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Pressedienst der Stadt Heidelberg vom 16. Mai 2012

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Energy Cities: Europäische Bürgermeister senden Botschaft zur Klimaschutzkonferenz Rio+20

Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner beim Jahrestreffen von Energy Cities (Foto: Stadt Heidelberg)Ein gemeinsames Signal zur Klimaschutzkonferenz Rio+20 haben 30 europäische Bürgermeister beim Jahrestreffen des Städtenetzwerkes Energy Cities in Guimarães (Portugal) vom 9. bis 11. Mai 2012 gesetzt. Unter Federführung von Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner als Präsident von Energy Cities haben die Stadtoberhäupter 30 Strategiepunkte für eine Energiewende in Städten vereinbart und dabei betont, dass die Förderung von Initiativen vor Ort entscheidend für das Vorankommen beim Klimaschutz ist. Guimarães ist europäische Kulturhauptstadt 2012 und Partnerstadt von Rio.

Die europäische Botschaft zur Klimaschutzkonferenz in Rio de Janeiro (Brasilien) am 20. bis 22. Juni, will einen Beitrag zur Diskussion leisten, wie in Städten zukünftig Energie produziert werden soll. OB Würzner wird als Botschafter von 1.000 europäischen Städten des Städtenetzwerks Energy Cities und über 4.000 Städten des Covenant of Mayors (Konvent der Bürgermeister) an der Konferenz in Rio teilnehmen. Dort wird er stellvertretend die 30 Strategiepunkte des Städtenetzwerkes übergeben.

„Klimaschutz und ein verantwortungsvoller Umgang mit Energie sind heute wichtiger denn je. Europäische Städte haben bereits eindrucksvoll vorgemacht, wie Klimaschutz praktisch und effektiv auf lokaler Ebene umgesetzt werden kann. Mit unseren Erfahrungen möchten wir zu einem Gelingen der Rio+20-Konferenz beitragen. Wir wollen nicht zuletzt auch dazu aufrufen, unsere Bürgerinnen und Bürger aktiv in die Gestaltung unserer Städte und den Einsatz für mehr Klimaschutz einzubinden. Dies ist entscheidend für die Zukunftsfähigkeit unserer Städte“, betonte OB Würzner.

Entwicklungspotenziale und wirtschaftliche Perspektiven sieht der OB für das Gastgeberland des Jahrestreffens Portugal in einer nachhaltigen Stadtentwicklung durch die Förderung erneuerbarer Energien und Energieeffizienz. Gerade hochausgebildete junge Menschen könnten hier ihre Kompetenzen einbringen.

30 Strategiepunkte zur Energiewende

Mit ihren 30 Strategiepunkten möchten die europäischen Bürgermeister weltweit Kommunen dazu aufrufen, Passivhaus-Standards zu fördern, und die Nutzung erneuerbarer Energie weiter auszubauen. Vertreter in Regierungen oder in supranationalen Organisationen, wie der Europäischen Union, wollen sie dazu animieren, in Städten Netzwerke auf lokaler Ebene anzuregen. Bürgerinnen und Bürger sollen hierdurch die Möglichkeit erhalten, Initiativen zum Klimaschutz anzustoßen und somit aktiv zur Energiewende beitragen zu können.

Covenant of Mayors

  • Über 4.000 Bürgermeister aus über 40 Ländern sind Mitglieder beim Covenant of Mayors (Konvent der Bürgermeister). Die Europäische Kommission hat den Städtezusammenschluss 2008 ins Leben gerufen, um die Städte im Kampf gegen den Klimawandel stärker zu unterstützen und die Zusammenarbeit zwischen der europäischen und der lokalen Ebene zu verbessern.
  • Als Präsident des europäischen Städtenetzwerks Energy Cities hat OB Würzner diesen Gründungsprozess maßgeblich mitgestaltet. Heidelberg war eine der ersten deutschen Städte, die dem Konvent beigetreten sind.
  • Die Kommunen des Konvents verpflichten sich in der Beitrittserklärung bis zum Jahr 2020, ihre CO2-Emissionen durch Energieeffizienzmaßnahmen und eine verstärkte Nutzung erneuerbarer Energien um mindestens 20 Prozent zu reduzieren. Zudem erklären sie sich bereit, einen Aktionsplan für nachhaltige Energie vorzulegen und an der jährlichen europäischen Konferenz der Bürgermeister für nachhaltige Energie für Europa teilzunehmen.
  • Weitere Informationen unter http://www.konventderbuergermeister.eu/  

Energy Cities

  • Das Städtenetzwerk Energy Cities arbeitet seit mehr als zwanzig Jahren zu den Themen Energie und Klima und engagiert sich für nachhaltige Energie- und Klimapolitik auf kommunaler Ebene. Über ihre Mitglieder repräsentiert Energy Cities europaweit mehr als 1.000 europäische Städte und Gemeinden.
  • Ziel des Netzwerkes ist es, gemeinsam wirkungsvolle Handlungsstrategien für den Klimaschutz zu entwickeln, Erfahrungen und Know-how im Energiebereich auszutauschen, Projekte zum Klimaschutz auf die Beine zu stellen und die Politik der Europäischen Union in den Bereichen Energie-, Umwelt- und Stadtpolitik zu beeinflussen. OB Dr. Würzner ist seit 2006 Präsident des Städtenetzwerkes Energy Cities.
  • Das Städtenetzwerk hat den Covenant of Mayors initiiert und dafür ein Büro in Brüssel eingerichtet, um von dort den Prozess des Covenant zu begleiten.
  • Weitere Informationen unter http://www.energie-cites.eu/ .


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