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„Stets den Gewinn für die Kommunen und damit für die Bürgerinnen und Bürger im Blick gehabt“

Leiter der Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Rolf Friedel in den Ruhestand verabschiedet

Der langjährige Leiter der Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Heidelberg Rolf Friedel geht am
November 2021 in den Ruhestand. Nach 39 Jahren im Dienst der Stadt Heidelberg wurde er am Freitag, 22. Oktober, von Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner im Rahmen einer Feier offiziell verabschiedet. Seit März 2008 stand Rolf Friedel an der Spitze der Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Heidelberg. Von Juli 2013 bis September 2021 war er zudem Vorsitzender des Leitausschusses Abfallwirtschaft und Stadtsauberkeit VKS Baden-Württemberg im bundesweiten Verband der kommunalen Unternehmen (VKU e.V.).

Oberbürgermeister Würzner überreicht Herrn Friedel eine Urkunde. Daneben steht Frau Friedel mit einem Blumenstrauß.
Rolf Friedel (Mitte), langjähriger Leiter der Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Heidelberg, wurde im Beisein seiner Frau Lucia von Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner in den Ruhestand verabschiedet. (Foto: Stadt Heidelberg)

Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner betonte: „Sie haben beinahe vier Jahrzehnte lang die Abfallwirtschaft und Stadtreinigung in Heidelberg geprägt. Diese Zeit war markiert von großen Umbrüchen und Herausforderungen, etwa die Einführung des Dualen Systems, die wachsende Bedeutung der Nachhaltigkeit und aktuell die Corona-Pandemie. Über Heidelberg hinaus haben Sie in Ihrer Laufbahn wichtige Entwicklungen maßgeblich begleitet. Viele Netzwerke mit anderen Abfallwirtschaftsbetrieben und politischen Entscheidungsträgern sind durch Sie entstanden. Dabei hatten Sie stets den Gewinn für die Kommunen und damit für die Bürgerinnen und Bürger im Blick. Für Ihr großes Engagement möchte ich Ihnen heute danken.“

Der Werdegang Rolf Friedels bei der Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Heidelberg ist lang: Bereits 1984 stieg er als Sachgebietsleiter und stellvertretender Abteilungsleiter beim damaligen „Betriebs- und Beschaffungsamt“ ein. Mit einem Jahr Unterbrechung – als Geschäftsführender Beamter beim Kurpfälzischen Museum und danach bei der Stadtbücherei – kehrte Rolf Friedel 1991 zur Abfallwirtschaft zurück. Seine erste Aufgabe war damals die Fortschreibung des Abfallwirtschaftskonzepts und der Aufbau der Abfallberatung. Seit 1996 war Rolf Friedel Verwaltungsleiter und ab 2001 stellvertretender Amtsleiter für den nicht-technischen Bereich. 2008 übernahm er die Leitung der Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Heidelberg.

Umwelt und Nachhaltigkeit im Fokus

Ein wesentlicher Schwerpunkt der Amtszeit Rolf Friedels lag auf den Themen Umweltschutz und Nachhaltigkeit. So forcierte er den Ausbau der Solarenergie auf den Dächern der Abfallwirtschaft und Stadtreinigung sowie der Deponie. Er setzte sich für die Einführung eines nachhaltigen Fuhrparks ein und engagierte sich für die Einrichtung von Nistkästen für Turmfalken und Mauersegler an den amtseigenen Gebäuden. Auch den stadtweiten Aufbau eines Mehrweg- und Pfandsystems für den „Coffee to go“ in Heidelberg hat er initiiert und maßgeblich begleitet. Jüngst sind zudem ein einheitliches Konzept für die Leerung der Altkleidercontainer sowie eine Kampagne zur Reduzierung von Verpackungsmüll entstanden.

Als Leiter der Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Heidelberg stieß Rolf Friedel viele Entwicklungen an und war an der Umsetzung zahlreicher Aktivitäten maßgeblich beteiligt:
2013 wurde die neue Müllverladehalle auf dem Gelände der Abfallentsorgungsanlage in Betrieb genommen, zur Sicherung der Wertstoffsammlung in Teilen der Stadt ein Versuch mit der Wertstofftonne durchgeführt und die Bioabfalltonne wurde gebührenfrei. Friedel war verantwortlich dafür, dass die Stadt Heidelberg 2012 einen neuen Restmüllentsorgungsvertrag mit Mannheim abschließen konnte. Dieser sichert Heidelberg deutlich bessere Konditionen bis Ende 2023 zu. Die ehemalige Hausmülldeponie wurde zwischen 2005 und 2008 saniert und mit einer Oberflächenabdichtung versehen. Heidelberg baute seine Recyclinghöfe aus, die Müllsauganlagen Emmertsgrund und Altstadt wurden 2004 und 2012 geschlossen.

Heidelberg bundesweit einzige Kommune mit eigener Sammlung von Leichtverpackungen

Die 1991 in Kraft getretene Verpackungsverordnung führte zur Entstehung des Dualen Systems: Ab 1993 mussten bundesweit alle Haushalte ihren Abfall trennen. Für diese gravierenden Neuerungen wurden in Heidelberg zwölf Abfallberaterinnen und -berater eingestellt, die für die Information und Motivation der Bevölkerung sowie der Gewerbebetriebe zuständig waren. Parallel dazu musste ein neues Entsorgungskonzept erstellt werden, denn Frankreich schloss seine Grenzen für den Heidelberger Abfall. Jetzt stand die Abfallvermeidung im Vordergrund.

Seit dem Bestehen des Dualen Systems konnte Heidelberg die Ausschreibungen zur Sammlung der Leichtverpackungen über den Gelben Sack und die Gelbe Tonne gewinnen. Damit ist Heidelberg die einzige Kommune in Deutschland, die es geschafft hat, die Sammlung der Leichtverpackungen zu behalten. Das gewährleistet den Heidelberger Haushalten eine kostengünstige Abfallentsorgung aus einer Hand und sichert die Arbeitsplätze der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei der Müllabfuhr.

Einfluss der Kommunen bei bundesweiten Entwicklungen gestärkt

Im Rahmen seines Vorsitzes im Leitausschuss Abfallwirtschaft und Stadtsauberkeit VKS Baden-Württemberg im bundesweiten Verband der kommunalen Unternehmen konnte Rolf Friedel den Einfluss der Kommunen bei den bundesweiten Entwicklungen im Bereich Abfallwirtschaft stärken und ausbauen.

Die kommissarische Leitung der Abfallwirtschaft und Stadtreinigung übernimmt zum
1. November 2021 Andreas Bieber.

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