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Pressedienst der Stadt Heidelberg vom 21. Mai 2010

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Wolfgang Marguerre als neues Mitglied im HCI aufgenommen

Wolfgang Marguerre ist neues Mitglied des Heidelberg Club International (HCI). Als HCI-Präsident überreichte ihm Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner das Mitgliedszertifikat beim Chapter-Meeting am Mittwoch, 19. Mai, im Großen Rathaussaal der Stadt Heidelberg. Der Unternehmer trägt mit einer großzügigen Spende in erheblichem Maße zur Sanierung des Heidelberger Stadttheaters bei. An dem Treffen nahm auch Dr. Henry Jarecki, HCI-Mitglied in New York, teil und präsentierte das erste Forschungsgebäude im Campus des neuen Stadtteils Bahnstadt.

Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner (r.) überreicht Wolfgang Marguerre das Mitgliedszertifikat des Heidelberg Club International (Foto: Rothe)

Peter Spuhler, Intendant des Theaters der Stadt Heidelberg, hielt eine Laudatio auf das neue HCI-Mitglied Wolfgang Marguerre und würdigte sein Engagement. Er habe ein neues Förderverständnis für Kultur bewiesen, so Spuhler. Der Unternehmer und Mäzen engagiert sich bis heute in besonderem Maße für den Bau des neuen Stadttheaters und beteiligt sich finanziell mit fast 14 Millionen Euro an der bürgerschaftlichen Initiative „Rettet das Theater“. Marguerre zählt somit gemeinsam mit Dr. Manfred Lautenschläger, HCI-Mitglied und Carl-Benz-Preisträger, und HCI-Mitglied Prof. Klaus Hekking zu den Großspendern für den Bau des neuen Stadttheaters. Aktuell unterstützt Marguerre die Planungen für das neue Gebäude weiter und kümmert sich um die Ausgestaltung des Alten Theatersaals sowie des neu entstehenden Zuschauerraums und der Foyers.

Wolfgang Marguerre hat nach seinem Studium der Volkswirtschaftslehre in Heidelberg zunächst als Direktor für Marketing bei der AP Möller Pharmaplast A.S. in Kopenhagen in Dänemark seine berufliche Karriere begonnen. Als Director Therapeutics Europe wechselte er 1975 zu Baxter Europe nach Brüssel. Von 1979 bis 1983 war er als Vicepräsident bei Revlon Healthcareals in Paris tätig. Im Jahr 1983 gründete Marguerre seine eigene Firma Octapharma AG mit Sitz in der Schweiz. Das Unternehmen verlagert derzeit seinen Münchner Firmensitz mit 300 neuen Arbeitsplätzen nach Heidelberg.

Jarecki präsentiert erstes Forschungsgebäude der Bahnstadt

Das Beispiel von Herrn Maguerre habe ihn selbst bestärkt und motiviert, sich für Heidelberg zu engagieren, betonte HCI-Mitglied Dr. Henry Jarecki. Dieser war zum Spatenstich des ersten Forschungs- und Laborgebäudes des neuen Wissenschaftscampus in der Bahnstadt aus New York nach Heidelberg angereist. Jarecki ist Gründer der Max-Jarecki-Stiftung, die 60 Millionen Euro in den Standort Bahnstadt für das erste Campus-Gebäude investiert. Seit über hundert Jahren ist seine Familie mit Heidelberg stark verbunden. Beim Chapter-Meeting stellte er den Mitgliedern des HCI „Sky-Labs“, das erste wissenschaftliche Gebäude im Campus Bahnstadt vor.

Heidelberg Club International (HCI)

Der Heidelberg Club International wurde im Jahr 1976 in New York gegründet, hat inzwischen elf Niederlassungen weltweit und mehr als 360 aktive Mitglieder. Der Club hat sich zu einem bedeutenden Netzwerk herausragender Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Wirtschaft, Kultur und Politik entwickelt, die als Botschafter Heidelbergs in der ganzen Welt fungieren. Die stetige Pflege internationaler Freundschaften ist die Basis des Netzwerkes und besonders wichtig für länderübergreifende Kooperationen und innovative Aktivitäten. Als Präsident des HCI ist es Heidelbergs Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner ein besonderes Anliegen, die Clubaktivitäten und -interessen nicht allein auf Heidelberg zu beschränken, sondern auch auf die Metropolregion Rhein-Neckar auszuweiten. Die Metropolregion gehört zu den wichtigsten Wirtschaftsstandorten Deutschlands. Alle drei Jahre treffen sich die HCI-Mitglieder zu ihrer Jahrestagung in Heidelberg, zuletzt im September 2008. Weitere Informationen zum HCI gibt es unter www.hcionline.de.


OB Würzner bei Gedenkveranstaltung des Landesverbandes Deutscher Sinti und Roma

Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner hat an der Gedenkfeier zum 70. Jahrestag der Deportation der Sinti und Roma am Mittwoch, 19. Mai, in Asperg bei Stuttgart teilgenommen. Bei der öffentlichen Veranstaltung, die in Anwesenheit vom Minister im Staatsministerium Baden-Württemberg Helmut Rau und von Landtagspräsident Peter Straub stattfand, hat der Landesverband Deutscher Sinti und Roma Baden-Württemberg dazu aufgerufen, die Erinnerung an den Völkermord an den Sinti und Roma durch die Nationalsozialisten wachzuhalten und über die Verfolgung und Ermordung der Minderheit aufzuklären.

Die Teilnehmer der Gedenkveranstaltung gedachten der Deportation von etwa 2.800 Sinti und Roma am 16. Mai 1940 aus ganz Deutschland. Auf dem Hohenasperg wurden Sinti und Roma aus Baden, Württemberg und der Pfalz in einem Sammellager festgehalten und wenige Tage später mit einem Sonderzug in das so genannte Generalgouvernement in Polen deportiert. Aus dem Südwesten verschleppten die Nationalsozialisten mehr als 800 Menschen nach Polen. Die Torturen in den Konzentrations- und Arbeitslagern überlebten nur wenige.

Eine kleine Gedenktafel am Bahnhof von Asperg erinnert seit 1995 an die Deportation der Sinti und Roma.


Kinderfreundliche Verkehrsplanung: Sicher zur Tiefburg

Es ist nur eine relativ kleine, aber für die Schülerinnen und Schüler der Tiefburgschule in Heidelberg Handschuhsheim und ihre Eltern sehr wichtige Maßnahme: Der Zebrastreifen über die Dossenheimer Landstraße in Höhe der Tiefburg wird in den Pfingstferien um einige Meter nach Westen in den Bereich vor der Apotheke verlegt.

Damit können die Kinder künftig auf direktem Weg zur Tiefburgschule gehen, ohne den Parkplatz vor der Tiefburg und die Straße „An der Tiefburg“ überqueren zu müssen. Dass die Kinder bisher an ein- und ausparkenden Fahrzeugen vorbeigehen mussten, hat viele Eltern davon abgehalten, ihr Kind allein zur Schule gehen zu lassen.

Mit dieser Maßnahme wird ein schon lange bestehender Wunsch erfüllt. Die Handschuhsheimer Kinderbeauftragte Aline Moser: „Ich freue mich darüber, dass hier Bezirksbeirat, Eltern und Stadtverwaltung gemeinsam etwas für Kinder bewegen und so einen wichtigen Beitrag zu einem familienfreundlichen Heidelberg leisten.“

Die Handschuhsheimer Kinderbeauftragten und das Amt für Verkehrsmanagement der Stadt Heidelberg wünschen sich, dass die Maßnahme dazu beitragen möge, dass künftig noch mehr Kinder Wege zur Schule und in der Freizeit allein bewältigen können.

Programm „Kinderfreundliche Verkehrsplanung“

Die Verlegung des Zebrastreifens erfolgt im Rahmen der Umsetzung der Leitlinien für eine kinderfreundliche Verkehrsplanung der Stadt Heidelberg, die von den Heidelberger Kinderbeauftragten erarbeitet wurden. Die Leitlinien beschreiben, was im Fuß- und Radverkehr, bei Querungshilfen mit und ohne Ampeln sowie im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) getan werden sollte, um Kindern eine sichere und selbständige Mobilität zu ermöglichen. Im Oktober 2006 hatte der Heidelberger Gemeinderat einstimmig beschlossen, dass die Leitlinien bei allen Entscheidungen verbindlich in die Abwägung einzubeziehen sind. Seither ist dies eine kontinuierliche Aufgabe, die von den Heidelberger Kinderbeauftragten und der Stadt Heidelberg gemeinsam verfolgt wird.



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