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Pressedienst der Stadt Heidelberg vom 12. Januar 2011

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Die Stadt Heidelberg startet das Generationenprojekt „Wohnen für Hilfe"

Die Stadt Heidelberg plant für 2011 die Einführung des Generationenprojektes „Wohnen für Hilfe“: Nach dem Prinzip „Eine Hand wäscht die andere“ vermieten ältere Menschen, Familien oder Menschen mit Behinderungen günstigen Wohnraum an ausländische Studierende, die im Gegenzug im Haushalt, bei der Kinderbetreuung, im Garten helfen oder Einkäufe erledigen. Kooperationspartner sind die Universität Heidelberg, das Studentenwerk, das Diakonische Werk und die Caritas.

Das Projekt „Wohnen für Hilfe“ ist am Dienstag, 11. Januar 2011, im Ausschuss für Integration und Chancengleichheit vorgestellt worden. Es läuft seit mehreren Jahren in anderen Universitätsstädten wie Freiburg, Stuttgart, Köln oder München mit Erfolg.

„Wohnraumlücke“ schließen

Das Projekt „Wohnen für Hilfe“ bringt die Generationen zusammen und kann helfen, die „Wohnraumlücke“ in Heidelberg zu schließen. Während Ältere, Familien und Menschen mit Behinderung zunehmend Hilfe zur Bewältigung des täglichen Lebens benötigen, suchen jüngere Menschen finanzielle Entlastung bei ihrem Studium.

Das Angebot kann grundsätzlich von allen Studierenden genutzt werden. Der Wohnraum für Studentinnen und Studenten ist in Heidelberg schon seit Jahren knapp, und insbesondere ausländische Studierende müssen deshalb in den umliegenden Gemeinden oder in Mannheim Wohnraum anmieten. Diese Situation soll durch das Projekt verbessert werden.

Beide Seiten profitieren

Innerhalb der Wohnpartnerschaft profitieren Mieter und Vermieter gleichermaßen durch ein Geben und Nehmen. Ältere Menschen, die offen für Neues sind und Freude am Kontakt mit jungen Menschen haben, wird die Chance geboten, eigenverantwortlich und selbstständig in den eigenen vier Wänden zu wohnen. Familien können bei der Kinderbetreuung entlastet werden und Menschen mit Behinderungen erlangen mehr Mobilität. Studierende werden finanziell entlastet, sammeln Erfahrungen und erlernen soziale Kompetenz für den späteren Beruf. Die Unterstützerleistungen richten sich nach den Bedürfnissen der Wohnungsvermieter und der Wohnungsbewerber aus.

Betreuung der Wohnpartnerschaften

Das Studentenwerk Heidelberg wird gemeinsam mit dem Diakonischen Werk, der Caritas und Ehrenamtlichen die Wohnungspartnerschaften vermitteln und betreuen.

Sie bieten:

  • persönliche Beratung
  • Unterstützung bei der Auswahl und Vermittlung des Wohnpartners
  • Hilfe beim Vertragsabschluss
  • Betreuung bestehender Wohnpartnerschaften.

Finanzierung

Für die Anschubfinanzierung – darin sind eine halbe Personalstelle und Sachkosten enthalten – soll die Spende aus den Eintrittsgeldern des Konzertes des Stargeigers André Rieu an die Stadt (rund 53.000 Euro) vom September 2009 verwendet werden. Die Stadt Heidelberg kann durch das Projekt finanziell profitieren: Durch das zusätzliche Wohnangebot erhöhen sich die jährlichen Finanzausgleichszahlungen, weil sich die Studierenden mit Hauptwohnsitz in Heidelberg anmelden.



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