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Wissenschaftsstadt Heidelberg: beLAB2122 - Eine neue Brücke zwischen Grundlagenforschung und Anwendung

Akademische Grundlagenforschung aus den Bereichen der Lebenswissenschaften, der Biotechnologie oder Pharmakologie steht schnell vor der Herausforderung, die nötigen finanziellen Mittel und das für die industrielle Entwicklung notwendige Netzwerk sicherzustellen. Die erste in Deutschland etablierte BRIDGE (Biomedical Research, Innovation & Development Generation Efficiency) bietet nun die Möglichkeit, diesen Herausforderungen besser begegnen zu können. Die Initiative bringt die wissenschaftlichen Einrichtungen des Deutschen Krebsforschungszentrums, des Europäischen Laboratoriums für Molekularbiologie, und die Universitäten von Heidelberg, Frankfurt am Main und Tübingen zum ersten Mal in einer offiziellen Kooperation dieser Art zusammen.

Zitat und Bild. Julia Schaft, Geschäftsführerin von BioRN in Heidelberg, freut sich über die Etablierung der neuen BRIDGE. (Bild: BioRN)
Julia Schaft, Geschäftsführerin von BioRN in Heidelberg, freut sich über die Etablierung der neuen BRIDGE. (Bild: BioRN)

Evotec SE hat die Translationsbrücke „beLAB2122“ mit einem Volumen von 20 Millionen US Dollar gemeinsam mit dem international tätigen Biopharma-Unternehmen Bristol Myers Squibb ins Leben gerufen. BRIDGE bietet Forscherinnen und Forschern aus dem akademischen Umfeld die Rahmenbedingungen, um ihre Forschungsergebnisse in Anwendungen zu überführen und in neuen Unternehmen auszugründen.  Die Initiatoren und die angeschlossenen Institutionen erwarten einen Schub für die Translation von Grundlagenforschung in der Region. Das gilt insbesondere für die Weiterentwicklung von akademischen Therapiekonzepten zu Arzneimittelprojekten. „Mit der BRIDGE „beLAB2122“ würdigen Evotec und Bristol Myers Squibb die herausragende Stellung eines der führenden europäischen Life Science Cluster.“, sagt Julia Schaft, Geschäftsführerin von Bio RN in Heidelberg. „Dieses gemeinsame Unterfangen wird die translationale Forschung an therapeutischen Projekten signifikant stärken und zur Ausgründung neuer Firmen führen.“

Evotec-BRIDGEs

Die Unternehmen Evotec und Bristol Myers Squibb haben bereits in den USA und in Europa mehrere dieser sogenannten BRIDGEs ins Leben gerufen, um frühe Life Science Projekte in die Anwendung in der Industrie zu bringen. Diese Kooperationsmodelle von Evotec bieten einen integrierten Rahmen, um in Zusammenarbeit mit Pharmaunternehmen und Geldgebern innovative akademische Projekte so weit zu validieren, dass sie in neuen Unternehmen ausgegründet werden können.  Der Name des neuesten Projekts „beLAB2122“ bezieht sich auf die Flüsse Rhein, Main und Neckar, die zusammengenommen 2122 km lang sind und die in der Rhein-Main-Neckar Region liegenden wissenschaftlichen Einrichtungen miteinander verbinden.

(Erstellt am 20. April 2021)