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Startseite / Coronavirus: Die Lage in Heidelberg / Coronavirus: Alltagsmaske
Plakat zur Kampagne "Maske auf, HD!"

„Maske auf, HD!“
Mit einer Kampagne wollen Kreative aus dem Dezernat 16 die Heidelberger Bevölkerung für das Tragen von Masken begeistern. Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner hat die Schirmherrschaft übernommen. mehr dazu

Tipps und Hinweise
Damit einfache Masken für Mund und Nase dabei helfen, die Ausbreitung des Corona-Virus zu verlangsamen, ist der richtige Umgang mit ihnen wichtig.
Informationen in Leichter Sprache gibt es bei Einfach Heidelberg e.V. mehr dazu

Masken tragen und selbst nähen

Sinnvoll zum Schutz von anderen

Plakat zum Thema Masken Tragen. (Quelle: Stadt Heidelberg)

Bürgerinnen und Bürger müssen in Baden-Württemberg ab Montag, 27. April 2020, in Läden und Einkaufszentren, im ÖPNV sowie an Bus- und Bahnsteigen Mund und Nase abdecken. Diese Maskenpflicht hat die baden-württembergische Landesregierung beschlossen. Sie gilt auch für Kinder ab ihrem sechsten Geburtstag. Ausgenommen sind Menschen, wenn es für diese aus medizinischen oder sonstigen zwingenden Gründen unzumutbar ist, etwa bei Asthma oder wenn es behinderungsbedingt nicht möglich ist.

In städtischen Verwaltungsgebäuden wie dem Rathaus und den Bürgerämtern müssen schon seit Montag, 20. April 2020, sowohl Bürgerinnen und Bürger eine Schutzmaske tragen, als auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Besucherverkehr. Wer selbst keine Maske hat, erhält am Eingang durch die Stadt einen einfachen Mund-Nasen-Schutz überreicht. 

Die Stadt Heidelberg hat sich in den vergangenen Wochen intensiv auf die aktuelle Situation vorbereitet und mehrere hunderttausend Masken beschafft. Diese werden an Heidelberger Einrichtungen im Gesundheitssektor wie niedergelassene Ärztinnen und Ärzte verteilt, die täglich mit Patientinnen und Patienten in Kontakt stehen.

Wo bekomme ich eine Maske her?

Frau näht Masken. (Foto: Stadt Heidelberg)

Alltagsmasken sind wieder in Apotheken und im Handel erhältlich, auch online. Die Stadt bittet weiterhin darum, selbst Masken zu nähen oder auf selbst genähte Masken zurückzugreifen. Auch ein Tuch oder Schal, den man sich vor Mund und Nase bindet, ist ausreichend. 

Die Initiative #rormaske von Knud Jahnke und dem Stadtteilverein-Rohrbach bietet mit Unterstützung durch viele hilfs- und nähbereite Menschen Masken an. Gegen eine Spende in Höhe von beispielsweise 5 Euro an den Stadtteilverein sind die Masken im Quartiersbüro Hasenleiser und in der Lindenapotheke am Rohrbach Markt zu haben.

Ab 4. Mai bietet Heidelberg Marketing in der Tourist Information am Neckarmünzplatz Masken zum Verkauf an, die in Kooperation mit der Stiftung der Henkel AG von der „Khmer for Khmer Organisation“ (KKO) in Kambodscha produziert wurden. Der komplette Erlös kommt den Näherinnen sowie sozialen Einrichtungen in Heidelberg zugute.

Auf den Portalen maps.maskefuerdich.de und www.stayhomeandsew.de können sich Menschen vernetzen, die Masken und das benötigte Material suchen oder anbieten. 

Häufige Fragen und Antworten

Gibt es eine Maskenpflicht?

Die baden-württembergische Landesregierung hat am 21. April 2020 eine Maskenpflicht für bestimmte Bereiche beschlossen. Ab dem 27. April müssen alle Personen ab 6 Jahren im öffentlichen Personennahverkehr, an Bahn-, Bussteigen und Haltestellen sowie in den Verkaufsräumen von Ladengeschäften sowie allgemein in Einkaufszentren eine nicht-medizinische Alltagsmaske oder eine vergleichbare Mund-Nasen-Bedeckung tragen. Auf Wochenmärkten wird das Tragen von Masken oder anderen Mund-Nasen-Bedeckungen, auch selbstgenähten Masken und Schals, dringend empfohlen. Die Maskenpflicht gilt nicht, wenn dies aus medizinischen oder sonstigen zwingenden Gründen für eine Person unzumutbar ist, etwa bei Asthma oder wenn es behinderungsbedingt nicht möglich ist.

In städtischen Verwaltungsgebäuden wie das Rathaus und die Bürgerämter müssen bereits seit20. April 2020 sowohl Bürgerinnen und Bürger einen Schutz vor Mund und Nase tragen, als auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Besucherverkehr. Wer selbst keine Maske hat, erhält am Eingang durch die Stadt eine überreicht. In den Schulen gibt es die dringende Empfehlung, eine Maske zu tragen.

Bereits die Nutzung einer einfachen Mund-Nasen-Bedeckung trägt nach Einschätzung des Robert Koch-Instituts dazu bei, die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen und insbesondere Risikogruppen wie ältere Menschen und Vorerkrankte zu schützen. Auch eine selbstgenähte Maske, ein Schal oder ein einfaches Tuch helfen beim Bedecken von Mund und Nase.


Gilt die Maskenpflicht für alle?

Nein. Kinder unter sechs Jahren sind ausgenommen. Die Maskenpflicht entfällt auch für Menschen, die aus medizinischen Gründen keine Maske tragen können – zum Beispiel bei Asthma oder vermehrtem Speichelfluss. Menschen, die aufgrund ihrer Behinderung keine Masken auf- oder absetzen können, müssen ebenso keine Masken tragen wie schwerhörige oder gehörlose Personen, die auf das Mundbild oder eine besonders deutliche Aussprache in der Kommunikation angewiesen sind. Das gilt auch für deren Begleitpersonen. Auch für manche Menschen mit einer Zwangsstörung wäre das Tragen des Mund-Nasen-Schutzes unzumutbar. Sofern der Grund der Befreiung von der Maskenpflicht nicht offensichtlich ist, ist für spätere Kontrollen ein Nachweis erforderlich. Dies kann beispielsweise durch eine ärztliche Bestätigung erfolgen. Betroffene sollten mit ihrem Haus- oder Facharzt sprechen. In der ärztlichen Bescheinigung muss keine Diagnose angegeben werden.

Bei der Kommunalen Behindertenbeauftragten Christina Reiß häuften sich zuletzt Rückmeldungen von Betroffenen, die Probleme bekommen haben – insbesondere bei weniger offensichtlichen Fällen. „Viele Behinderungen sieht man Menschen gar nicht an – im Fall der Maskenpflicht kann das zu Problemen führen. Menschen wird der Zutritt zu Geschäften verweigert, obwohl sie ein ärztliches Attest vorweisen können. Oder ihnen wird der Zutritt verweigert, wenn sie keinen Einkaufswagen nutzen können, weil sie beispielsweise auf eine Gehhilfe angewiesen sind. Das Personal beruft sich auf das Hausrecht. Andere berichten von verbalen Attacken an Haltestellen oder in Bussen. Solche Ausgrenzungen müssen wir verhindern, sie verstoßen gegen das Antidiskriminierungsgesetz“, appelliert Reiß. Sie hofft, dass die zu Beginn der Corona-Pandemie gewachsene Solidarität in der Gesellschaft weiter tragfähig bleibt und bittet die Bevölkerung um Verständnis und Rücksichtnahme. Der Kommunale Ordnungsdienst der Stadt wird bei Bedarf Einzelhändler, andere Betriebe sowie Kundinnen und Kunden über die Regelung aufklären.


Wo erhalte ich Schutzmasken? Kann ich auch einen Schal oder ein Tuch nutzen?

Es sind Schutzmasken wieder in Apotheken und im Handel erhältlich, auch bei Onlineversandhändlern. Heidelberg Marketing bietet seit 4. Mai in der Tourist Information am Neckarmünzplatz Masken für 6,50 Euro an. Der komplette Erlös kommt den Näherinnen in Kambodscha sowie sozialen Einrichtungen in Heidelberg zugute. Die Stadt bittet zudem weiterhin darum, selbst eigenen Masken zu nähen oder darauf zurückgreifen. Es gibt auch in Heidelberg mehrere freiwillige Initiativen, die Masken nähen und online über entsprechende Suchbegriffe aufzufinden sind. Eine Anleitung zum Selbstnähen einer Alltagsmaske gibt es hier zum Download. Auch ein einfaches Tuch oder ein Schal können zum Abdecken von Mund und Nase genutzt werden. Die Alltagsmasken können gewaschen und so immer wieder genutzt werden. Um Viren abzutöten, sollten sie bei mindestens 60 Grad gewaschen werden.


Hilft das Tragen von selbstgenähten Gesichtsmasken?

Selbst genähte Gesichtsmasken können zertifizierte Medizinprodukte nicht ersetzen und bieten keinen nachgewiesenen Schutz – weder für den Träger noch für Menschen in seinem Umfeld. Dennoch kann das Tragen einer einfachen Alltagsmaske in der Corona-Krise sinnvoll sein. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte schreibt, dass „trotz dieser Einschränkungen geeignete Masken als Kleidungsstücke dazu beitragen (können), die Geschwindigkeit des Atemstroms oder Tröpfchenauswurfs z.B. beim Husten zu reduzieren und das Bewusstsein für „social distancing“ sowie gesundheitsbezogen achtsamen Umgang mit sich und anderen sichtbar zu unterstützen. Auf diese Weise können sie bzw. ihre Träger einen Beitrag zur Reduzierung der weiteren Ausbreitung von SARS-CoV-2 leisten.“ weitere Informationen und Hinweise

Auch Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner ermuntert Bürgerinnen und Bürger, sich Masken selbst zu nähen und im Freundes- und Bekanntenkreis zu verteilen: „Eine einfache, auch selbst genähte Maske ist für den Privatgebrauch immer besser als keine Maske.“ Die professionellen Masken sollten aktuell vor allem dem Gesundheitssektor vorbehalten sein – Ärztinnen und Ärzte, Alten- und Krankenpfleger brauchen diese dringend.

Eine Anleitung zum Selbstnähen von Masken des Theater Heidelberg gibt es hier zum Download. Die Schneiderei des Theaters stellt seit Ende März Masken her und übergibt die eigene Produktion an die Feuerwehr Heidelberg.


Was sollte ich beim Umgang mit Stoffmasken beachten?

  • Die Masken sollten nur für den privaten Gebrauch genutzt werden.
  • Die gängigen Hygienevorschriften, insbesondere die aktuellen Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts (RKI, www.rki.de) und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) sind weiterhin einzuhalten.
  • Auch mit Maske sollte immer der empfohlene Sicherheitsabstand von mindestens 1,5 Meter zu anderen Menschen eingehalten werden.
  • Beim Anziehen einer Maske ist darauf zu achten, dass die Innenseite nicht kontaminiert wird. Die Hände sollten vorher gründlich mit Seife gewaschen werden.
  • Die Maske muss richtig über Mund, Nase und Wangen platziert sein und an den Rändern möglichst eng anliegen, um das Eindringen von Luft an den Seiten zu minimieren.
  • Bei der ersten Verwendung sollte getestet werden, ob die Maske genügend Luft durchlässt, um das normale Atmen möglichst wenig zu behindern.
  • Die Außenseite der gebrauchten Maske ist potentiell erregerhaltig. Um eine Kontaminierung der Hände zu verhindern, sollte diese möglichst nicht berührt werden
  • Nach Absetzen der Maske sollten die Hände unter Einhaltung der allgemeinen Hygieneregeln gründlich gewaschen werden (mindestens 20 bis 30 Sekunden mit Seife).
  • Die Maske sollte nach dem Abnehmen in einem Beutel oder ähnliches luftdicht verschlossen aufbewahrt oder sofort gewaschen werden. Die Aufbewahrung sollte nur über möglichst kurze Zeit erfolgen, um vor allem Schimmelbildung zu vermeiden.
  • Masken sollten nach einmaliger Nutzung idealerweise bei 95 Grad, mindestens aber bei 60 Grad gewaschen und anschließend vollständig getrocknet werden.

Darf ich beim Autofahren eine Maske tragen?

Das Land Baden-Württemberg teilt dazu mit: Das Tragen einer Maske oder Mund-Nasen-Bedeckung führt nicht grundsätzlich dazu, dass eine Identifikation eines Kraftfahrzeugführers ausgeschlossen ist. Derzeit überwiegt sicherlich die Notwendigkeit des Gesundheitsschutzes, die auch für Verkehrsteilnehmer elementar ist. Sofern die Maske sich nur auf Mund und Nase beschränkt, aber die Augenpartie sowie der Rest des Gesichtes erkennbar bleiben (also beispielsweise nicht zusätzlich eine Sonnenbrille getragen wird), wird dies nicht vom Verhüllungsverbot des § 23 Absatz 4 Straßenverkehrs-Ordnung (StVO) erfasst.
 
Wo erhalte ich Antworten auf weitere Fragen rund um die Maskenpflicht?
Das Land Baden-Württemberg hat auf seiner Internetseite Fragen und Antworten zusammengestellt.


Haftungsausschluss

Die Stadt Heidelberg übernimmt keine Haftung für die Wirksamkeit, die Herstellung oder die sachgerechte Verwendung eines oben beschriebenen Behelfs-Mund-Nasen-Schutzes. Jeglicher Schadensersatzanspruch gegenüber der Stadt Heidelberg wegen Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit - unabhängig, ob vom Verwender oder dem jeweiligen Gegenüber - ist ausgeschlossen.

Die Herstellung/Verwendung von Alltagsmasken erfolgt ausschließlich auf eigene Gefahr. Es wird darauf hingewiesen, dass auf jeden Fall die Hygienevorschriften des Robert Koch-Instituts zu beachten sind.