Bahnbetriebswerk
Ein großes Projekt, das den Jugendgemeinderat (JGR) beschäftigt, ist das ehemalige Bahnbetriebswerk (BBW) am Ochsenkopf. Es handelt sich dabei um ein stillgelegtes, bis auf Notwohnungen für 50 Personen ungenutztes, Industriegebäude auf dem Geländer der künftigen Bahnstadt, das der Jugendgemeinderat als sozio-kulturelles Zentrum für Jugendliche genutzt wissen möchte. Es geht dem JGR dabei insbesondere darum, nicht ein weiteres städtisches Jugendhaus zu gründen, sondern ein unabhängiges, selbstverwaltetes und unkommerzielles Zentrum, das offen ist für alle, die sich dort engagieren möchten.
Nachdem der Jugendgemeinderat dem Gemeinderat in einer gemeinsamen Sitzung im Oktober 2008 seine Idee präsentiert hatte, wurde eine Arbeitsgruppe zur Entwicklung eines Nutzungskonzeptes für das Bahnbetriebswerk unter Beteiligung des Jugendgemeinderates ins Leben gerufen. Am 29. September 2010 nahm der Jugendgemeinderat den Bericht der Arbeitsgruppe „Zentrum für Jugend und Kultur im ehemaligen Bahnbetriebswerk am Ochsenkopf“ zur Kenntnis. Nach diesem Bericht sollen die Überlegungen rund um das Bahnbetriebswerk wegen der hohen Sanierungskosten von 2,7 Millionen und der angespannten Haushaltslage in den nächsten zwei Jahren auf Eis gelegt werden. Der Jugendgemeinderat betonte an dieser Stelle nachdrücklich, wie wichtig jetzt eine Übergangslösung ist, in der sich der „Verein für kulturellen Freiraum“ (ehemals „Verein Bahnbetriebswerk – Freiraum für Kultur“) in Heidelberg ausprobieren kann. Er stellte deshalb in seiner Sitzung die folgenden Anträge:
- Die Verwaltung erstellt bis 31.12.2010 eine Liste mit möglichen Räumlichkeiten, die als Übergangsstätte für die kommenden zwei Jahre genutzt werden könnten. Dabei sind Liegenschaften im städtischen Besitz sowie Liegenschaften, die ggf. angemietet werden könnten, zu berücksichtigen.
- Der Kulturausschuss empfiehlt dem Gemeinderat, die im Haushaltsplan 2009/2010 für die Entwicklung eines Zentrums für Jugend und Kultur bereit gestellten Mittel, die nicht verbraucht wurden, in den nächsten Doppelhaushalt zu übertragen, um weitere Planungen finanzieren zu können.
Der Gemeinderat schloss sich am 21. Oktober 2010 diesem Vorschlag an.
Zwischenzeitlich stellte die Verwaltung drei mögliche Übergangsstandorte vor, die in Zusammenarbeit mit dem JGR auf ihre Eignung geprüft werden: die sogenannte „Halle 04“ in unmittelbarer Nähe der Halle 02 in der Güteramtsstraße, eine Halle auf dem ehemaligen Haldex-Gelände im Pfaffengrund sowie Räumlichkeiten im Bereich des Schmitthelm-Komplexes im Pfaffengrund.
