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Die Feuerwehr stellt sich vor
Berufsfeuerwehr
Chronik
Chronik
1846: Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Heidelberg.
1844 nehmen Studenten der Universität unorganisiert das Turnen auf.
Im Mai 1846 sind sie bei Carl Metz zu Gast.
Im Juni 1846 wird der Turnverein gegründet.
Am 22./23. August 1846 löschen die Turner zusammen mit dem Heidelberger Feuerpiquet einen Waldbrand.
Am 2. September 1846 bietet der Turnverein der Stadt auf der Grundlage eines Vereinsbeschlusses seine Dienste als Löschmannschaft an.
Im Januar 1847 wird bezeugt, dass die Löschmannschaft der Turner mit den städtischen Löschmannschaften zusammenarbeitet.
Im Sommer 1847 beschafft die Stadt Heidelberg für die Löschmannschaften des Turnvereins die notwendigen Geräte.
1847 Die Rolle von Carl Metz für die Feuerwehr Heidelberg.
Im Sommer des Jahres 1847 diskutiert der Gemeinderat über die finanziell schlechten Verhältnisse und entschließt sich dennoch zu einer Besichtigung der in Heidelberg ansässigen Metz’schen Fabrik und entsendet drei Mitglieder zu einer Betriebsbesichtigung und Vorführung der neuesten Geräte. Die Stadt bestellt bei Carl Metz zwei fahrbare Spritzen, zwei Beiwagen zur Aufnahme und zum Transport des notwendigen Zubehörs, zwei Hakenleitern und einen von Carl Metz neu entwickelten "Luftapparat", eine Art Taucherglocke, mit der dem Träger am Brandort frische Atemluft durch einen Schlauch zugeführt werden konnte. Weiter werden zwei Rettungssäcke bestellt.
Der Begriff "Feuerwehr" wird erstmals in Deutschland in der Karlsruher Zeitung vom 19.11.1847 verwendet.
1848/49 Badische Revolution
Auflösung der Turnvereine
Feuerwehr besteht aus Handwerkern, Studenten und Geschäftsleuten
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Meldesystem
Da die Hochwache auf dem Turm der Heiliggeistkirche sehr uneffektiv war, wird im Mai 1894 die erste Meldeanlage mit Zentralen auf dem Bismarckplatz und im Rathaus fertiggestellt.
Das System besteht aus insgesamt 19 Meldestellen. Bei einem Probealarm im Mai 1894 kann nach 25 Minuten der erste Löschangriff vorgetragen werden. Etwa zur gleichen Zeit wird in der Stadt ein Wassernetz aufgebaut und die ersten Hydranten in Betrieb genommen.
Um 1900
Ende der 90er Jahre gibt es in Heidelberg eine ständig besetzte Feuerwache in der Unteren Neckarstrasse 90 . Hier übernehmen Bedienstete des Tiefbauamtes die Aufgabe der Feuermeldestelle. Die Wehr kann sich in den Folgejahren etablieren.
1908 Großbrand Rathaus
In der Nacht vom 1. auf 2. März 1908 (Rosenmontag) schlagen hohe Flammen aus dem Dachstuhl des Rathauses, um dessen Um- bzw. Erweiterungsbau man sich im Heidelberger Bürgerausschuss schon seit über zehn Jahren heftig gestritten hatte. Ein böiger Ostwind entfacht einen heftigen Flammenregen, der sich westwärts ergießt und über der Heiliggeistkirche niederfällt. Als die Feuerwehr auf dem Marktplatz eintrifft, zünden die Funken bereits auf dem Dach des Chores und der Turmkuppel. Auch auf der Heiliggeistkirche müssen Feuerwehrmänner eingesetzt werden, um die durch Funkenflug entstandenen Brände zu löschen.
1912 Erste Motorspritze für Heidelberg
1914- 1918 Erster Weltkrieg
Die Zahl der Mitglieder der Feuerwehr geht erheblich zurück. Der Bürgermeister ruft die Bevölkerung zur Unterstützung auf.
1921 Kauf einer automobilen Feuerspritze, eine der wenigen in Baden.
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Mitte der 20er Jahre
Die Zahl der hauptamtlichen Kräfte steigt auf 20 Personen. Die Feuerwache bezieht Räume in der Kirchstraße/Alte Eppelheimer Straße, die bis 1954 als Feuer- und Sanitätswache genutzt wird.
20er und 30er Jahre
Die Feuerwehr wird komplett motorisiert.
1931-1937
Branddirektor Friedrich Müller übernimmt die Leitung der Feuerwehr Heidelberg.
1936
Die Freiwillige Feuerwehr wird aufgelöst und der Oberleitung der Polizeiverwaltung unterstellt. Somit ist aus der Freiwilligen Feuerwehr die Feuerlöschpolizei Heidelberg entstanden.
1938
10. November 1938 gegen 5.00 Uhr brennt die Heidelberger Synagoge. Die Brandbekämpfung wird von Angehörigen der SA verhindert.
1939-1945
Bedingt durch den zweiten Weltkrieg schrumpft die Anzahl der FF beträchtlich. Dies führte dazu, dass zum ersten Mal auch Frauen in die Feuerwehr aufgenommen werden. Die Heidelberger Wehr wird in den letzten Kriegsjahren insbesondere in Mannheim und Stuttgart eingesetzt. Nach Kriegsende beendeten die Frauen ihren Dienst in der Feuerwehr.
Mai 1945
Alfred Altenbach wird zum neuen Leiter der Feuerwehr Heidelberg ernannt und mit der Einrichtung einer Berufsfeuerwehr beauftragt (1946).
In diesen Zeiten fehlt es fast an allem, so müssen Fahrzeuge und Geräte aus alten Wehrmachtsbeständen den Brandschutz sichern. Die Feuerwehr darf nur in Begleitung der US-Militärpolizei ausrücken.
Mai 1954
Der Neubau der Feuerwache am Czernyring ist fertiggestellt. In Fachkreisen gilt das Gebäude als Vorzeigeobjekt für moderne Architektur. In dieser Zeit wird auch die Alarmierung der Feuerwehren im Stadtgebiet erneuert und gilt neben Düsseldorf als Stadt mit dem modernsten Alarmmeldesystem der Bundesrepublik.
1956
Einrichtung des Feuerwehrausschusses nach FW-Gesetz - von der Feuerwehr zur technischen Wehr.
Viele Jahrzehnte ist die Feuerwehr nur für die Brandbekämpfung zuständig. Mit zunehmender Motorisierung verlagert sich das Aufgabenspektrum immer mehr zur technischen Hilfeleistung.
1966
Aufbau Heidelberger Ölwehr
1969
Großfeuer bei den Febolit-Werken (Teroson) im Pfaffengrund. Über mehrere Tage sind die Feuerwehren aus Heidelberg, Mannheim und Eppelheim im Einsatz.
Mitte der 70er Jahre
Große Waldbrände zeigen die Defizite bei den Feuerwehren auf. Seit dem Krieg ist man nicht mehr gewöhnt, große Einheit zu führen. Das Zusammenwirken von Fachdiensten ist chaotisch. Es werden Lehrgänge an den KatS-Schulen und Landesfeuerwehrschulen eingerichtet. Ziel: Schulung der Technischn Einsatzleitungen für Katastrophen- und Großschadenslagen.
Ende der 70er Jahre
Großbrand bei Ford in Köln.
Die Brandabschnitte sind so groß, dass die Feuerwehr keine Chance hat, eine effektive Brandbekämpfung durchzuführen. Aufgrund dieses Vorfalls wird versucht, über die Industriebau-Verordnung wieder mehr vorbeugenden Brandschutz bei Großprojekten zu realisieren. Die Industriebau-Verordnung wird in den kommenden Jahren immer wieder aktualisiert und bestimmt noch heute den Brandschutz bei Industriegebäuden.
1984
Großbrand bei der HSB.
Schadenhöhe ca. 12 Mio DM. Explosion von Acetylen-Gasflaschen
1986 Tschernobyl.26. April
Der größte Unfall (Gau) ereignet sich im KKW Tschernobyl. Eine Wasserstoffexplosion zerstört das Reaktorgebäude und die Brennelemente beginnen zu schmelzen. Einige Tage später erreichen radioaktive Stoffe die Bundesrepublik Deutschland. Bei der Feststellung der Strahlungsintensität sind auch die Feuerwehren gefragt.
1991
Flugzeugabsturz am Hohen Nistler.
Kurz vor Weihnachten stürzte ein Flugzeug mit 32 Insassen ab. Es haben nur 4 Personen diesen schrecklichen Absturz überlegt.
1996
Die Feuerwehr Heidelberg wird international.
Auf Anfrage eines Großkonzerns erhält die Feuerwehr Heidelberg den Auftrag, für ein Großkraftwerk in Indien eine Werkfeuerwehr auszubilden und mit Atemschutzgeräte auszustatten. In Radja Mundi werden 20 Militärangehörige im Atemschutz ausgebildet. In dieser Zeit geschieht ein Gefahrgutunfall auf dem Werksgelände. Über die Feuerwehrleitstelle Heidelberg konnte mit Hilfe modernster Satelliten-Technik Infomaterial angefordert werden.
24.03.1999
Tunnelunglück Mont-Blanc 41 Tote
Dieser Unfall ist Anlass dafür, den Heidelberger Schlossbergtunnel nach technischen Mängel zu untersuchen.
November 2000
Brandtraining bei RISC in Rotterdam
Eine Gruppe der Berufsfeuerwehr Heidelberg nimmt am Brandtraining teil. Ziel: Industriebrandbekämpfung und Flash-Over-Training
Frühjahr 2001
Tunnelübung im Königstuhltunnel der DB AG.
Führung durch TEL. Es ist zu diesem Zeitpunkt die größte Tunnelübung, die je in Süddeutschland durchgeführt wurde. An dieser Übung nehmen sämtliche Hilfsorganisationen wie z.B.: DRK, RUD Arbeitskreis DRK, THW, Einheiten der Polizeidirektion Heidelberg, des Bundesgrenzschutzes, Deutsche Bahn AG, die Abteilungen der Freiwilligen Feuerwehr Heidelberg sowie Kräfte der Berufsfeuerwehr teil, ca. 500 Kräfte.
Die Übung zeigt, dass durch die fehlenden Schutzeinrichtungen im Tunnel große Probleme im Ernstfall auftreten können (Wasserversorgung, Funkverbindungen, Rettungswege).
2003 Planung der Neuen Feuerwache
2005 Ausschreibung zum Bau der Neuen Feuerwache
2006 Spatentisch zum Bau der neuen Berufsfeuerwache
Am 15. März 2006 fand der Spatenstich für ein ehrgeiziges Projekt statt: der Neubau der Feuerwache der Berufsfeuerwehr Heidelberg. Architekt Professor Peter Kulka aus Köln steht vor der Herausforderung, ein gleichermaßen funktionales, ökologisches und kostengünstiges Domizil für die Heidelberger Berufsfeuerwehr zu errichten, das auch ästhetischen Ansprüchen genügt.
2007 Einzug in die Neue Feuerwache
Am 01.08.2007 zog als erstes die Verwaltung der Feuerwehr Heidelberg von ihrem alten Dienstgebäude Czernyring 3 in die Diensträume der neugebauten Feuerwache im Baumschulenweg 2 ein.
Am 14.09.2007 folgte der Umzug der Wachmannschaft in einem Konvoi von 28 Fahrzeugen und die Umstellung der Telefon- und Notrufleitungen auf die neue Feuerwache.
2008 Besuch aus Rehovot
In der Zeit vom 17. bis 24. November 2008 befand sich ein 15-köpfige Delegation aus unserer israelischen Partnerstadt Rehovot zu Besuch bei der Feuerwehr Heidelberg. Neben Herrn Saul Libi, Stadtratsabgeordneter und 1. Vorsitzender der Feuerwehr, waren 9 weitere Feuerwehrangehörige und fünf Mitglieder der Freundeskreis Rehovot bei uns zu Gast.
2010 Wechsel an der Spitze der Feuerwehr
Der langjährige Leiter der Feuerwehr der Stadt Heidelberg, Hans-Joachim Henzel, geht in den Ruhestand. Nachfolger wird Dr. Georg Belge, der die Feuerwehrleitung zum 1. Dezember 2010 offiziell übernommen hat. Am 2. Dezember 2010 verabschiedete Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner Hans-Joachim Henzel bei einer feierlichen Veranstaltung in der Heidelberger Feuerwache und führte dessen Nachfolger Dr. Georg Belge in das Amt ein.
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Gründerzeit der Feuerwehr |
Neubau Feuerwache 1956 |
Gruppenbild |
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Brand HSB 1984 |
Feldzug Teilnehmer 1914 |
Brand HSB 1984 |
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Flugzeugabsturz Hoher Nistler |
Brand Firma Teroson 1969 |
Rauchsäule über der Firma Teroson 1969 |
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Berufsfeuerwehr Heidelberg in Indien |
Aufbau einer Feuerwehr in Indien |
Werksgelände in Indien |
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Baubeginn der neuen Feuerwache |
Die neue Feuerwache |
Besuch aus Rehovot |
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Amtseinführung Herr Belge |
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