Stadt an den Fluss: Konstruktive Vorschläge zum Verkehrskonzept
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Rund 100 Bürgerinnen und Bürger folgten der Einladung zum vierten Werkstattgespräch „Stadt an den Fluss“ am Freitagabend, den 16. April 2010 (Film: 4. Werkstattgespräch „Verkehr und Anwohner“). Schwerpunktthema diesmal: Anwohner und Verkehr. „Kaum ein anderes Thema wird in Heidelberg intensiver diskutiert als der Verkehr. Mit Stadt an den Fluss kommen wir hier einen großen Schritt voran: wir holen den Durchgangsverkehr aus der Innenstadt heraus“, erklärte Erster Bürgermeister Bernd Stadel und ergänzte: „Die Bürgerinnen und Bürger können städtische Räume, die bislang den Autos vorbehalten waren, zurückgewinnen und vielfältig nutzen.“
Weniger Verkehr in der Altstadt, waren die Besucherinnen und Besucher sich einig, sei ein erstrebenswertes Ziel. Wie die Verkehrsplanung im Detail aussehen könnte, wurde indes – ganz im Sinne der Werkstattgespräche – intensiv diskutiert. „Wir freuen uns auf den lebendigen Austausch und nehmen die Ideen und Anregungen der Bürgerinnen und Bürger mit großem Interesse auf. Für unsere Planer sind das wichtige Hinweise, die sie in der weiteren Konzeption prüfen und in die Planung einarbeiten“, betone Stadel. So präsentierte die Verwaltung auch keine fertigen Pläne, sondern Konzeptideen zum Autoverkehr in der Innenstadt, zum öffentlichen Nahverkehr auf der Promenade und in der Altstadt sowie für die Rad- und Fußgängerwege. An Rückmeldungen mangelte es auch bei diesem Werkstattgespräch nicht; rasch füllten sich die Pinnwände mit Zetteln, auf denen Ideen, Bedenken oder auch Fragen formuliert wurden.
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Ein zentraler Diskussionspunkt war, wie die Buslinien in der Altstadt optimal geführt werden können. Da die Promenade am Fluss ihre Wirkung am besten entfalten kann, wenn sie weitgehend verkehrsfrei ist, sollen darauf nur möglichst emissionsarme Minibusse fahren. Daraus folgt, dass die heute über die B37 verkehrenden Stadtbusse auf die Friedrich-Ebert-Anlage verlagert werden. Die Haltestelle Uniplatz entfällt damit. Viele Bürgerinnen und Bürger regten an, dies noch einmal zu prüfen, da die alternative Haltestelle Peterskirche nicht barrierefrei erreicht werden könne. Zudem wurde der Wunsch geäußert, die Neckaruferpromenade etwa vom Hauptbahnhof oder Bismarckplatz auch ohne Umsteigen erreichen zu können. Intensiv fragten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auch nach der Verkehrsbelastung in den Altstadtstraßen. Die Verkehrsplaner konnten beruhigen: die allermeisten Altstadtgassen werden auch in Zukunft eine geringe Belastung von unter 1.000 Autos pro Tag aufweisen. Steigerungen gibt es den Prognosen zufolge etwa in der Grabengasse, die aber kaum wohnlich genutzt wird, oder in der Friedrich-Ebert-Anlage. Viele Besucher wiesen zudem darauf hin, dass beim Wegfall von Parkmöglichkeiten für Anwohner akzeptable Alternativen geschaffen werden sollten. Die Radfahrer wiederum wünschten sich mehr Platz auf der Promenade, und dass auf den Alternativrouten – insbesondere auf der Plöck –konsequenter gegen widerrechtlich parkende Autos vorgegangen werden müsse.
Am Ende der knapp vierstündigen Veranstaltung bedankte sich der Erste Bürgermeister für die konstruktiven Vorschläge der Werkstatt-Teilnehmer/-innen: „Dank an Sie, dass Sie für Ihre Stadt gearbeitet haben, so muss es sein!“ Ganz bewusst habe die Verwaltung kein fertiges Konzept eingebracht, sondern auf die Ideen der Bürger/-innen gesetzt. Klar geworden sei, dass beim ÖPNV noch nachgebessert werden müsse, betonte Stadel. In seinem Schlusswort lud der Erste Bürgermeister auch zum baldigen fünften Werkstattgespräch ein: Am 4. Mai wird in der Stadthalle vorgestellt, wie die Ergebnisse der ersten vier Werkstattgespräche in die Planungen einfließen werden. Interessierte können sich ab sofort anmelden.
Online-Anmeldung Werkstattgespräche
weitere Informationen zum Verkehrskonzept
weitere Informationen zum Projekt "Stadt an den Fluss"unter www.heidelberg.de/stadt-an-den-fluss
Neue Fahrzeuge für das Deutsche Rote Kreuz und die Jugendfeuerwehr
Im Rahmen einer Pressekonferenz hat Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner am Montag, 19. April 2010, zwei Rettungsfahrzeuge an das Deutsche Rote Kreuz (DRK) sowie einen Mannschaftstransportwagen an die Jugendfeuerwehr übergeben. Die Rettungsfahrzeuge kommen vom Land Baden-Württemberg, den Mannschaftswagen für die Jugendfeuerwehr hat die Stadt Heidelberg eigens für diesen Zweck angeschafft. Bei der offiziellen Übergabe waren auch Heidelbergs Feuerwehr-Chef Hans-Joachim Henzel, Stadtbrandmeister Albert Eppinger als erster Vertreter der freiwilligen Feuerwehr, Ralf Schreck von der Jugendfeuerwehr sowie ein Vertreter des Deutschen Roten Kreuzes anwesend.
Rettungsfahrzeuge für das Deutsche Rote Kreuz
Die beiden Rettungswagen für das DRK hat das Land Baden-Württemberg angeschafft und der Stadt Heidelberg als unterer Katastrophenschutzbehörde zugewiesen. Diese in Heidelberg bei der Feuerwehr angesiedelte Behörde entscheidet darüber, an wen sie die Fahrzeuge weitergibt. Das Land Baden-Württemberg stellt dieses Jahr insgesamt 190 neue Fahrzeuge des Katastrophenschutzes in Dienst (bleibt auch dauerhaft Eigentümerin dieser Fahrzeuge) und modernisiert damit zusammen mit dem Bund schrittweise den teilweise stark überalterten Fahrzeugbestand im Katastrophenschutz.
Die Wagen ersetzen beim DRK Heidelberg zwei über 20 Jahre alte Fahrzeuge. Es sind Mercedes-Sprinter im Wert von jeweils rund 80.000 Euro. Im Gegensatz zu den früheren Krankentransportwagen des Katastrophenschutzes, die nur über eine einfache Ausrüstung verfügten, ist die Ausstattung der beiden Fahrzeuge nun vergleichbar mit Einsatzfahrzeugen im Regelrettungsdienst. Sie sind mit modernen medizinischen Gegenständen ausgestattet, die für lebensrettende Sofortmaßnahmen auch im alltäglichen Rettungsdienst erforderlich sind.
Beim DRK Heidelberg engagieren sich etwa 100 Bürgerinnen und Bürger ehrenamtlich im Sanitätsdienst und stellen dort die erste Einsatzeinheit „Sanität und Betreuung im Katastrophenschutz der Stadt Heidelberg“. Deren Aufgabe ist es, den Rettungsdienst bei der Versorgung von verletzen Personen zu unterstützen, aber auch unverletzte Personen mit lebensnotwendigen Gütern zu versorgen und zu betreuen. Mit den beiden neuen Fahrzeugen wird den vorwiegend ehrenamtlich mitwirkenden Bürgerinnen und Bürgern im Katastrophenschutz modernste Technik zur Seite gestellt, um das bürgerschaftliche Engagement zu fördern und stärken.
Mannschaftstransportwagen für die Jugendfeuerwehr
Den Mannschaftstransportwagen (MTW) hat die Stadt Heidelberg eigens für die Jugendarbeit der Stadtjugendfeuerwehr Heidelberg beschafft und bietet Sitzplätze für bis zu acht Personen. Die Kosten leigenbei etwa 35.000 Euro.
Mit dem MTW kann die Jugendfeuerwehr unabhängig von den vorhandenen Fahrzeugen Fahrten zu Wettkämpfen, Zeltlagern oder sonstigen Veranstaltungen organisieren. Auch ermöglicht das Fahrzeug den Abteilungen in den einzelnen Stadteilen eine flexible Teilnahme an Weiterbildungsveranstaltungen oder den Transport von Ausbildungsmaterial zu den wöchentlichen Treffen der Jugendfeuerwehren in Heidelberg.
Um das Fahrzeug auch bei größeren Einsätzen als Führungs- oder Transportfahrzeug nutzen zu können, wurde es zusätzlich mit einer Funk- und Signallichtanlage ausgerüstet.