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Pressedienst der Stadt Heidelberg vom 3. März 2010

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Ein Jahr Mittelstandsoffensive – Engagement in Heidelberg für kleine Firmen

Eine erste sehr positive Zwischenbilanz zogen die Projektpartner des Beratungsnetzwerkes „Mittelstandsoffensive“ bei ihrem ersten Treffen in diesem Jahr in der Hauptgeschäftsstelle der Sparkasse Heidelberg. Der neue Mittelstandslotse Andreas Hilprecht (28) stellte sich als Nachfolger von Tobias Menzer vor, der zum 1. Februar 2010 die Geschäftsführung der Kreishandwerkerschaft übernahm. Die wissenschaftliche Begleitung durch die SRH Hochschule wurde präsentiert und nicht zuletzt ging es um die Fortsetzung des erfolgreichen Projekts.

Blicken positiv in die Zukunft: Die Partner der Mittelstandsoffensive nach dem Treffen in der Sparkasse (Foto: Rothe)

Unmittelbar im Anschluss an das Treffen stellten Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner und die Mitglieder des Netzwerks Mittelstandsoffensive die Ergebnisse des Projektpartnertreffens in einem Pressegespräch vor.

„In nur einem Jahr hat sich die Mittelstandsoffensive zu einem echten Erfolgsmodell entwickelt, das den Wirtschaftsstandort Heidelberg stärkt und Arbeitsplätze nachweislich sichert“, so der Oberbürgermeister. Seit Projektbeginn im April 2009 wurden insgesamt 23 Unternehmen im Netzwerk betreut. Davon konnten allein sechs Unternehmen vor der Insolvenz bewahrt und damit über 30 Arbeitsplätze erhalten werden.

Alle Projektpartner stellen die Weichen auf Zukunft: Einstimmig beschlossen sie, das erfolgreiche Projekt über das Jahr 2010 hinaus weiterzuführen und strategisch auszubauen. Ursprünglich war die Mittelstandsoffensive als Pilotprojekt bis Ende des Jahres geplant. „Wir werden zielgerichtet neue Partner ansprechen, die uns früher mit Unternehmen in Kontakt kommen lassen, um noch besser helfen zu können“, so Ulrich Jonas, Leiter des städtischen Amtes für Wirtschaftsförderung und Beschäftigung.

Die Gründe für die wirtschaftlichen Schieflagen der Unternehmen liegen oft in Umsatzeinbrüchen und damit einhergehenden Liquiditätsengpässen. Erst die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit hat es ermöglicht, dass das Netzwerk in den meisten Fällen da helfen konnte, wo es wirklich nötig war. Denn ein wesentlicher Erfolgsbaustein des Netzwerkes ist die persönliche Begleitung der Unternehmen. Hier kommt der Mittelstandslotse Andreas Hilprecht vom Amt für Wirtschaftsförderung der Stadt Heidelberg ins Spiel, der die Firmen persönlich „an die Hand“ nimmt und im Netzwerk betreut: „Ich freue mich sehr, dass die Unternehmen mir so großes Vertrauen entgegenbringen. Nur so können wir wirklich etwas bewegen und den Firmen konkret helfen.“ Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner bringt es auf den Punkt: „Ein solcher Schulterschluss lokaler Akteure ist bisher einzigartig in der Metropolregion und ein eindrucksvolles Zeichen für die Standortgebundenheit der Partner.“

Vor dem Hintergrund der globalen Wirtschaftskrise hat die Stadt Heidelberg im vergangenen Jahr gemeinsam mit zahlreichen lokalen Partnern das Beratungsnetzwerk „Mittelstandsoffensive“ ins Leben gerufen. Es unterstützt auf lokaler Ebene kleine und mittlere Unternehmen. Ziel des bislang einmaligen Partnernetzwerks in der Metropolregion ist es, durch persönliche Beratung möglichen Auswirkungen der Rezession rechtzeitig vorzubeugen beziehungsweise akute Probleme direkt zu lösen. Durch die gute Vernetzung der lokalen Akteure und die starke Bündelung von Kompetenzen kann den Unternehmen schnell und unbürokratisch geholfen werden.

Die Partner der Mittelstandsoffensive:

  • Agentur für Arbeit Heidelberg
  • Handwerkskammer Mannheim
  • Heidelberger Volksbank
  • IHK Rhein-Neckar
  • Kreishandwerkerschaft Heidelberg
  • Sparkasse Heidelberg
  • SRH Hochschule
  • Volksbank Kurpfalz H + G Bank
  • Stadt Heidelberg, Amt für Wirtschaftsförderung und Beschäftigung

Kontakt:

Andreas Hilprecht (Mittelstandslotse)
Amt für Wirtschaftsförderung und Beschäftigung der Stadt Heidelberg
69117 Heidelberg, Marktplatz 10, Rathaus, Zimmer 0.21
Tel: 06221 58-30004, Fax: 06221 58-30010
E-Mail: andreas.hilprecht@heidelberg.de
Mobil: 0162 9558908


Heidelberg fordert Unterstützung für Kommunen bei Bekämpfung verkehrsbedingter Emissionen

„Die Kommunen können das NO2-Problem nicht alleine bewältigen“, betonte Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner am Mittwoch, 3. März, zum Auftakt der zweitägigen Fachtagung „Herausforderung NO2-Immissionen: Gesetzgebung, Luftbelastung, Lösungen“ in Heidelberg. Zu Beginn der Veranstaltung des Landesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Verkehr war auch Landesumweltministerin Tanja Gönner zu Gast im Palais Prinz Carl. OB Würzner appellierte an Bund und Länder, die Kommunen bei der Bekämpfung verkehrsbedingter Emissionen nicht alleine zu lassen. Die Verantwortung für die Luftreinhaltung sei den Kommunen aufgebürdet worden, obgleich das grundsätzliche Problem an anderer Stelle gelöst werden müsse.

OB Würzner bekräftigte die jüngsten Forderungen des Deutschen Städtetags zur Luftreinhaltung, der unter anderem an die Bundesregierung appelliert, den Einsatz von Partikelfiltern für Pkw und Lkw zu forcieren. „Entscheidend ist es zudem, dass die Automobilindustrie sich stärker und schneller für eine Verbesserung der Abgastechnik engagiert“, sagte der OB. Diese habe mittlerweile erkannt, dass die konsequente Weiterentwicklung der Umwelttechnik von zentraler Bedeutung sei. „Hierin sehe ich das mit Abstand größte Potenzial zur Minderung der Abgasbelastung“, erklärte er und versicherte gleichzeitig, „dass auch die Kommunen in den Anstrengungen verkehrsbedingte Emissionen zu reduzieren natürlich nicht nachlassen werden.“



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