Bienenkrankheit: Amerikanische Faulbrut auch in Bahnstadt festgestellt

Sperrgebiet erweitert – Imker sollen Bestände melden / Keine Gefahr für den Menschen

Nach der amtlichen Feststellung eines Ausbruches der Amerikanischen Faulbrut im Heidelberger Stadtteil Kirchheim am 11. Oktober wurde am 17. Oktober 2023 ein Fall der sogenannten Bienenseuche auch im Stadtteil Bahnstadt bestätigt. Die Krankheit befällt ausschließlich Honigbienen, für Menschen besteht keine Gefahr – auch nicht durch den Verzehr von Honig. Um eine weitere mögliche Ausbreitung der Seuche zu verhindern, wird ein weiterer Sperrbezirk rund um den nun bestätigten Fall festgelegt. Dieser betrifft neben der Bahnstadt auch Teile von Bergheim und Pfaffengrund (siehe beigefügte Grafik). Das Bürger- und Ordnungsamt fordert alle Besitzerinnen und Besitzer oder Betreuerinnen und Betreuer von Bienenvölkern, deren Standort im Sperrbezirk liegt, auf, ihre Bienenstände unter Angabe der Anzahl der Bienenvölker und der jeweils aktuellen Standorte unverzüglich bei der Veterinärabteilung, Bergheimer Straße 69, anzuzeigen. Eine Meldung per E-Mail ist möglich an veterinaeramt@heidelberg.de

Der bereits bestehende Sperrbezirk rund um den Ausbruch im Stadtteil Kirchheim hat weiter Bestand (siehe zweite beigefügte Grafik).

Um die Fundstelle der Amerikanischen Faulbrut im Stadtteil Bahnstadt wurde ein weiterer Sperrbezirk eingerichtet. Dieser betrifft neben der Bahnstadt auch Teile von Bergheim und Pfaffengrund. Die Besitzerinnen und Besitzer oder Betreuerinnen und Betreuer von Bienenvölkern, deren Standort im Sperrbezirk liegt, werden aufgefordert, sich beim Bürger- und Ordnungsamt zu melden.
Um die Fundstelle der Amerikanischen Faulbrut im Stadtteil Bahnstadt wurde ein weiterer Sperrbezirk eingerichtet. Dieser betrifft neben der Bahnstadt auch Teile von Bergheim und Pfaffengrund. Die Besitzerinnen und Besitzer oder Betreuerinnen und Betreuer von Bienenvölkern, deren Standort im Sperrbezirk liegt, werden aufgefordert, sich beim Bürger- und Ordnungsamt zu melden. (Bild: Stadt Heidelberg)

Bienenvölker müssen amtstierärztlich untersucht werden

Alle Bienenvölker und Bienenstände im Sperrbezirk müssen amtstierärztlich auf Faulbrut untersucht werden. Bewegliche Bienenstände dürfen von ihrem Standort nicht entfernt werden. Bienenvölker, lebende oder tote Bienen, Waben, Wabenteile, Wabenabfälle, Wachs, Honig, Futtervorräte, Bienenwohnungen und benutzte Gerätschaften dürfen nicht aus den Bienenständen entfernt werden. Auch dürfen Bienenvölker oder Bienen nicht in die Sperrbezirke verbracht werden. Bienenhaltende außerhalb der Sperrbezirke, die auffällige Beobachtungen in ihren Bienenständen machen, werden gebeten, sich mit ihrem zuständigen Bienensachverständigen in Verbindung zu setzen.

Faulbrut gefährdet Bienenlarven

Die Amerikanische Faulbrut (AFB) der Bienen ist eine übertragbare, bakteriell bedingte Tierseuche, die große Schäden an der Bienenbrut verursacht, die Überlebensfähigkeit von Bienenvölkern in einer Region ernsthaft gefährden und dementsprechend auch erhebliche wirtschaftliche Schäden hervorrufen kann. Der Erreger der AFB ist das sporenbildende Bakterium Paenibacillus larvae. Die Faulbrutsporen werden hauptsächlich durch räubernde Bienen oder kontaminierte Waben und Bienenwohnungen sowie über Honig und Futter verbreitet. Eine Übertragung kann auch über seit längerer Zeit nicht gebrauchtes Bienenmaterial erfolgen. Im Bienenvolk werden die Sporen durch Körperkontakt und Futteraustausch weiter verteilt. Besonders betroffen sind die Bienenlarven, die die Sporen mit dem Futter aufnehmen.

Der bereits bestehende Sperrbezirk rund um den Ausbruch im Stadtteil Kirchheim hat weiter Bestand.
Der bereits bestehende Sperrbezirk rund um den Ausbruch im Stadtteil Kirchheim hat weiter Bestand. (Foto: Stadt Heidelberg)

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