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Bedienung der Ladevorrichtung an einem Müllfahrzeug (Foto: Ingo Cordes)

Entsorgungskonzepte

für Abfälle aus Gewerbetrieben

Je nach Branche fallen in einem Gewerbebetrieb unterschiedliche Abfallsorten und -mengen an, die ordnungsgemäß beseitigt oder verwertet werden müssen. Die Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Heidelberg bietet dafür die passenden Entsorgungswege und Abfallbehälter an.

Als zertifiziertes Unternehmen bürgt es für eine fachgerechte, zuverlässige Durchführung aller Leistungen. Auf Wunsch erstellen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Amtes gerne ein, auf den eigenen Bedarf zugeschnittenes Entsorgungsangebot.


Restmüll

Der Abfall zur Beseitigung muss der Stadt Heidelberg als öffentlich-rechtlichem Entsorger in jedem Fall überlassen werden. Hierzu zählen unter anderem Kehricht, Asche, Knochen, Hygieneabfälle, Glühbirnen, Porzellanbruch, Putzlappen, Staubsaugerbeutel, Altmedikamente, verschmutzte Wertstoffe, Zigarettenkippen. Das Mindestvolumen für den Restmüll eines Gewerbebetriebs in Heidelberg beträgt 120 Liter mit 14-täglicher Leerung.

Seit dem Jahr 2003 wird die Größe des benötigten Restmüllbehälters auf Grundlage der Gewerbeabfallverordnung festgelegt. Dazu sind Angaben zur Betriebsart, Mitarbeiter/-innenzahl und gegebenenfalls der Bettenzahl bei der Bestellung von Behältern erforderlich. 


Bioabfall

Für die Entsorgung rein pflanzlicher Abfälle, wie Obst- und Gemüsereste, Eierschalen, Kaffeefilter und dergleichen bietet die Stadt Bioabfalltonnen an. Diese eignen sich zum Beispiel für Lebensmittelgeschäfte mit Obst- und Gemüseverkauf. Im Gastronomiebereich ist die Bioabfalltonne als Ergänzung zur Speiserestetonne möglich, wenn eine saubere Abfalltrennung gewährleistet werden kann. Es dürfen keine Speisereste über die Bioabfalltonne entsorgt werden.


Speisereste

Gastronomische Einrichtungen wie Gaststätten, Kantinen, Großküchen oder Imbissbuden benötigen eine Speiserestetonne, denn Speisereste tierischer Herkunft, die im Rahmen gewerblicher Tätigkeit anfallen, unterliegen den Bestimmungen des "Tierische-Nebenprodukte-Beseitigungsgesetzes". Sie dürfen nicht in den Bioabfall oder Restmüll, sondern müssen getrennt über Speiserestetonnen der Stadt oder zugelassener Privatfirmen entsorgt werden. Dies gilt auch für Altfette.
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Glas

Leere Flaschen und Gläser können entweder über grundstücksbezogene Glasbehälter gegen Entgelt und/oder in die öffentlichen 3-Kammer-Depotcontainer für Altglas entsorgt werden. Die Sammlung erfolgt getrennt nach den Farben Grün, Weiß und Braun.

Achtung: Flachglas, wie zum Beispiel Fensterscheiben, Draht- und Spiegelglas, darf nicht über die öffentlichen Depotcontainer entsorgt werden. Es kann an den Recyclinghöfen in Wieblingen und Kirchheim abgegeben werden.


Papier und Kartonagen

Für die Entsorgung von Papier, Pappe und Kartonagen steht jedem Betrieb in Heidelberg auf Wunsch eine grundstücksbezogene Papiertonne zur Verfügung, die im 14-täglichen Leerungsrhythmus in den Größen 240 bis 1.100 Liter im Teilservice kostenfrei ist. Der zusätzliche Service des Raus- und Reinstellens ist gegen Entgelt möglich.

Nicht alle Betriebe haben Platz für einen ausreichend großen Papierbehälter. Deshalb führt die Stadt in den zentralen Geschäftsstraßen zusätzlich eine Bündelsammlung für Altpapier durch. Im Citybereich und den angrenzenden Geschäftsstraßen erfolgt diese wöchentlich, im sonstigen Stadtgebiet 14-täglich zusammen mit den Papiertonnen. Bitte beachten Sie die Vorgaben für die Papierbündelsammlung.  

Gewerbebetriebe haben außerdem die Möglichkeit, an den Recyclinghöfen in Wieblingen und Kirchheim Papier, Kartonagen und zahlreiche andere Wertstoffe von Montag bis Freitag direkt abzugeben.


Verpackungen aus Kunststoff, Metall und Verbundmaterialien

Verkaufsverpackungen mit aus Kunststoff, Metall oder Verbundmaterialien werden in Gelben Säcken gesammelt. Diese gibt es in den Bürgerämtern. Wer eine eigene Gelbe Tonne haben möchte, kann diese bei der Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Heidelberg kaufen. Die Stadt Heidelberg entsorgt die in den Gelben Tonnen und Gelben Säcken gesammelten Verpackungen im Auftrag der Dualen Systeme. An dieser Sammlung beteiligen dürfen sich zum Beispiel Gaststätten und Hotels, Krankenhäuser, Kantinen, Bildungseinrichtungen, Verwaltungen, Handwerksbetriebe, Freiberufler sowie andere Endverbraucher, bei denen Verkaufsverpackungen anfallen. Geschäfte des Groß- und Einzelhandels haben gemäß Verpackungsverordnung keinen Anspruch auf eine Entsorgung durch die Dualen Systeme. Im Handel verwendete Transport- und Umverpackungen tragen in der Regel kein entsprechendes Lizenzzeichen (am bekanntesten: der „Grüne Punkt“) und dürfen daher nicht zur „Gelben Sammlung“ auf die Straße gestellt werden. Die anfallenden Folien, Styropor und sonstige Kunststoffabfälle müssen gesondert entsorgt werden.

Ein Tipp: Transport- und Umverpackungen können auch direkt an die Lieferanten oder Hersteller zurück gegeben werden. Diese Möglichkeit ist in der Verpackungsverordnung verankert und entlastet die Entsorgung vor Ort.


Sonstige Abfälle, wie zum Beispiel Sperrmüll oder Schadstoffe

Für weitere Abfälle, die in einem Gewerbebetrieb anfallen, hält die Stadt ebenfalls Lösungen bereit. So werden zum Beispiel Sonderabfälle (bis 2.000 Kilogramm pro Jahr und Betrieb) und Sperrmüll aus Gewerbe gegen Gebühr entgegen genommen.
An den Recyclinghöfen in Wieblingen und Kirchheim kann außerdem eine breite Palette weiterer Abfälle zu den jeweils gültigen Konditionen abgegeben werden.


Entsorgungstermine und Preise

Über Abfuhrtermine, Abholungshäufigkeiten und Kosten für die Entsorgung der Abfälle sowie weitere Serviceleistungen finden Sie bei den Informationen zu den Abfallbehältern. Fragen beantwortet auch der Kundenservice der Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Heidelberg unter der Rufnummer 06221 58-29999.