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Pressedienst der Stadt Heidelberg vom 1. Juli 2011

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Stadt an den Fluss: Gemeinderat genehmigt keine weiteren Planungsmittel für Neckarufertunnel

Logo 'Stadt an den Fluss'Dem Projekt Stadt an den Fluss werden keine weiteren Planungsmittel mehr zur Verfügung gestellt. Dies beschloss der Heidelberger Gemeinderat in seiner Sitzung am 30. Juni 2011 mit einer Mehrheit von 21 zu 19 Stimmen. Damit werden weder der Bau einer Straßenbahntrasse auf dem Tunnel geprüft noch eine Bürgerabstimmung zu verschiedenen Varianten von Stadt an den Fluss durchgeführt.

Für das Projekt Stadt an den Fluss wurde im April 2010 ein Förderantrag beim Regierungspräsidium in Karlsruhe eingereicht. Im September 2010 hatte die Behörde in einem Schreiben angeregt, aus wirtschaftlichen Gründen eine Verkürzung des Tunnels sowie die Beantragung von Bundesfördermitteln in Verbindung mit einer Straßenbahntrasse auf dem Tunnel zu prüfen. Der Gemeinderat hat nun beschlossen, diese Prüfungen nicht durchzuführen. Der Förderbescheid soll vielmehr auf der Grundlage des Förderantrags vom April 2010 erstellt werden.

Nach Vorlage der Finanzierungszusage soll, so der Beschluss mit den Stimmen von SPD, Grünen, GAL, generation.hd, Die Linke/Bunte Linke und „Heidelberg pflegen und erhalten“, ein Bürgerentscheid initiiert werden. Um einen Bürgerentscheid aus den Reihen des Gemeinderats zu initiieren, bedarf es einer Zweidrittelmehrheit.

Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner: „Mit dem Verzicht, Bundesfördermittel für eine Straßenbahntrasse auf dem Tunnel zu beantragen, hat die Mehrheit des Gemeinderats eine wichtige Finanzierungssäule für den Tunnel ausgeschlossen. Diese Förderung wäre besonders attraktiv gewesen, da sie mit 80 Prozent einen besonders hohen Anteil der anfallenden Kosten abdeckt und da die Gelder parallel zum Baufortschritt fließen, so dass die Stadt die Beträge nicht vorfinanzieren müsste. Ganz realistisch gesehen werden die Chancen, das Projekt in einem für die Stadt Heidelberg annehmbaren Finanzrahmen zu realisieren, dadurch deutlich schlechter.“


Ja zum Bürgersaal am Neuenheimer Marktplatz

Einstimmiges Gemeinderatsvotum für Umbau des Schulhauses und Neubau von Bürgeramt und Spielplatz

Einstimmig erteilte der Heidelberger Gemeinderat am 30. Juni 2011 seine Zustimmung zum Umbau des Gebäudes Lutherstraße 18 zum Bürgersaal, zum Neubau eines Bürgeramtes sowie eines Spielplatzes am Neuenheimer Marktplatz.

Direkt anschließend an das frühere Schulhaus entsteht ein eingeschossiger Neubau, der künftig das Bürgeramt beherbergen wird. Der Neubau im Passivhausstandard ordnet sich bewusst dem denkmalgeschützten Schulhaus unter und schließt behutsam die bestehende Baulücke an der Schulzengasse. Das Gebäude wird teilweise unterkellert, um Toiletten und Lagerräume unterzubringen.

Das alte Schulhaus wird umgebaut, dort findet im Erdgeschoss der Bürgersaal mit 64 Plätzen, einer Spülküche und weiteren Räumen Platz. Der historische Zugang von der Lutherstraße wird belassen. Das Gebäude steht künftig ganz dem Stadtteilverein und den Neuenheimer Bürgern zur Verfügung.

Das planerische Grundkonzept basiert auf dem Wunsch, einen „Durchgang“ zwischen Rahmengasse und Marktplatz zu schaffen, der auch gleichzeitig Bürgeramt und Bürgersaal erschließt – vom Marktplatz her barrierefrei.

Südlich des künftigen Bürgeramtes entsteht ein neuer Spielplatz, der sich zum Marktplatz orientiert. Die Sandfläche wird auf 75 Quadratmeter verdoppelt, ein Spielgerät in Form eines Feuerwehrautos erinnert an die frühere Nutzung des Geländes. 

Der Entwurf des Neuenheimer Architektenbüros Kessler de Jonge ist unter intensiver Bürgerbeteiligung zustande gekommen. Seit 2008 hat ein Arbeitskreis „Gestaltung Marktplatz Neuenheim“ die Planungen begleitet, zwei Bürgerinformationsveranstaltungen fanden statt. Der Entwurf berücksichtigt die unterschiedlichen Interessen der Neuenheimer Bürgerinnen und Bürger ebenso wie die der unmittelbaren Anwohner des Marktplatzes.

Die Baukosten sind mit rund 1,9 Millionen Euro veranschlagt; davon entfallen auf die Außenanlage und den Spielplatz 275.000 Euro. Mit dem Bau soll im Januar 2012 begonnen werden, die Fertigstellung ist für März 2013 geplant.


„Scherben-Hotline“ – damit die Luft im Reifen bleibt!

Wer auf der Fahrbahn oder auf den Heidelberger Radwegen Glassplitter entdeckt, wird gebeten, die Gefahrenstelle rasch an die „Scherben-Hotline“ des Amtes für Abfallwirtschaft und Stadtreinigung der Stadt Heidelberg unter Telefon 06221 58-29999 zu melden. Von dort wird die Information an das Reinigungsteam im jeweiligen Stadtteil weitergegeben. Dieser Service ist ein Teil der Aktion „Saubere Stadt“ und hat das Ziel, den Fahrradverkehr in Heidelberg sicherer zu machen.

Die „Scherben-Hotline“ ist zu erreichen montags bis donnerstags von 7.30 bis 16 Uhr und freitags von 7.30 bis 13 Uhr; dort können auch „Schmuddelecken“ im Stadtgebiet gemeldet werden. Informationen rund um das Thema Abfall gibt es im Internet unter www.heidelberg.de/abfall .



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