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Bei der Digitalisierung der Schulen ist Heidelberg auf einem guten Weg

Bis Ende 2020 Komplettanschluss ans Glasfasernetz - Gemeinderat genehmigt Mittel für interne Vernetzung

Die Digitalisierung der Heidelberger Schulen kommt weiter voran. Auf seiner jüngsten Sitzung am 24. Juli 2018 hat der Gemeinderat einstimmig außerplanmäßige Mittel in Höhe von 270.000 Euro für die Netzwerkinfrastruktur in den Gebäuden zur Verfügung gestellt.

„Im interkommunalen Vergleich sind wir bei der Digitalisierung unserer 36 öffentlichen Schulen auf einem guten Stand“, sagt Dr. Joachim Gerner, Bürgermeister für Familie, Soziales und Kultur. Bis Ende 2020 sollen alle Schulen am Glasfasernetz angeschlossen sein. Aktuell sind es bereits 24 Schulen. 71 Prozent der Schulräume sind vernetzt, über die Hälfte der Klassenzimmer verfügt über Präsentationstechniken. Mehr als 2.000 PCs sowie rund 1.000 Laptops und Tabletts sind im Einsatz. „Wir sind hier auf einem guten Weg, aber es gibt noch Luft nach oben“, so Gerner. Noch fehlten die avisierten Finanzzusagen von Bund und Land. Die Stadt Heidelberg unterstütze die IT-Ausstattung sowie die Konzeption einer pädagogisch sinnvollen Umsetzung an ihren 36 Schulen deswegen mit einem überdurchschnittlich hohen personellen und finanziellen Engagement. „Damit Schulen im digitalen Zeitalter ihren Bildungs- und Erziehungsauftrag erfüllen und Schülerinnen und Schüler auf das Leben gut vorbereiten können, brauchen Schulen entsprechend ausgebildete Lehrkräfte, geeignete pädagogische Konzepte sowie eine leistungsfähige digitale Infrastruktur“, so Gerner.

Technik folgt Pädagogik

Beim Beratungsgremium Schulentwicklung, das am 18. Juli 2018 in der Julius-Springer-Schule tagte, zeigte sich Gerner zuversichtlich, dass Heidelberg auch im Bereich der Digitalisierung mit gutem Beispiel vorangehen könne. „In allen Schulentwicklungsfragen ist es uns bisher gelungen, konsensfähige, innovative und funktionierenden Lösungen zu entwickeln“, so Gerner. In vielen Bereichen sei Heidelberg Spitzenreiter, so etwa – laut Lernatlas der Bertelsmann-Stiftung - bester Standort für schulisches Lernen und einer Caritas-Studie zufolge die Stadt mit der bundesweit niedrigsten Schulabbrecherquote. Die erfolgreiche Teilnahme am Wettbewerb „Digitale Stadt“, die Gründung der Digital Agentur Heidelberg GmbH sowie die innovative Stadtplanung im Bereich der Konversionsfläche Patrick-Henry-Village zeigten die vielseitigen Anstrengungen der Stadt im Bereich der Digitalisierung.

Die digitale Kompetenz sieht Gerner als Kulturtechnik, die für ein selbstbestimmtes Leben, berufliches Wirken und gesellschaftliche Teilhabe im 21. Jahrhundert unabdingbar sei. Dabei gelte die Prämisse: „Die moderne Technik muss zwingend einer reflektierten Pädagogik und einer wirksamen Didaktik folgen.“

Stadt bietet mehr als technische Ausstattung

Das Engagement der Stadt Heidelberg geht deshalb im Bereich der Digitalisierung der Schulen deutlich über die Kernaufgabe als sächliche Schulträgerin hinaus. „Wir kümmern uns nicht nur um die technische Ausstattung der Schulen, sondern auch darum, dass die Lehrkräfte diese Technik einsetzen können und einen entsprechenden Support im Hintergrund haben“, so Gerner. Das Regionale Bildungsbüro hat im September 2017 das Pilotprojekt „Digitalisierung und Medienbildung an den Heidelberger Schulen“ gestartet. Damit wurde der Grundstein für ein Netzwerk gelegt, das die Digitalisierung im Lehren und Lernen voranbringen möchte. In diesem Netzwerk arbeiten Stadt und Schulen mit der HOPP-Foundation, der Pädagogischen Hochschule Heidelberg, dem Landesmedienzentrum und dem Medienzentrum Heidelberg zusammen. Die Schulen werden durch das Netzwerk bei der Medienplanentwicklung und durch vielfältige Fortbildungsangebote unterstützt. Das Personal- und Organisationsamt der Stadt Heidelberg stellt mit dem Sachgebiet Schul-IT außerdem nicht nur die komplette IT-technische Ausstattung, sondern auch die Verbindung zur städtischen EDV-Hotline.