Abgeschlossene Projekte
Regiotreffen
Für alle Jugendgemeinderäte in der Region plante der Heidelberger Jugendgemeinderat ein Regiotreffen, bei dem gemeinsame Projekte besprochen werden sollten. An diesem Tag sollte ganz allgemein Gelegenheit sein, sich kennenzulernen, sich über verschiedene Themen auszutauschen und über Probleme bei der Arbeit als Jugendgemeinderat zu sprechen. Ein Termin im Januar 2011 wurde ins Auge gefasst, aber mangels Interesse der Jugendgemeinderäte aus der Region musste das Regiotreffen abgesagt werden. Da dies schon der zweite Versuch zur Organisation eines Regiotreffens war, der an zu wenig Rückmeldungen scheiterte, ist ein neuer Anlauf im Moment nicht geplant.
Stolpersteine
Die „Initiative Stolpersteine“ möchte in Heidelberg Gedenksteine („Stolpersteine“) verlegen, die an Menschen erinnern sollen, die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft wurden. In vielen Städten wurde dieses Konzept bereits umgesetzt. Nach Gesprächen mit der Initiative Stolpersteine und dem Kulturamt spricht sich der Jugendgemeinderat (JGR) für die Verlegung von Stolpersteinen als Form des Erinnerns in Heidelberg aus. Die Begründung findet man in den JGR-Stimmen. Der Gemeinderat hat das Projekt allerdings zunächst zurückgestellt und die Verwaltung beauftragt, bis Oktober 2009 ein Konzept für eine „Allgemeine Kultur des Erinnerns“ zu erarbeiten, das allen Opfern und ihren Angehörigen in ausreichender Form gerecht wird.
Auf Vorschlag des Kulturausschusses und des Jugendgemeinderates hat der Gemeinderat am 15. April 2010 den folgenden Beschluss gefasst:
Die Verwaltung der Stadt Heidelberg erteilt allen Antragsteller/-innen eine Genehmigung, Stolpersteine auf eigene Rechnung am ausgewählten Ort der Erinnerung – in der Regel der letzte gewählte Wohnsitz der Verfolgten – zu verlegen, wenn sie dies wünschen und beantragen. Das Einverständnis von Angehörigen oder Verbänden der verfolgten Personen muss entsprechend eingeholt werden. Die jetzigen Eigentümer der Häuser müssen informiert werden.
Mittlerweile sind die ersten Stolpersteine verlegt. Verbunden mit einer Auftaktveranstaltung am 12. Oktober 2010 in der Friedrich-Ebert-Gedenkstätte wurden Steine vor den ehemaligen Wohnhäusern der Familien Durlacher in der Hauptstraße 121, Blum in der Bergstraße 44 und Liebhold in der Bergstraße 86 gesetzt. Vor dem Haus in der Dreikönigstraße 15 wird an Heinrich Fehrentz, und in der Dreikönigstraße 24 an Ludwig Brummer erinnert. Für Leontine Goldschmidt wurde ein Gedenkstein vor ihrem ehemaligen Wohnhaus in der Gaisbergstraße 9 verlegt. Was für ein erfreulicher Tag für die "Initiative Stolpersteine“ in Heidelberg - der JGR gratuliert zum Durchhaltevermögen und dem letztendlichen Erfolg der Initiative!
Thingstätte
Kurz vor der Walpurgisnacht vom 30. April auf den 1. Mai zieht es traditionell alljährlich mehrere tausend Jugendliche zur Thingstätte auf den Heidelberger Heiligenberg. Im März 2008 stand zur Diskussion, dass der Aufenthalt auf der Thingstätte in der Walpurgisnacht 2008 aus Sicherheitsgründen verboten werden könnte. Nicht zuletzt durch Intervention des Jugendgemeinderates konnte das verhindert werden und auch 2008 wurde auf der Thingstätte ruhig und friedlich gefeiert. Die Verwaltung arbeitet derzeit noch an einem Konzept zur Nutzung der Thingstätte, das die rechtlichen und baulichen Voraussetzungen zu ihrer Nutzung klärt und ihrer Eigenschaft als Kulturdenkmal gerecht wird. Ein großes Problem sind allerdings nach wie vor die Müllberge am Tag nach der Walpurgisnacht auf der Thingstätte und der näheren Umgebung.
Folgendes Konzept wurde im Juli 2010 vom Gemeinderat beschlossen:
1. Auf der Thingstätte können kulturelle Veranstaltungen der Stadt Heidelberg oder Dritter stattfinden.
2. Es dürfen pro Kalenderjahr nur bis zu vier kulturelle Veranstaltungen mit mehr als 500 bis maximal 5.000 zu erwartenden Besuchern (kulturelle Großveranstaltungen) an höchstens drei Wochenenden stattfinden. Diese sollen nicht an zwei Wochenenden unmittelbar nacheinander stattfinden.
4. Der Heidelberg Marketing GmbH werden der Betrieb der Thingstätte für Großveranstaltungen und die Verkehrssicherungspflichten bei Großveranstaltungen übertragen. Sie übernimmt in diesen Fällen die gesamte organisatorische Abstimmung mit den zu beteiligenden Ämtern und Behörden, schließt die Verträge mit interessierten Veranstaltern, in denen die veranstaltungsbezogenen Verkehrssicherungspflichten auf diese übergehen und erhebt ein Entgelt für die Zulassung. Dieses beträgt für zweitägige Veranstaltung 6.000 Euro und für eintägige Veranstaltungen 4.000 Euro.
5. Von einem öffentlich-rechtlichen Betretungsverbot zur Nachtzeit wird abgesehen. Stattdessen werden vor Ort Sicherungsmaßnahmen ergriffen.
Damit ist vom Tisch, dass die Nutzung der Thingstätte in der Walpurgisnacht verboten und als Ordnungswidrigkeit verfolgt wird. Vielmehr haben sich die 2008 erarbeiteten Sicherungsmaßnahmen in den vergangenen Jahren bewährt. Es ist vorgesehen, dass auch zukünftig die Walpurgisnacht von den städtischen Ämtern, der Polizei, der Feuerwehr und anderen Rettungsdiensten begleitet wird.
Neckarwiesenkonzept
Die Neckarwiese ist die in Heidelberg im Sommer am meisten genutzte öffentliche Freifläche, auf der sich Jung und Alt treffen können, ohne Eintrittsgelder bezahlen zu müssen oder zum Kauf von Getränken gezwungen zu sein. Allerdings gibt es um die Aktivitäten auf der Neckarwiese auch immer wieder Diskussionen – eine davon dreht sich seit Jahren um das öffentliche Grillen. Bereits im Februar 2006 hat sich der Jugendgemeinderat dafür eingesetzt, dass auf der Neckarwiese Grillzonen ausgewiesen wurden. Dem Vorschlag des Jugendgemeinderates wurde noch 2006 entsprochen, und probeweise auf ein Jahr wurde das Grillen auf der Neckarwiese in den vorgegebenen Grillzonen zum ersten Mal offiziell erlaubt. Obwohl damit gute Erfahrungen gemacht wurden, sollte das Grillen dann zum Sommer 2008 wieder verboten und die Grillzonen abgebaut werden. Nicht zuletzt weil sich der Jugendgemeinderat massiv gegen dieses Vorhaben gewehrt hat, entstand im Herbst 2008 eine Arbeitsgruppe, die ein Konzept zur weiteren Nutzung der Neckarwiese erarbeiten sollte. Dieses Konzept wurde am 21. April 2009 vom Gemeinderat beschlossen. Damit wird auch die Probephase der Grillzonen auf dem Neckarvorland bis auf weiteres verlängert.
Soccer-Night
Bereits zwei Mal hat der Jugendgemeinderat in der SoccArena in Heidelberg eine Soccer-Night für Heidelberger Jugendliche organisiert. Bis zu 15 Mannschaften haben sich jeweils ab dem frühen Abend auf dem Indoor-Fussball-Feld in Heidelberg-Kirchheim spannende Spiele geliefert, die zum größten Teil friedlich und fair über die Bühne gingen. Leider sind beim zweiten Turnier im Juli 2008 zu fortgeschrittener Stunde die Emotionen der Spielerinnen und Spieler so hochgekocht, dass sich die SoccArena zusammen mit dem Jugendgemeinderat und den Schiedsrichtern nach dem Halbfinale dazu entschließen musste, das Turnier abzubrechen. Der Jugendgemeinderat hofft deshalb bei einer Neuauflage des Turniers auf einen ruhigeren Spielverlauf
Faschingsumzug
Bereits zum dritten Mal hat der Jugendgemeinderat am Heidelberger Faschingsumzug teilgenommen. Ausgestattet mit Motivwagen, Musik und viel guter Laune hat der Jugendgemeinderat Berge von Süßigkeiten unter´s närrische Volk gebracht. Auch im nächsten Jahr wird der JGR wieder dabei sein!

