten Rückzugsmöglichkeiten bietet.
     
  • Lese- und Arbeitszonen
    Der Wunsch nach ruhigen Lese- und Arbeitsbereichen ist erfüllt worden. Der Zeitungslesebereich neben dem Café ist jetzt als neue ruhige Lesezone ausgestattet werden. Eine gläserne Wand trennt die Lesezone vom übrigen Bibliotheksbereich.
     
  • Transparenz und Übersicht
    Vor allem Wunsch der älteren Kunden war, dass die Stadtbücherei ihre 150.000 Medien in der Hauptstelle übersichtlicher präsentiert und die Beleuchtung verbessert. CDs und DVDs werden jetzt separat angeboten, die übrigen Medien übersichtlicher präsentiert. Die Trennung von Präsenz- und Ausleihbereich ermöglicht eine nutzerorientierte und übersichtliche Anordnung der Regale.
     
  • Attraktiver Eingang
    Als attraktive Visitenkarte der Stadtbibliothek präsentiert sich der neugestaltete Eingangsbereich. Plakatwände wurden entfernt, der betonanstrich aufgehellt, die Überdachung mit neuer Metallpaneeldecke und starker Beleuchtung ausgestattet – für Sehbehinderte ein großes Plus.
     
  • Technisch auf dem Stand der Zeit:
    Hilde-Domin-Saal Optisch und technisch erneuert präsentiert sich der wichtigste Veranstaltungsraum der Stadtbücherei: der Hilde-Domin-Saal. Neben dem Austausch des dunklen Teppichbodens wurde das Bühnenpodest samt Unterkonstruktion erneuert. Die elektrischen Installationen und im Bühnenbereich wurden überarbeitet. 
     
  • Treppe und Teppich
    Die optisch markanteste Veränderung findet sich im Haupt-Ausleihbereich der Stadtbücherei: Der komplette Bodenbelag wurde ausgetauscht, ein oranger Nadelfilz-Teppichboden verlegt, der das neue Gesicht der Stadtbücherei prägt. Die Verlegung der Treppe schafft Raum im Erdgeschoss. Als große markante Stahlplastik teilt sie den Ausleih- und Präsenzbestand.
     
  • Brand- und Klimaschutz
    Auf den neuesten Stand gebracht wurde der Brandschutz. Außerdem verbessert die Stadtbücherei dank energiesparender Beleuchtung im gesamten Erdgeschoss und großen Teilen des Obergeschosses ihre Klimaschutzbilanz erheblich.

Für die Sanierung, die federführend vom städtischen Gebäudemanagement koordiniert wurde, musste der gesamte Büchereibetrieb in Container ausgelagert und die Medienbestände geräumt werden. Für Bücherei-Direktorin Ingrid Kohlmeyer und ihr Team nicht nur Belastung, sondern zugleich Herausforderung: „Leihen Sie aus, so viel Sie tragen können“, gab die Stadtbücherei kurzerhand als Devise aus und die Heidelberger strömten: Von den 150.000 Medien der Hauptstelle wurden 120.000 ausgeliehen und während der Umbauzeit in „Privatbibliotheken“ gehütet. Ein Ausleihrekord, der Stadtgeschichte schrieb.


Theatersanierung: Der Bauzaun steht – und wird bald bunter!

Rund 150 Meter Zaun umhüllen künftig die prominenteste Großbaustelle der Altstadt. Mit dem Bauzaun rund um die Gebäude der Städtischen Bühne in der Theaterstraße ist die Baustelle nun bereit für den weiteren Abbruch der alten Werkstatt und des Bühnenturms, der voraussichtlich in der zweiten Novemberwoche stattfinden wird. Damit es kein trister Holzzaun bleibt, werden Pädagogen des Theaters die Idee von Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner aufgreifen und den Zaun mit Schülern der benachbarten Schulen phantasievoll gestalten - und damit der Baustelle ein Gesicht geben.

Mit der Schließung des Bauzauns in dieser Woche wird die Theaterstraße für Autofahrer von beiden Seiten zur Sackgasse. Fußgänger und Radfahrer kommen freilich mit einem kleinen Umweg um den Theaterplatz, vorbei an der Rückseite des Harmonie-Kino-Centers, nach wie vor von der Plöck in die Hauptstraße und umgekehrt. Der Fußweg wird nachts auch beleuchtet.

Um die Sicherheit für die Schulkinder in der Theaterstraße zu erhöhen, sollen schon bald Schiebetore an die bislang noch freien Ausfahrten der Holzeinzäunung angebracht werden.

Wegen mangelnder Standfestigkeit müssen zwei Bäume auf dem Theatergrundstück gefällt werden. Selbstverständlich wird es nach Abschluss der Sanierung Ersatzpflanzungen geben.

Wenn bis Anfang Dezember das Abbruchmaterial von der Theaterbaustelle wegtransportiert ist, soll laut Plan mit den Erdarbeiten begonnen werden. Parallel wird die Bohrpfahlwand, eine Baugrubenwand aus runden Betonpfählen, errichtet.

Die Theatersanierung wird von der Gesellschaft für Grund- und Hausbesitz (GGH) im Auftrag der Theater- und Orchesterstiftung durchgeführt.

Als Ansprechpartner für betroffene Anwohner/-innen sowie interessierte Bürger/-innen steht montags und mittwochs von 14 bis 16 Uhr der Baustellenbeauftragte Kurt Cerdini für Fragen, Anregungen und Beschwerden unter Telefon 06221 58-35555, E-Mail: kurt.cerdini@heidelberg.de  zur Verfügung.



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