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Bei Fragen wenden Sie sich bitte an:

Christina Reiß (Foto: Fotostudio Schwetasch)
Christina Reiß
Behinderten-beauftragte
Bergheimer Str. 69
69115 Heidelberg
Telefon 06221 58-15590
Fax 06221 58-49160

Weitere Infos
www.heidelberg.de/
behindertenbeauftragte

Kontakt und Leistungen/Befugnisse

Projekte aus dem Büro der Kommunalen Behindertenbeauftragten

Aktuelles zu Corona

Ausnahmen bestätigen die Regel: Befreiung von der Maskenpflicht mit ärztlichem Attest
Plakataktion der Kommunalen Behindertenbeauftragten

Die Kommunale Behindertenbeauftragte informiert aktuell und ausführlich zum Thema Corona - Aspekte für Menschen mit Behinderung und ältere Menschen.

Es häufen sich Rückmeldungen von Betroffenen, die wegen der ärztlich bestätigten Ausnahme von der Maskenpflicht Probleme bekommen haben. Daher wirbt die Kommunale Behindertenbeauftragte für Verständnis und Rücksichtnahme. mehr dazu

Häufige Fragen in der Beratung

Antworten auf „Häufige Fragen“ in der Beratung bei der Kommunalen Behindertenbeauftragten werden auf der Website zur Verfügung gestellt.  mehr dazu

Informationen zur Kommunalen Behindertenbeauftragten in Leichter Sprache

Die Aufgaben der Kommunalen Behindertenbeauftragten sind vielfältig und ergeben sich aus dem Landesbehindertengleichstellungsgesetzt. Hier werden sie in Leichter Sprache erläutert (226,5 KB).

Schreiben an die örtlichen Bundestagsabgeordneten zum Krankenhauszukunftsgesetz – KHZG

Die Heidelberger Behindertenbeauftragte hat sich in einem Schreiben an die örtlichen Bundestagsabgeordneten gewandt und gefordert, bei Förderungen baulicher und digitaler Maßnahmen die Barrierefreiheit zur Voraussetzung zu machen:

Sehr geehrte Damen und Herren,
 
vom BMG wurde kürzlich ein Referentenentwurf für ein Krankenhauszukunftsgesetz – KHZG vorgelegt. Ziel ist, die Infrastruktur in Krankenhäusern zu verbessern und so die medizinische Versorgung sowie die Souveränität und die Selbstbestimmung der Patientinnen und Patienten zu verbessern und die hohe Versorgungsqualität langfristig sicherzustellen. Dies ist zu begrüßen.
 
In diesem Zusammenhang weise ich darauf hin, dass bei all diesen Maßnahmen die Belange von Menschen mit Behinderungen berücksichtigt werden müssen. Die Förderung von sowohl baulichen als auch digitalen Investitionen muss an Barrierefreiheit geknüpft werden.
 
Die medizinische Versorgung von Menschen mit Behinderungen ist derzeit noch unzureichend. Darauf wies der Bundesbehindertenbeauftragte Jürgen Dusel in seinen „Teilhabeempfehlungen“ an die Bundesregierung im vergangenen Dezember hin (S. 6 – 9).
 
Ich bitte Sie daher, sich im laufenden Gesetzgebungsverfahren dafür einzusetzen, dass diese Aspekte im Krankenhauszukunftsgesetz umfassend berücksichtigt werden. 11 ½ Jahre nach Ratifizierung der UN-Behindertenrechtskonvention in Deutschland wird es Zeit, dass diese Punkte realisiert werden:
 
„In der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) verpflichten sich die Vertragsstaaten in Artikel 25, Menschen mit Behinderungen eine ortsnahe gesundheitliche Versorgung in derselben Bandbreite und von derselben Qualität zu garantieren wie Menschen ohne Behinderungen. Zusätzlich sollen sie die Leistungen der gesundheitlichen Versorgung erhalten, die sie wegen ihrer Behinderung benötigen.“ (Dusel, Teilhabeempfehlungen S. 6).
 
Mit freundlichen Grüßen
 
Christina Reiß
Kommunale Behindertenbeauftragte

Informationen für Eltern behinderter Kinder

Die Kommunale Behindertenbeauftragte plant im Herbst eine Befragung unter Eltern, die Kinder mit einer Behinderung oder einer chronischen Erkrankung haben. Ziel ist herauszufinden, welche Informationen in welcher Form für diese Familien notwendig sind, damit sie schneller und leichter einen Überblick über bestehende Angebote erhalten können. Nähere Informationen folgen.

Toilette für alle: bald auch in Heidelberg

Erfreulicherweise fördert das Sozialministerium Baden-Württemberg wieder die Ausstattungen von "Toiletten für alle", mit denen auch schwerstpflegebedürftigen Menschen die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ermöglicht wird. Die Kommunale Behindertenbeauftragte, Christina Reiß, ist seit vier Jahren auf der Suche nach geeigneten Standorten in Heidelberg. Unterstützt durch die zuständigen Fachämter und städtischen Gesellschaften ist nun ein Standort auf der Zielgeraden, ein weiterer folgt.

Erster sogenannter Alternativer Leistungsanbieter in Heidelberg: IKARUS

Durch das Bundesteilhabegesetz entwickeln sich nach und nach neue Angebote und Strukturen. Im Bereich "Arbeit" ist IKARUS Rhein-Neckar dabei ein Pionier. Seit 2018 können dort Menschen mit seelischer Behinderung berufliche Bildung absolvieren oder arbeiten - außerhalb einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung. Besonders in der beruflichen Bildung geht es neben der Vermittlung von Fachwissen im kaufmännischen Bereich und dem Logistikbereich auch um soziale Fähigkeiten: Umgang mit Kundschaft, Vorgesetzten, im Team oder auch mit eigenen Unsicherheiten sind wichtige Bereiche. Ziel ist, die Beschäftigten fit zu machen für den allgemeinen Arbeitsmarkt. Deshalb vermittelt IKARUS auch Praktika im regulären Arbeitsmarkt.
Die Kommunale Behindertenbeauftragte Christina Reiß zeigte sich beeindruckt vom großen fachlichen und persönlichen Engagement, aber auch dem finanziellen Risiko, das André und Alexandra Trinks eingegangen sind. "Als Pionier sich durch alle Formalitäten und Zuständigkeiten zu kämpfen, war hart. Aber wir sind auf viel positive Resonanz und Unterstützung gestoßen, auch bei den Kostenträgern. Und die hohe Zufriedenheit unserer Teilnehmenden zeigt uns jeden Tag, dass dieser Weg richtig ist!" so André Trinks. Das Gespräch mit André und Alexandra Trinks drehte sich auch um die Herausforderungen durch die Corona-Pandemie. IKARUS hat diese bisher gut gemeistert. Zu hoffen sei, dass der Digitalisierungsschub durch Corona auch zu etwas mehr Flexibilität bei Kostenträgern in diesem Thema führt, so die Kommunale Behindertenbeauftragte.

Tiergestützte Therapie in Heidelberg

Christina Reiß und Melanie weigl mit einem Alpaka
Besondere Therapeuten: Alpakas

Bei tiergestützter Therapie denkt man vielleicht an Delphine oder Pferde. Dass aber auch der Umgang mit Alpakas bei der Bewältigung von Krankheit oder Behinderung helfen kann, erläuterte Melanie Weigl  von der Alpakafarm Hirtenaue. Die Kommunale Behindertenbeauftragte Christina Reiß und ihre Mitarbeiterin Birgit Schulze hatten in Ziegelhausen den Berg erklommen, um dieses besondere Angebot kennenzulernen. "Alpakas haben eine sehr freundliche Ausstrahlung. Ich kann mir gut vorstellen, dass Menschen mit psychischen Problemen oder Demenzkranke darauf sehr gut reagieren.", so die Behindertenbeauftragte. Allein die Umgebung - eine Streuobstwiese mit herrlichem Blick - sei ja schon wie eine Kur. Melanie Weigl bestätigte dies. Besonders positive Erfahrungen habe sie bei der Begleitung von autistischen Menschen gemacht, so die engagierte Jungunternehmerin.

Broschüre "Leben mit Hörbehinderung"

Titelbild der Broschüre "Leben mit Hörbehinderung"
Titelbild der Broschüre "Leben mit Hörbehinderung"

Die Kommunalen Behindertenbeauftragten des Rhein-Neckar-Kreises und der Stadt Heidelberg haben gemeinsam mit einer Arbeitsgruppe die Broschüre „Leben mit Hörbehinderung“ erstellt. Diese Broschüre kann im Büro bestellt werden oder als Download (4,65 MB)bezogen werden.

Serviceangebot der Kommunalen Behindertenbeauftragten: Verleih der mobilen Induktionshöranlage

Bei der mobilen Induktions- / FI-Anlage erhalten Hörgeschädigte ein Empfangsgerät, das die Tonsignale direkt auf ihr Hörgerät (Voraussetzung: T-Spule) oder CI-Gerät sendet. Wer keine individuelle Hörtechnik nutzt, kann einen Kopfhörer aufsetzen.

Die Entleihe ist kostenfrei, es fallen jedoch 20 € / Stunde für eine betreuende Servicekraft an. Frühzeitige Terminvereinbarung empfohlen.

Aktion „Hürdenlos rein“: Stadt wirbt bei Geschäften und Lokalen für die Anschaffung mobiler Rampen

Pictogramm der Kampagne "Hürdenlos rein"

Seit Dezember 2016 wirbt die Kommunale Behindertenbeauftragte bei Läden und Lokalen darum, mit mobilen RAmpen einfach und kostengünstig eine Barriere abzubauen. mehr dazu

Theaterstück "Rosa B. beinah vergessen": geplante Aufführung in Heidelberg verschoben

Die Kommunale Behindertenbeauftragte plante, das Theaterstück „Rosa B. beinah vergessen“ im Oktober 2020 im Theater im Karlstorbahnhof zu zeigen. Leider musste die Aufführung coronabedingt abgesagt werden. Hoffentlich kann das Stück 2021 in Heidelberg gezeigt werden.

Es geht in dem Stück um die Ermordung von Menschen mit Behinderungen durch das nationalsozialistische Terrorregime. Diese Ermordung nannten die Nationalsozialisten „Euthanasie“. In Heidelberg wurden einige Stolpersteine verlegt, die an diese Opfer erinnern. Auf dem Gelände der Psychiatrischen Klinik Heidelberg gibt es ein Mahnmal. Verschiedene Heidelberger Institutionen erforschen die Euthanasie. Im Jahr 2019 waren in Heidelberg zwei Ausstellungen zum Thema zu sehen.

Und jetzt noch ein Theaterstück? Ja!

Bürgerinnen und Bürger Heidelbergs wurden getötet, weil sie eine Behinderung hatten. Aber wer genau? Es gibt keine umfassende Übersicht der durch Euthanasie getöteten Bürgerinnen und Bürger Heidelbergs. Insofern droht auch diesen Opfern das Vergessen. Stellvertretend möchte ich daher durch das Theaterstück „Rosa B. beinah vergessen“ eine Begegnung mit den Opfern der Euthanasie ermöglichen. Im Idealfall regt dies dazu an, die Heidelberger Opfer systematisch und wissenschaftlich fundiert zu erforschen.

"Rosa B. beinah vergessen" ist ein Theaterstück über Rosa B., Patientin in der Heil- und Pflegeanstalt Klingenmünster von 1932 – 1946. Das Stück basiert auf der realen Biografie von Rosa B. und den Ereignissen in der damaligen Heil- und Pflegeanstalt Klingenmünster, recherchiert von der Enkelin Gabriele Bußmann. Im Theaterstück „Rosa B. beinah vergessen“ wird der Rechercheprozess der Enkelin von heute verflochten mit dem Schicksal von Rosa B., die Kaiserreich, Weimarer Republik und die Zeit des Nationalsozialismus durchlebt hat und schlussendlich Opfer der nationalsozialistischen Rassenideologie wurde. Das Theaterstück ist ein Projekt der Theatergruppe WeibsBilder; und eine Produktion des Herxheimer Dorftheater e.V. in Zusammenarbeit mit der Gedenkarbeit des Pfalzklinikums. 

Das Stück begleitet die Spurensuche der Enkelin und zeigt in vielen Rückblenden den Lebensweg einer Frau. Ihr ganzes Leben lang hat Rita ihre Großmutter Rosa bewundert, obwohl sie sie nie gekannt hat. Rosa sei als junge Frau nach Amerika ausgewandert und habe dort mit ihrem Mann Gottlieb, ihr Glück gemacht. Doch dann entdeckt Rita einen Sterbeschein: Rosa B. gestorben 1946 in Klingenmünster. Rita beginnt zu recherchieren und vor ihr bricht ein Lügengebäude zusammen, das in der Familie fast 70 Jahre aufrechterhalten worden war. Rita entdeckt die Lebensgeschichte einer jungen Frau, welche mit ihren Wünschen und Bedürfnissen so gar nicht in ihre Zeit gepasst hat. Was als harmloser Ausflug in die Familiengeschichte beginnt, nimmt eine dramatische Wendung. Rosa kehrt 1932 aus Amerika zurück nach Landau. Doch das Leben in der Kleinstadt ist ihr zu eng geworden. Sie fühlt sich kontrolliert, beobachtet und beäugt. Rosa rebelliert, sucht die Konfrontation mit Eltern, Nachbarinnen, ihrer Umwelt. Sie wird in die Anstalt Klingenmünster eingewiesen. Dort trifft sie auf Erika, Elisabeth, Hedwig, Klara - Patientinnen der Anstalt, die jede für sich einen je eigenen Lebens- und Leidenskosmos darstellen. Es entwickelt sich eine Freundschaft zu Ottilie, einer Mitpatientin; eine Freundschaft, die so vielleicht nur in existentiell bedrohlichen Lebenssituationen entstehen kann. Die beiden Frauen versuchen mit kleinen Listen der Ohnmacht ein letztes Stück eigene Identität und Würde zu wahren. Dass dies nicht gelingen kann, wissen sie vielleicht beide von Anfang an. Ottilie wird auch zur Sterbe-Begleiterin für Rosa.

Piktogramm: Es wird in Deutsche Gebärdensprache übersetzt.
Es wird in Deutsche Gebärdensprache übersetzt werden.

Kommunale Behindertenbeauftragte legt Jahresbericht 2019 vor

Der Jahresbericht 2019 (5,561 MB) über die Arbeit der Kommunalen Behindertenbeauftragten liegt vor. Sie hat ihn in der Sitzung des Ausschusses für Soziales und Chancengleichheit des Gemeinderats am 10. März 2020 vorgestellt. Die Ausschuss-Sitzung fand von 19 bis 22 Uhr im Neuen Sitzungssaal, Zimmer 0.06 des Rathauses Heidelberg statt.

Archiv

Schülerpraktikum: Eine Win-Win-Situation

Schülerinnen und Schüler müssen heute während ihrer Schulzeit die unterschiedlichsten Praktika machen. Für die meisten ist die Suche nach einem Praktikumsplatz nicht einfach, weil viele Firmen oder Einrichtungen den Betreuungsaufwand für so wenige Tage scheuen. Eine Unterstützung bietet allerdings die Heidelberger Praktikumsdatenbank.

Die Kommunale Behindertenbeauftragte möchte mit diesem Bericht dazu ermuntern, auch Jugendlichen mit unterschiedlichsten Behinderungen einen Praktikumsplatz anzubieten. Sie berät und vermittelt gern Informations- und Unterstützungsangebote, um den Praktikumsbetreuenden die eventuell bestehenden Unsicherheiten oder Befürchtungen zu nehmen.

Als die Anfrage einer Mutter kam, die händeringend einen Praktikumsplatz für ihren14jährigen Sohn mit Asperger-Autismus suchte, wurde deutlich: Schwierigkeiten für Jugendliche mit Handicap gibt es bei der Praktikumssuche nicht nur wegen baulicher Barrieren! Diese zu überwinden lohnt sich für beide Seiten! 
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