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Corona: Schüler in Heidelberg seltener infiziert als der Bevölkerungsdurchschnitt

Oberbürgermeister wirbt für gestaffelten Schulbeginn an weiterführenden Schulen

Heidelberger Schulen sind nach gegenwärtigem Stand keine Hotspots für die Verbreitung des Coronavirus. Im Gegenteil: Die Schülerinnen und Schüler erkranken derzeit seltener an Corona als der Bevölkerungsdurchschnitt. Das legen aktuelle Zahlen nahe, die dem Amt für Schule und Bildung der Stadt Heidelberg vorliegen.

An den Heidelberger Schulen gibt es rund 22.000 Schülerinnen und Schüler an öffentlichen und privaten Schulen. Von ihnen sind derzeit 30 Personen positiv auf Covid-19 getestet worden. Das entspricht einer Quote von 1,4 Betroffenen pro 1.000 Schülern. Bei der städtischen Gesamtbevölkerung ist diese Quote dagegen höher. Hier sind derzeit 292 von 160.000 Einwohnern positiv getestet – eine Quote von 1,8 Betroffen pro 1.000 Einwohnern.

„Ich bin sehr froh, dass sich das Infektionsgeschehen an unseren Schulen klar unter dem allgemeinen Niveau in der Stadt bewegt. Die Berichterstattung in den überregionalen Medien zeichnete zuletzt ein Bild, das zumindest auf die Heidelberger Situation nicht zutrifft“, erklärt Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner. „Kitas und Schulen offen zu halten, ist unser erklärtes Ziel. Wir haben in der ersten Lockdown-Phase im Frühjahr erlebt, was es für Schülerinnen und Schüler und die ganze Familie bedeutet, wenn Präsenzunterricht und Betreuung ausfallen. Das müssen wir jetzt so gut und so lange es nur geht vermeiden. Dafür kann jede und jeder einzelne von uns Verantwortung übernehmen und sich an die geltenden Kontaktbeschränkungen, an Hygiene- und Abstandsregeln halten“, sagt Würzner.

Für Fernlernen sei die Stadt seit Beginn des Schuljahres im September mit 2.400 zusätzlichen Tablets aus Bundesmitteln zwar gerade im Hinblick auf den Bedarf in einkommensschwächeren Familien gut aufgestellt. Das Lernen im Präsenzunterricht sei aber auch durch eine gute digitale Ausstattung nicht ersetzbar, so Würzner. „Ein Schwachpunkt ist nach wie vor der Schülerverkehr. Die Busse sind oft zu voll. Wir haben aber bereits alle verfügbaren Busse im Einsatz. Eine sehr interessante Lösung ist aus meiner Sicht ein zeitversetzter Schulbeginn innerhalb der weiterführenden Schulen für jüngere und ältere Klassen. Das praktizieren bereits einige Schulen mit sehr guten Erfahrungen.“