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OB-Referat - Digitale Stadt
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Aus einem Buch wächst ein Baum heraus und um diesen herum fliegen kleine Zeichnungen wie Raketen und Laptops (Foto: Chinnapong/shutterstock)

Open (Government) Data

Mehr Innovation und Transparenz durch offene Verwaltungsdaten

Bund, Länder und Kommunen in Deutschland wollen mit der Veröffentlichung von Verwaltungsdaten für mehr Innovation und Transparenz und Service sorgen. Auch die Stadt Heidelberg arbeitet an einer entsprechenden Open-Data-Strategie.

Unter dem Stichwort „Open Data“ versteht man Daten der öffentlichen Hand, die frei verfügbar sind und von jedermann nachgenutzt werden können, selbstverständlich immer unter Einhaltung von Datenschutz- und Geheimhaltungsvorschriften. Die Idee dahinter: Mit Open Data soll sich eine neue Verwaltungskultur entwickeln. Staat und Verwaltung werden transparenter und serviceorientierter. Sie lassen Bürgerinnen und Bürger stärker an ihren Überlegungen und Entscheidungen teilhaben, indem sie proaktiv maschinenlesbare Daten zur Verfügung stellen. Das können beispielsweise Haushaltsdaten oder Ratsinformationen sein aber auch Daten zu Bevölkerung, Verkehr, Bildung, Finanzen oder Sicherheit.

Routenplanung für Mobilitätseingeschränkte dank Open Data

Ein nicht abgesenkter Bordstein, ein fehlender Aufzug – für Menschen, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind, können das unüberwindbare Hindernisse auf ihrem Weg durch die Stadt sein. Mit dem Projekt „Routenplanung für Mobilitätseingeschränkte“ ermöglicht es die Stadt Heidelberg Smartphone-Nutzerinnen und -Nutzern ihre Wege im Stadtgebiet vom Start- bis zum Zielpunkt zu planen. Die Grundlage dafür bilden von Freiwilligen erhobene und offen lizensierte sowie systematische und vollständig erhobene Daten der Stadtverwaltung, die für das Projekt miteinander kombiniert werden. Das Projekt ist damit ein gelungenes Beispiel für Open Data.

Behördendaten frei verfügbar machen

Deutschland hat sich mit der Unterzeichnung der G8-Charta für Open Data im Jahr 2013 dazu verpflichtet, Verwaltungsdaten als offene Daten bereit zu stellen. Ende 2016 ist die Bundesrepublik außerdem dem weltweiten Netzwerk Open Government Partnership beigetreten und hat damit ihren Willen bekräftigt, Open Government umzusetzen. Auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene gewinnt das Thema damit zusehends an Bedeutung. Mussten zuvor Bürger dem Amt darlegen, warum sie eine Information wollen, ist das Prinzip nun durch das Landesinformationsfreiheitsgesetz Baden-Württembergs umgekehrt: Grundsätzlich ist die Behörde „offen”. Können in Ausnahmefällen Bürgerinnen und Bürger bestimmte Informationen nicht erhalten, muss die Behörde die Gründe dafür darlegen.

Heidelberg entwickelt Strategien für Open-Data

Auch die Stadt Heidelberg steht dem Thema Open Government positiv gegenüber und erarbeitet derzeit Strategien für die weitere Bereitstellung von offenen Verwaltungsdaten. Dabei geht es nicht darum durch Open Data die klassischen Veröffentlichungen der Kommune zu ersetzen. Vielmehr eröffnen die maschinenlesbaren Daten eine weitere Sicht auf bekannte Themenfelder. Aus den offenen Daten können zum Beispiel interaktive Grafiken, Karten oder auch neue Anwendungen im Internet erstellt werden. Viele der in Frage kommenden Daten sind bereits in der Verwaltung vorhanden – nun geht es darum, diese systematisch zu öffnen und nutzbar zu machen. Im Rahmen des Projekts HeiPorT ist der Aufbau eines eigenen städtischen Open Data-Portals oder die Verknüpfung mit einer geeigneten Open Data-Plattform des Landes Baden-Württemberg vorgesehen.