Pressedienst der Stadt Heidelberg vom 10. März 2010
Projekt „Ausbildungsverbund Heidelberg“ startet
Ausbilder und Auszubildende mit Migrationshintergrund stehen im Mittelpunkt des neuen Kooperationsprojektes „Ausbildungsverbund Heidelberg“, das am Mittwoch, 10. März 2010, mit einer Auftaktveranstaltung im Großen Rathaussaal des Heidelberger Rathauses startete. Der Ende 2009 gegründete „Ausbildungsverbund Heidelberg“ ist ein Kooperationsprojekt zwischen der Stadt Heidelberg und dem „Interkulturellen Bildungszentrum Mannheim“ (ikubiz). „Ich freue mich sehr, dass wir dieses Projekt auf den Weg gebracht haben. Wir wollen gemeinsam Zugänge zu Migrantenunternehmen schaffen und nachhaltig Ausbildungsplätze akquirieren“, sagte Bürgermeister Wolfgang Erichson, Leiter des Dezernats für Integration, Chancengleichheit und Bürgerdienste der Stadt Heidelberg, in seiner Begrüßung.
Ziel des Projekts ist es, das Ausbildungspotenzial von Heidelberger Unternehmen zu stärken, die von Menschen mit Migrantionshintergrund geführt werden. Die Bereitschaft, auszubilden, scheitert bei diesen Betrieben oft nachweislich an fehlenden Informationen, etwa über das duale Ausbildungssystem. Bei dem Projekt erhalten die Betriebe keine finanziellen Zuschüsse, sondern werden durch Beratung und organisatorische Hilfestellung unterstützt. Parallel dazu will das Projekt Jugendlichen und jungen Erwachsenen insbesondere mit Migrationshintergrund, die durch schulische oder soziale Voraussetzungen auf dem Arbeitsmarkt benachteiligt sind, helfen, eine Ausbildungsstelle zu bekommen. Die Schnittstelle ist beim Amt für Chancengleichheit der Stadt Heidelberg angesiedelt. Dort kümmert sich künftig Püren Simsek vom ikubiz Mannheim um die Vernetzung zwischen Ausbildungsverbund, Ausbildungsbetrieben und potenziellen Auszubildenden.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand neben der Präsentation des Projekts der Austausch über dessen Möglichkeiten und Chancen am Beispiel des seit Jahren bestehenden Ausbildungsverbundes Mannheim. Elvira Stegnos, Geschäftsführerin des „Interkulturellen Bildungszentrums Mannheim“ (ikubiz), moderierte ein Gespräch mit Unternehmer/-innen, Ausbilder/-innen, Auszubildenden und Ausbildungsberater/-innen der Industrie- und Handelskammer (IHK). Memet Kilic, Bundestagsabgeordneter von Bündnis 90/Die Grünen, und Michael Allimadi, Vorsitzender des Ausländerrats/Migrationsrats der Stadt Heidelberg, sprachen Grußworte. Dr. René Leicht vom Institut für Mittelstandsforschung der Universität Mannheim referierte zum Thema „Migrantenökonomie in Baden-Württemberg“.
„Lange Nacht“: Die Bahnstadt leuchtet
|
Die „Lange Nacht der Museen“ kommt in die Bahnstadt! Auf dem Baufeld W6 des neuen Heidelberger Stadtteils, auf dem noch in diesem Jahr der Bau der ersten Wohnhäuser beginnen wird, errichtet die Heidelberger Designagentur Atelier Kontrast in Kooperation mit der Entwicklungsgesellschaft Heidelberg (EGH) und der Stadt Heidelberg eine großdimensionierte Lichtinstallation mit dem Titel „Lightningstructure“.
|

|
Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner: „Das Kunstobjekt ‚Lightningstructure’ steht genau dort, wo bald die ersten Bewohnerinnen und Bewohner der Bahnstadt leben werden. In der ‚Langen Nacht‚ und in den zwei Wochen danach bis Ostern besteht die Chance, sich ein Bild von den beeindruckenden Fortschritten der Erschließung unseres neuen Wissenschaftsstadtteils zu machen. Der Weg zur Lichtskulptur führt direkt an der schon vorbereiteten Baugrube für das erste Campusgebäude vorbei und weiter zu den Bauplätzen für die Wohnhäuser und die Kindertagesstätte.“
Konstruiert ist das Objekt aus Baugerüsten, über die kuppelartig ein Netz aus Lichtschläuchen gespannt wird. Die „Lightningstructure“ hat eine Grundfläche von 800 Quadratmetern und ist über zwölf Meter hoch. Jedes Gerüstelement und jeder Lichtschlauch sind als Lichtquelle einzeln ansteuerbar, womit dem Objekte „Leben“ eingehaucht wird.
Die Installation ermöglicht es dem Betrachter, ein Gefühl für die ungeheuren Dimensionen des neuen Stadtteils zu entwickeln. Und sie weist gleichzeitig darauf hin, wie wichtig die unterschiedlichen Formen von Vernetzung für den neuen Stadtteil sind – sowohl auf funktionaler als auch auf emotionaler Ebene.
Zum ersten Mal illuminiert wird das Objekt in der „Langen Nacht der Museen“ am Samstag, 20. März 2010, ab 19 Uhr. Exklusiv an diesem Abend wird der Sound-Designer Marc Sauter von der Bauhaus-Universität Weimar die Installation akustisch begleiten. Danach ist die Installation noch bis Ostersonntag, 4. April, immer in den Abendstunden zu sehen.
Wie kommt man hin?
Das Baufeld W6 befindet sich in der Nähe der neuen Feuerwache. Zu erreichen ist es ab Bismarckplatz oder Hauptbahnhof mit der Museumslinie K, Haltestelle „Halle02“. Die Haltestelle „Halle02“ befindet sich an der Ecke Czernyring/Güteramtsstraße. Von dort folgt man der Güteramtsstraße in Richtung Garten-Center Dehner und neue Feuerwache. Der Weg ist ausgeschildert.
Führungen
Das Atelier Kontrast bietet zwei Führungen zur „Lightningstructure“ an: Am Samstag, 27. März 2010, und am Ostersamstag, 3. April 2010, jeweils um 20 Uhr. Der Treffpunkt für die Führung ist in der Güteramtsstraße vor der Halle01.
Weitere Informationen
Ausführliche Informationen zur Bahnstadt sind im Internet unter www.heidelberg-bahnstadt.de zu finden; weitere Infos zur „Lightningstructure“ unter www.atelierkontrast.de .
Nachtrag zur Sitzung des Gemeinderates
am Donnerstag, 11. März 2010, um 16.30 Uhr, Großer Rathaussaal, Rathaus, Marktplatz 10.
Die Tagesordnung der öffentlichen Sitzung wird erweitert um den Punkt:
22. Vorhabenbezogener Bebauungsplan "Solarpark Heidelberg Grenzhof"
Beschlussvorlage 0075/2010/BV ist beigefügt.
Die bisherigen Tagesordnungspunkte 22 bis 37 verschieben sich entsprechend.
|