HCI: Matthias Borst, Ulrich Jonas und Prof. Dr. Stefan Meuer als neue Mitglieder aufgenommen
Chapter-Meeting des HCI im Heidelberg Center for American Studies mit einer Buchpräsentation von Dr. Katja Nagel zum Thema „Die Provinz in Bewegung, Studentenunruhen in Heidelberg 1967-1973“
Der Heidelberg Club International (HCI) hat drei neue Mitglieder: Matthias Borst, Geschäftsführer von Becton Dickinson GmbH (BD) für Deutschland, Schweiz und Öster-reich, Ulrich Jonas, Leiter des Amts für Wirtschaft und Beschäftigung der Stadt Heidelberg, und Prof. Dr.med Stefan Meuer, geschäftsführender Direktor des Instituts für Immunologie und Vorsitzender der BioRegion Rhein-Neckar-Dreieck. Als HCI-Präsident überreichte ihnen der Oberbürgermeister der Stadt Heidelberg Dr. Eckart Würzner das Mitgliedszertifikat im Rahmen des Chapter-Meetings am 9. November. Auf Einladung von Prof. Dr. Dr. h.c. Detlef Junker, Gründungsdirektor des Heidelberg Center for American Studies (HCA), fand es in den Räumen des Curt und Heidemarie Engelhorn Palais statt. Zu Gast war Dr. Katja Nagel, die ihre Promotion „Die Provinz in Bewegung, Studentenunruhen in Heidelberg 1967-1973“ vorstellte.
Matthias Borst wechselte 2002 zu BD, zuerst als Marketing Manager. Seit 2004 ist er Geschäftsführer. Borst freute sich sehr über seine Mitgliedschaft beim HCI, „zumal sich ganz aktuell Becton Dickinson mit der Entscheidung, den Standort Heidelberg auszubauen, zur Region bekannt habe“, sagte er.„Mit verschiedenen Firmen, deren Geschäftsführer ebenfalls Mitglieder im HCI sind, entstanden jüngst enge Kooperationen, wie zum Beispiel mit European Molecular Biology Laboratory (EMBL)“, erklärte Borst und ergänzte: „Es freut mich sehr, über den HCI weitere Kooperationspartner in der Region kennenzulernen.“
„Heidelberg ist eine tolle Stadt. Wenn ich über die Alte Brücke laufe, halte ich inne, um den wunderschönen Anblick der Stadtkulisse zu genießen. Ich kann es immer noch kaum fassen, dass ich für Heidelberg tätig sein darf“, sagte Ulrich Jonas. Er wies ausdrücklich darauf hin, dass er als Leiter des Amts für Wirtschaftsförderung vor allem die Unterstützung der kleinen Unternehmen als seine Aufgabe ansehe. „90 Prozent aller Unternehmen haben bis zu zehn Mitarbeiter und brauchen Förderung und Unterstützung durch die Stadt. Das ist eine Arbeit im Kleinen mit großer Wirkung“, erklärte er.
Prof. Dr. Stefan Meuer hat Oberbürgermeister Dr. Würzner auf einer Reise in die USA begleitet. Dort erhielt er einen Einblick in die internationalen Aktivitäten der Stadt Heidelberg. „Mir ist klar geworden, dass es uneingeschränkt gut für unsere Stadt ist, derartige Aktivitäten zu pflegen und weiter auszubauen. Zudem freue er sich, dass er mit dem Sektor Biotechnologie einen wertvollen persönlichen Beitrag dazu leisten könne und sei gespannt auf die vielen persönlichen Begegnungen im HCI.
In seinem Vortrag über Heidelberg von 1967 bis 1973 berichtete Dr. Würzner über damalige Stadtentwicklungsprojekte und schlug immer wieder eine Brücke zum heutigen Heidelberg. „Waren in den sechziger Jahren der Umbau der Alten Brücke und der Bau des Schlossbergtunnels Themen, so setzen wir uns heute mit der Stadt an den Fluss auseinander“, erklärte er. „Dieses Projekt ist eine einmalige Gelegenheit, Heidelberg vom Durchgangsverkehr zu entlasten und die Lebensqualität in der Altstadt zu erhöhen“, sagte der Oberbürgermeister. Zudem würdigte er die zukunftsweisenden Entscheidungen der sechziger Jahre, Heidelberg zu einer Stadt der Wissenschaft zu machen. Damals wurde das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) mit Gesamtkosten von 150 Millionen Mark gebaut und das Neuenheimer Feld als Wissenschaftsschmiede entwickelt. „Diesen Stadtentwicklungsprojekten verdankt es Heidelberg, dass es heute in Zeiten der Wirtschafts- und Finanzkrise hervorragend aufgestellt ist und die Anforderungen der Gegenwart gut meistern kann“, betonte Dr. Würzner.
Prof. Junker stellte anschließend das Heidelberg Center for American Studies (HCA) vor. Das HCA bietet im Rahmen seines Magisterprogramms die Möglichkeit, sich in drei Semestern intensiv mit den USA und den transatlantischen Beziehungen zu beschäftigen und zu promovieren.
Dr. Katja Nagel, war an diesem Abend zu Gast und stellte ihre Dissertation mit dem Thema „Die Provinz in Bewegung, Studentenunruhen in Heidelberg 1967-1973“ vor. Prof. Junker betreute ihre Dissertation als Doktorvater. Das Buch wurde 2008 in die Buchreihe der Stadt Heidelberg aufgenommen. Ihre umfangreichen Recherchen bezogen sich auf vier Schauplätze, den Kampf um die Straße, den Kampf vor Gericht, den Kampf um den Hörsaal und die Kontroversen im Stuttgarter Landtag und der Landesregierung. Viele der anwesenden HCI-Mitglieder hatten diese Zeiten in Heidelberg persönlich miterlebt, sie berichteten in der anschließenden Diskussion über ihre Erlebnisse.
Zum HCI
Der Heidelberg Club International wurde im Jahr 1976 in New York gegründet, hat inzwischen elf Niederlassungen weltweit und mehr als 360 aktive Mitglieder. Der Club hat sich zu einem bedeutenden Netzwerk herausragender Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Wirtschaft, Kultur und Politik entwickelt, die als Botschafter Heidelbergs in der ganzen Welt fungieren. Die stetige Pflege internationaler Freundschaften ist die Basis des Netzwerkes und besonders wichtig für länderübergreifende Kooperationen und innovative Aktivitäten. Als Präsident des HCI ist es Heidelbergs Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner ein besonderes Anliegen, die Clubaktivitäten und -interessen nicht allein auf Heidelberg zu beschränken, sondern auch auf die Metropolregion Rhein-Neckar auszuweiten. Die Metropolregion gehört zu den wichtigsten Wirtschaftsstandorten Deutschlands, sie ist Entscheidungszentrum bedeutender internationaler Konzerne, welche die Potenziale der Region nutzen und in besonderem Maße zur Stärkung des Wirtschafts-standortes der Region beitragen. Alle drei Jahre treffen sich die HCI-Mitglieder zu ihrer Jahrestagung in Heidelberg, zuletzt im September 2008.
Zum Awardprogramm
Seit 1987 verleiht der HCI den „Mark Twain Travel Journalism Award“ an Journalisten für ihre Berichterstattung über die Stadt Heidelberg. 1995 wurde der HCI-Umweltpreis initiiert, der für besondere Verdienste auf dem Gebiet des Umweltschutzes und der nachhaltigen Entwicklung vergeben wird. Seit 2003 wird der „Award for Significant Contributions to the Field of Gerontology” vergeben. Mit diesem Preis würdigt der HCI Projekte und Einrichtungen, die sich auf dem Gebiet der Alterswissenschaften hervorgetan haben, insbesondere im Hinblick auf die wirtschaftlichen und sozialen Folgen des demografischen Wandels.
Kontakt
Heidelberg Club International
c/o Referat des Oberbürgermeisters der Stadt Heidelberg, Rathaus, Marktplatz 10, 69117 Heidelberg
Telefon: 06221 58-10400 / -10083
E-Mail: hci@heidelberg.de
www.hcionline.de
Bauarbeiten in der Fabrikstraße in Rohrbach
In der Fabrikstraße wird zwischen der Sickingenstraße und dem Lindenweg die Fahrbahn saniert. Parallel dazu wird eine Seite des Gehwegs zwischen Felix-Wankel-Straße und Lindenweg neu hergestellt. Die Fußgänger werden in der Zeit der Bauarbeiten auf die andere Gehwegseite geführt. Der Zugang zu den Häusern ist jederzeit möglich. Die Sanierung beginnt am 30. November und endet voraussichtlich am 11. Dezember. Der Verkehr läuft als Einbahnregelung von Nord nach Süd. Von Süden nach Norden ist eine Umleitung eingerichtet. In beiden Fahrtrichtungen sind Ersatzbushaltestellen eingerichtet.
„Metamorphosis“ im Zwinger 1
Das Haus der Jugend der Stadt Heidelberg ist zu Gast im Zwinger 1: Am Mittwoch, 2. Dezember, um 20 Uhr, zeigt die Theatergruppe „RAMPIG“ dort ihr Projekt „Metamorphosis“ frei nach Franz Kafkas „Die Verwandlung“. Die Zuschauer erwartet eine Collage aus Textfragmenten, Rauminstallation, Tanzperformance und Kunstausstellung. Karten unter Telefon 06221 58-20000.