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„Gemeinsam stark“ in der Praxis

Erfolgreiche Nachtübung der Abteilungen Kirchheim und Rohrbach

Ein bei einem Unfall auf die Seite geschleuderter PKW und ein sich hieraus entwickeltender Brand in einem Wohnhaus bildete die Ausgangslage für eine gemeinsame Nachtübung der Abteilungen Kirchheim und Rohrbach am 18. November 2017.

Rettung des Fahrers aus dem Unfallfahrzeug (Foto: Feuerwehr Heidelberg)
Rettung des Fahrers aus dem Unfallfahrzeug

Was war passiert? Ein PKW kommt von der Straße ab, fährt in ein Haus im Ahornweg und dreht sich dabei um 90 Grad um die eigene Achse. Auf der Seite liegend wird der Fahrer eingeklemmt und es treten Betriebsstoffe aus. Diese laufen in einen Kellerschacht und führen zu einem Brand im Keller. Innerhalb kürzester Zeit ist das Mehrfamilienhaus verraucht und in jeder der sechs Wohnungen sind Personen eingeschlossen.

Diese Verkettung unglücklicher Umstände bildeten das Szenario, dem sich die Abteilungen Kirchheim und Rohrbach sowie der DRK-Bereitschaft Heidelberg Süd bei ihrer gemeinsamen Nachtübung stellten. Die Feuerwehrkameradinnen und Feuerwehrkameraden testeten und förderten in gemischten Trupps ihr abteilungsübergreifendes Teamwork und ihre feuerwehrtechnischen Fähigkeiten. Dies war nicht das erste Mal, dass die Abteilungen sich einer gemeinschaftlichen Aufgabe stellten. Bereits im Juli wurde das Konzept der zusammengewürfelten Trupps erfolgreich erprobt. 

Dieses Mal oblag die Leitung als Zugführer dem stellvertretenden Abteilungskommandanten Dominique Claudinon aus Kirchheim, der angesichts der komplexen Einsatzaufgabe schnell zwei Abschnitte bildete.
Während sich die Besatzungen des LF 8-Rohrbach und des LF KatS-Rohrbach um den verunfallten Fahrer kümmerten, begannen die Besatzungen des Kirchheimer LF8 und LF KatS und des Rohrbacher TLF mit der Brandbekämpfung und Menschenrettung. Das Fahrzeug wurde mit Steckleitern stabilisiert und der Fahrer konnte unter Einsatz von Schere und Spreizer sicher befreit werden. Der Brandherd im Keller war durch Trupps unter schwerem Atemschutz schnell gefunden. Die eingeschlossenen Personen konnten aus ihren Wohnungen über das Treppenhaus beziehungsweise über Leitern befreit werden. Die DRK-Bereitschaft richtete eine Verletztensammelstelle ein und kümmerte sich um die Verletzten.

Menschenrettung aus dem Wohnhaus (Foto: Feuerwehr Heidelberg)
Menschenrettung aus dem Wohnhaus

In nicht einmal zwei Stunden war der Einsatz erfolgreich abgeschlossen. „Die Übung hat erneut bewiesen, dass die Zusammenarbeit zwischen Kirchheim und Rohrbach hervorragend ist“, resümierte Jens Richert, stellvertretender Abteilungskommandant Rohrbach und Organisator der Übung, bei der abschließenden Übungsbesprechung im Gerätehaus Kirchheim. Der Kirchheimer Abteilungskommandant Michael Fanous, der ebenfalls die Übung mit ausarbeitet hatte, konnte sich diesem Lob nur anschließen und betonte das schnelle und effektive Abarbeiten des Einsatzes. Bei Getränken und Würstchen ließen die Abteilungen gemeinsam mit dem DRK sowie den Übungsmimen den Abend im Gerätehaus Kirchheim ausklingen.
 
Großer Dank gilt der DRK-Bereitschaft Heidelberg Süd für die gute Zusammenarbeit und der GGH – Gesellschaft für Grund- und Hausbesitz mbH Heidelberg, die das Objekt im Quartier im Höllenstein freundlicherweise für die Übung zur Verfügung gestellt hat.

Bilder: Knud Jahnke 

(Erstellt am 01. Dezember 2017)