Esther Bejarano erhält den Hermann-Maas Preis

Alle vier Jahre verleiht die Hermann-Maas-Stiftung in Erinnerung an den Heidelberger Altstadtpfarrer den Hermann-Maas-Preis. In diesem Jahr hat die Jury die Ausschwitzüberlebende und Aktivisitin Esther Bejarano für diese Auszeichnung ausgewählt. 

Esther Bejarano (Foto: Sven Teschke, https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/deed.en)

Ausschlaggebend ist ihr Engagement gegen Rassismus und Ausgrenzung sowie ihre politischen Forderungen für die Möglichkeit demokratischer Willensbildung in gemeinnützigen Gruppierungen. Esther Bejarano spielte im Mädchenorchester in Auschwitz Akkordeon und ist bis heute musikalisch und politisch aktiv. In einem Gottesdienst zum Gedenken an die vor 80 Jahren nach Gurs deportierten badischen Jüdinnen und Juden am 20. Oktober um 17 Uhr in der Heiliggeistkirche verleiht Landesbischof Cornelius-Bundschuh den Preis an Esther Bejarano.
Jagoda Marinic, Leiterin des Interkulturellen Zentrums, die auch Teil der Jury des Hermann-Maas-Preises ist, wird das Wort der Jury sprechen. 

Am Montag, den 19. Oktober, wird Esther Bejarano zusammen mit der Kölner Band „Microphone Mafia“ um 19 Uhr ein Konzert in der Providenzkirche geben. Gemeinsam singen und rappen die Künstler mehrsprachig jiddische, türkische und deutsche Lieder. Das Konzert wird auch im Livestream übertragen und kann auf Youtube verfolgt werden. 

Ebenfalls auftreten wird die Schulband der kürzlich nach der Preisträgerin umbenannten Esther-Bejarano-Gemeinschaftsschule in Wiesloch. Die Gregor-Mendel-Realschule Heidelberg präsentiert an dem Abend ihre Maskenausstellung zum Thema „Schule gegen Rassismus – Schule für Courage“. 

(Erstellt am 16. Oktober 2020)