Sie sind hier: Startseite Pressemitteilungs-Archiv

Aktuelle Meldungen

Heidelberg im Spiegel der Medien

Pressemitteilungs-Archiv

Regionale Medien

stadtblatt

Stadtblatt-Archiv


externe Links

Heidelberger Ansichten   (kostenloser Bilderdienst)



Pressedienst der Stadt Heidelberg vom 25. Januar 2011

2005    2006    2007    2008    2009    2010    2011    2012    2013   
Januar    März    April    Mai    Juni    Juli    September    Oktober    November    Dezember   
12    14    17    19    20    21    24    25    27    31   

Sanierte Werkstatt der Carl-Bosch-Schule eingeweiht

Die Stadt Heidelberg hat die Gebäudehülle der Werkstatt der Carl-Bosch-Schule in Wieblingen saniert und die Elektrotechnik erneuert. Die Einweihung des ersten Bauabschnitts durch Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner am 25. Januar 2011 erfolgte in Gegenwart von Regierungspräsident Dr. Rudolf Kühner.

Einweihung der sanierten Werkstatt der Carl-Bosch-Schule. (Foto: Rothe)

Die Anwesenheit des Regierungspräsidenten hatte einen besonderen Grund: Die Stadt Heidelberg erhält für die Sanierung der Carl-Bosch-Schule Mittel aus dem Konjunkturpaket II in Höhe von knapp 2,3 Millionen Euro. Dadurch konnten die Arbeiten rund ein Jahr früher als ursprünglich geplant beginnen. Die Gesamtkosten für beide Bauabschnitte liegen bei 5,4 Millionen Euro.

Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner: „Ich freue mich, dass wir heute den Abschluss einer unserer größten und wichtigsten Schulsanierungsmaßnahmen feiern können. Die Berufsschulen sind ein ganz wichtiger Bereich des Heidelberger Schulwesens, finden in der Öffentlichkeit aber zuweilen nicht ganz die ihnen gebührende Aufmerksamkeit. Mit 1.400 Schülern ist die Carl-Bosch-Schule eine der größten Heidelberger Schulen. Als berufliche Schule hat sie regionale Bedeutung und bietet über das Technische Gymnasium auch die Möglichkeit, die Hochschulreife zu erlangen. Die Sanierung ist nun in einem wesentlichen Teilbereich abgeschlossen, weitere Sanierungsschritte werden folgen. Besonders bedanken möchte ich mich, dass wir dank der Unterstützung aus dem Konjunkturprogramm II diese Maßnahme deutlich früher durchführen konnten, als ursprünglich vorgesehen.“

In der Carl-Bosch-Schule wird in Metallberufen ausgebildet: Industriemechaniker, Feinwerkmechaniker, Kraftfahrzeugmechatroniker und Elektroniker. Die in den Jahren 1969-71 erbaute Werkstatt war in vielen Bereichen erneuerungsbedürftig. Die Dämmung des Gebäudes war ungenügend; die Werkstätten wurden im Winter kaum über zwölf Grad warm. Zudem waren in mehreren Bereichen asbesthaltige Baumaterialien verwendet worden.

Was wurde gemacht?

Die Gebäudehülle wurde energetisch saniert, asbesthaltige Materialien wurden entfernt. Die markanten Sheddächer wurden bis auf die Stahlbeton-Tragschale zurückgebaut. Die Sheds erhielten gemäß der Energieeinsparverordnung (EnEV) und der Energiekonzeption der Stadt Heidelberg eine neue Verglasung und eine 18 Zentimeter starke Wärmedämmung. Ungedämmte Faltstahltore wurden durch wärmegedämmte Sektionaltore ersetzt. Treppenhäuser und Flure wurden brandschutztechnisch ertüchtigt.

In der Kraftfahrzeugwerkstatt wurde eine Absauganlage eingebaut, um die Abgase der laufenden Motoren abzusaugen. Die Elektroinstallation und die Brandmeldeanlage wurden komplett erneuert. Zum Transport schwerer Geräte oder Motoren und zur barrierefreien Erschließung wurde ein Aufzug eingebaut. Dafür wurde eines der vier Treppenhäuser genutzt.

Installiert wurde eine Photovoltaikanlage, bestehend aus 744 Solarmodulen mit einer Leistung von 100,440 Kilowatt/peak. Die Module bedecken eine Fläche von rund 750 Quadratmetern. Die Anlage erzeugt rund 85.000 Kilowattstunden Solarstrom pro Jahr, der in das Netz der Stadtwerke Heidelberg eingespeist wird. Die Menge entspricht etwa dem Verbrauch von 20 Haushalten. Die Anlage wurde zunächst zur Hälfte installiert und ging am 15. Dezember 2010 ans Netz; der zweite Teil wird im Mai 2011 folgen.

Bauherr ist das Amt für Schule und Bildung der Stadt Heidelberg, die Projektsteuerung liegt beim Gebäudemanagement der Stadt Heidelberg, Planung und Bauleitung beim Heidelberger Architektenbüro Reichel und Benkeser. Die Bauarbeiten für den 2. Bauabschnitt enden voraussichtlich Ende Juli 2011.

Erfolgreiche Bilanz des Heidelberger Schulinvestitionsprogramms

Investitionen in Schulen sind Investitionen in die Zukunft. Deshalb setzt die Stadt Heidelberg seit Jahren ein umfassendes Schulsanierungsprogramm um; der erstmals 2008 erstellte und seitdem fortgeschriebene Bericht zum Schulsanierungsprogramm unterstreicht dieses Engagement eindrucksvoll.

Investition: über 18 Millionen Euro pro Jahr

Im Jahr 2010 standen insgesamt 105 Maßnahmen auf der Agenda, 36 konnten im vergangenen Jahr fertiggestellt werden. Gegenüber den Vorjahren ist eine klare Steigerung zu erkennen – 2008 waren es 73 und 2009 84 Maßnahmen. Dies macht sich auch bei der Höhe der Investitionen bemerkbar. Zwischen 2006 und 2010 stiegen die Investitionen von knapp 12 auf über 18 Millionen Euro pro Jahr.

Darüber hinaus konnten in den Jahren 2009 und 2010 auch Finanzmittel aus dem Konjunkturprogramm des Bundes für die Modernisierung von Schulen in Heidelberg eingesetzt werden. Davon profitieren beispielsweise

  • die Waldparkschule mit insgesamt 4,5 Millionen Euro (Erneuerung Heizleitung, Neuinstallation elektrische Beleuchtung),
  • die Pestalozzi Schule mit 1,7 Millionen Euro (Erneuerung Dach, Wärmedämmung, Shedfenster),
  • die Mönchhof- und Johannes-Kepler Realschule mit 1,3 Millionen Euro (Dachsanierung, bereits abgeschlossen),
  • das Hölderlin-Gymnasium mit 390.000 Euro (Sanierung der Toilettenanlagen, bereits abgeschlossen),
  • die Fröbelschule mit 770.000 Euro (Sanierung der Pausenhalle, der Toilettenanlagen und energetische Maßnahmen, soeben abgeschlossen),
  • sowie die Carl-Bosch-Schule mit 5,4 Millionen Euro (Sanierung Dach und Fassade sowie Elektrotechnik).

Diese Maßnahmen haben im Jahr 2009 begonnen und werden – sofern nicht schon umgesetzt – bis spätestens Juli 2011 fertiggestellt. Die Maßnahmen aus dem Konjunkturprogramm werden mit rund 7,5 Millionen Euro vom Bund finanziert, der Rest von knapp 10 Millionen Euro kommt von der Stadt.

Auch in den Jahren 2011/ 2012 hält die Stadt das hohe Investitionsniveau. So sind im städtischen Haushalt für das Jahr 2011 15,2 Millionen und für das Jahr 2012 9,6 Millionen Euro für Schulsanierungen eingeplant.

Baumaßnahmen in Schulen (Vorlagen zur Sitzung des Kulturausschusses vom 20. Januar 2011)



Copyright © Stadt Heidelberg 2007, All Rights ReservedSeite druckenDrucken