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Gesunder Schulstart mit nachhaltigen Schulsachen

Das Schuljahr beginnt demnächst. Die Schulranzen müssen fertig gepackt sein, damit die Kinder gut ausgerüstet starten können. Gerade beim Kauf der Materialien ist es sinnvoll, die Umweltverträglichkeit im Blick zu behalten. Die Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Heidelberg hat für den Kauf der Schulmaterialien einige Tipps:

Schulranzen und Mäppchen

Beim Kauf von Schulranzen und Mäppchen ist es wichtig, auf stabile, langlebige Materialien und eine gute Verarbeitung zu achten. Hierbei lohnt ein Blick auf die Verarbeitung der Nähte. Reißverschlüsse aus Metall sind Reißverschlüssen aus Plastik vorzuziehen. Dies sichert auch eine Reparaturfähigkeit des Ranzens.

Das Mäppchen sollte ausreichend dimensioniert sein, um noch ungeplante Materialien aufnehmen zu können. Auch hier ist es wichtig, darauf zu achten, dass die Bestandteile und Materialien stabil, reparatur- und reinigungsfähig, langlebig und umweltverträglich sind. Gute Erfahrungen gibt es mit pflanzlich gegerbten (Recycling-)Ledern und Stoffen (Leinen und Biobaumwolle). Auch gebrauchte und noch gutaussehende Schultaschen aus zweiter Hand sollten bei der Wahl nicht außer Acht gelassen werden.

Recyclingpapier

Das meistbenutzte Material in den Schulen ist immer noch Papier. Um Rohstoffe, Energie und Wasser zu sparen, sollten die Hefte und Blätter aus 100 Prozent Altpapier bestehen. Diese sind mit dem Symbol des Blauen Engels gekennzeichnet. Dieses Gütesiegel hilft bei der Auswahl. Die meisten Hersteller haben entsprechende Hefte im Programm. Die Materialien sind in hiesigen Schreibwarenläden bestellbar.

Recyclingpapier ist von neu hergestelltem Papier heute nicht mehr zu unterscheiden. Die Tinte wird gleichwertig aufgenommen und das Radieren funktioniert wie auf Frischpapier. Die Preise sind gleichwertig. Auch Mal- und Zeichenblöcke, Heftumschläge und Schnellhefter sind aus Recyclingpapier oder recycelten Materialien erhältlich.

Schreiben, Malen, Zeichnen

Zum Schreiben, Malen und Zeichnen sind Bleistifte oder Buntstifte besser geeignet als Filzstifte oder Faserschreiber. Sie sparen eine Menge Plastikabfall. Außerdem enthalten Faserstifte oft Lösungsmittel und Tenside, die gesundheitsschädlich sein können.

Da Stifte häufig in den Mund genommen werden, ist es empfehlenswert, Stifte aus unlackiertem Holz oder Stifte, die mit einer Wasserlasur lackiert sind, zu kaufen. Lackierte Stifte sollten zumindest nach der Euronorm EN 71 mit dem CE-Siegel gekennzeichnet sein. Dieses stellt die Begrenzung von löslichen, giftigen Schwermetallen in den Farben sicher.

Auf „Tintenkiller“ verzichten

Geschriebenes oder Gezeichnetes lässt sich sauber durchstreichen. Das ersetzt den „Tintenkiller“ oder andere Löschstifte. Es ist schwer, die gesundheitliche Bedenklichkeit dieser Stifte einzuschätzen. Die herstellenden Firmen hüten ihre Produktionsgeheimnisse und geben nur wenige Informationen über die verwendeten Hilfsstoffe und chemischen Verbindungen heraus. Es ist daher zu empfehlen, generell auf den Kauf von „Tintenkillern“ zu verzichten. Ähnliches gilt für Markierstifte. Die Produkte aus Kunststoff können chemische Lösungsmittel enthalten und erzeugen unnötigen Plastikabfall. Einige Hersteller sind dazu übergegangen, nachfüllbare Alternativen auf den Markt zu bringen. Ein Großteil der umweltbewussten Schülerinnen und Schüler setzt auf Markierstifte mit leuchtenden Farben aus Holz. Diese laufen nicht aus und halten sehr lange.

Beim Füller auf Stabilität achten

Ein guter Tipp ist, beim Kauf eines geeigneten Füllers auf Stabilität und Langlebigkeit zu achten. An vielen Füllfederhaltern lassen sich die Federn auswechseln. Das erspart den Kauf eines kompletten Füllers, wenn nur die Feder kaputt ist, und vermeidet Abfall.

Lineale, Spitzer, Radiergummis

Lineale aus Holz halten meistens länger als die aus Plastik. Auch ein Spitzer aus Holz oder Metall mit einem Messerchen zum Austauschen hält sehr lange und ist ein kleiner Beitrag zum Abfallvermeiden. Radiergummis aus Naturkautschuk sind ebenfalls umweltfreundlicher als Kunststoffradierer. Zudem können Radierer aus PVC Weichmacher enthalten, die Gesundheit und Umwelt belasten.

Klebstoff aus Naturprodukten

Leim und Kleister aus Naturprodukten und auf Wasserbasis kleben häufig genauso gut wie ein Alleskleber oder die Spezialkleber und schonen gleichzeitig die Umwelt. Kleber sollten in keinem Fall Lösungsmittel enthalten, die beim Verwenden ausdünsten.

Elektrische Geräte mit Akkus betreiben

Jedes elektrische Gerät, beispielsweise ein Taschenrechner, benötigt Energie. Hier ist es sinnvoll, bei der Anschaffung darauf zu achten, dass Akkus verwendet werden können oder das Gerät mit Sonnenlicht (Solar) funktioniert. Altbatterien – wie auch Akkus – gehören am Ende ihres Lebens in den Sondermüll. Hierfür gibt es Sammelboxen im Handel und bei den Schulen.

Nahrhaftes und Leckeres in die Brotbox

Obst, kleine Gemüseschnitze und ein Pausenbrot machen nicht nur satt, sondern sind auch gesund. Die Kinder bekommen einen gesunden Kräfteschub mit auf den Weg. Aufwändig in Papier, Alufolien oder Kunststofftütchen verpackte Pausenbrote hinterlassen jedoch einen täglichen Abfallberg, der durch eine Brotdose komplett vermieden werden kann. Wem die Box zu sperrig ist, findet im Handel auch wiederverwendbare Tuch- und Beutellösungen.

Mehrweg-Flasche/-Becher

Auch für Getränke gibt es – statt der Einwegsysteme – mittlerweile dicht verschließbare Flaschen zum Wiederbefüllen aus Glas, Plastik, Metall und nachwachsenden Rohstoffen, wie beispielsweise Bambus oder Baumsaft. Bio- und Unverpacktläden haben oftmals eine Auswahl verschiedener Modelle und Materialien an Mehrwegbechern, Trinkflaschen und Brotboxen in ihrem Sortiment.

Wer in Heidelberg den mitgebrachten Mehrwegbecher wieder befüllt, Rabatt auf das „Mehrweg“-Getränk gibt oder den Coffee to go im Pfandbecher anbietet, zeigt die Online-Becherkarte unter www.becherkarte.de.

Weitere Infos

Weitere Infos gibt es unter www.heidelberg.de/abfall, eine weiterführende Broschüre zum Download auf https://www.rhein-neckar-kreis.de