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Pressedienst der Stadt Heidelberg vom 5. August 2010

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Sanierte Kindertagesstätte Vangerowstraße 11 öffnet nach den Kita-Ferien

Erster Bürgermeister Bernd Stadel zeigte sich bei einem Besuch der sanierten städtischen Kindertagesstätte Vangerowstraße 11 am 5. August 2010 sehr beeindruckt: „Das Ergebnis der Sanierung ist mehr als gelungen, die frisch renovierten alten Mauern versprühen geradezu einen Wohlfühleffekt“, sagte der Erste Bürgermeister und Baudezernent.

Stadel erinnerte daran, dass es eine sehr schwierige Aufgabe war, „den vielfältigen Ansprüchen dieser Einrichtung, die als einzige städtische Kita Kinder im Alter von acht Wochen bis zu drei Jahren betreut, gerecht zu werden – zusätzlich kompliziert durch das Thema Denkmalschutz.“

Die Villa neben der städtischen Musik- und Singschule wurde 1905 errichtet. Bisher waren hier 74 Kinder in sieben Gruppen untergebracht; künftig werden es nur noch sechs Gruppen mit insgesamt 60 Kindern sein, da im Rahmen der Sanierung räumlich abgetrennte Schlafmöglichkeiten geschaffen wurden.

Auch Kita-Leiterin Corinna Denne ist rundum begeistert: „Wir haben weitaus mehr Möglichkeiten als vorher, einen Bewegungsraum, einen Matsch- und Kreativraum, neues Mobiliar, ergonomische Tische und Stühle schon für die ganz Kleinen und natürlich auch viel bessere Arbeitsbedingungen.“ Ganz besonders freut sie sich schon darauf, dass im Herbst noch ein für Heidelberg einmaliges „wunderschönes Krippen-Außengelände“ entstehen wird, auf dem die Kleinen nach Herzenslust den Sommer genießen können.

Was wurde gemacht?

  • Unter der Leitung des Heidelberger Architekten Frank Winkenbach wurde die Fassade denkmalgerecht saniert, die historische Haupteingangstreppe wegen konstruktiver Schäden komplett neu aufgebaut.
  • An der Ostseite ist ein unbeheiztes Glasfoyer als Windfang und barrierefreier Zugang entstanden.
  • Die vorhandene Wendeltreppe als Fluchttreppe, die in dieser Form nicht mehr zulässig war, wurde durch eine moderne Stahltreppe ersetzt – beides ein Beispiel für die gelungene Verbindung von Alt und Neu.
  • Ein Aufzug über drei Geschosse erschließt jetzt das Gebäude barrierefrei.
  • Die Fenster, die teilweise noch aus der Entstehungszeit des Gebäudes stammen, wurden aufgearbeitet und um Innenfenster mit Isolierglas, teilweise mit Sonnenschutz, ergänzt.
  • Das Dach erhielt eine neue Deckung mit Biberschwanzziegeln und eine Wärmedämmung.
  • Der PVC-Boden wurde durch Linoleum ersetzt; Böden und Wände der Sanitärräume wurden neu gefliest.
  • Historische Holzverkleidungen wurden aufgearbeitet, ebenso historische Holzfüllungstüren, die rauchdicht gemacht wurden, wo es erforderlich war.
  • Vorhandene Holzglaselemente wurden aufgearbeitet und zum Teil mit Verbundsicherheitsglas versehen.
  • Die Einbaumöbel wurden ersetzt.
  • Elektroleitungen und Beleuchtung wurden erneuert, ebenso die Leitungen im Sanitärbereich und die Sanitärkeramik.
  • Die Sanitärräume im Erd- und Dachgeschoss erhielten eine Be- und Entlüftung mit Wärmerückgewinnung.
  • Die Küche und das Mitarbeiterzimmer wurden vom Dachgeschoss ins Untergeschoss verlegt, das Leitungsbüro und das Besprechungszimmer vom Erdgeschoss ins Untergeschoss. Das ergab mehr Raum für die Kinder und bündelt die Nebenräume im Untergeschoss.

Architekt Frank Winkenbach zeigt Erstem Bürgermeister Bernd Stadel (v.l.) die Dachterrasse der neu sanierten Kita Vangerowstraße (Foto: Rothe)

Architekt Frank Winkenbach zeigt Erstem Bürgermeister Bernd Stadel, Erzieherin Corinna Denne und Xenia Hirschfeld vom Gebäudemanagement (v.r.) ein großzügiges Spielzimmer in der neu sanierten Kita Vangerowstraße (Foto: Rothe)

Blick ins Treppenhaus der neu sanierten Kita Vangerowstraße (Foto: Rothe)



Die Sanierung begann am 22. März 2009 und ist mit Ausnahme der Außenanlagen abgeschlossen. Derzeit wird die Einrichtung angeliefert und eingebaut. Die geplante Bauzeit – das Bauende war ursprünglich bereits im Dezember 2009 vorgesehen – hatte sich aus verschiedenen Gründen verlängert, wobei die Hauptursache darin lag, die neue Haustechnik mit dem Kulturdenkmal in Einklang zu bringen. Darüber hinaus hat der lange, harte Winter die Ausführung der Sandsteinarbeiten über Monate unmöglich werden lassen – hiervon war insbesondere die neue Eingangstreppe, die als Haupterschließung der Baustelle eine besondere Schlüsselfunktion hatte, betroffen.

Die Baukosten plus Auslagerung der Kita betragen 2.718 Millionen Euro. Während der Sanierung war die Kindertagesstätte in Pavillons beim Haus der Jugend an der Römerstraße untergebracht. Nach den Kita-Sommerferien kehren die Kinder am 23. August 2010 in die sanierte Villa zurück. Die Pavillons werden dann als Ausweichquartier für die Kita Blumenstraße 24 dienen, die in der Folge saniert werden wird.



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