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Häufige Fragen und Antworten aus der Online-Beteiligung zum PHV


Welche digitalen Angebote und Beteiligungsformate wird es für die zukünftigen Bewohnerinnen und Bewohner des PHV geben? Werden die umliegenden Siedlungen in diese Angebote einbezogen?

Digitale Angebote sollen im PHV verstärkt eingesetzt werden, um Lebensqualität und Nachhaltigkeit im Stadtteil zu stärken.
 
Dabei muss unterschieden werden zwischen Angeboten, die problemlos auch auf das restliche Stadtgebiet und/oder die Umlandgemeinden ausgeweitet werden können und solchen Angeboten, die in einem engen Zusammenhang mit der Entwicklung des neuen Stadtteils und dem dortigen Leben stehen. Inwiefern diese ausgeweitet werden können, ist im Einzelfall zu prüfen.
 
Mögliche Beispiele für die erste Art von Angeboten sind Kommunikations- und Beteiligungstools (Informationen zu Veranstaltungen, Nahverkehr, Raumbuchungssysteme für Vereine etc.). Diese können auch durch die Bewohner der umliegenden Siedlungsflächen genutzt werden (beispielhaft hier: Online-Bürgerbeteiligung im Dezember 2020).
 
Die zweite Art von Angeboten ergibt sich aus der Besiedelung, der Bebauung und dem Leben im PHV. Es könnten Angebote entstehen, die direkt mit den Infrastrukturen und Räumen des PHV zu tun haben (bspw. digitale Steuerung des innovativen Fernwärmenetzes oder Sharing-Angebote für Co-Working Flächen). Die Erweiterung dieser Anwendungen zur verbesserten Nutzung der Angebote des Stadtteils sind, mit großer Wahrscheinlichkeit, erstmal nur im PHV einsetzbar.


Warum wird PHV nach Westen erweitert und ist die Flächenerweiterung damit abgeschlossen?

Um einen urbanen Stadtteil mit kurzen Wegen und attraktiven Versorgungs- und ÖPNV-Angeboten sowie Freiflächen zu bilden, braucht PHV eine gewisse Mindestgröße und eine Mindesteinwohnerzahl. Im Vergleich zu anderen Heidelberger Stadtteilen wurde beim PHV bereits ein hohes Maß an baulicher Dichte zugrunde gelegt, so dass die Erreichung der Zielgrößen an Einwohnern und Arbeitsplätzen bei einer Beschränkung des Entwicklungsgebiets auf die heutige Fläche nicht möglich wäre.
 
Eine Bebauung der Grünräume ist aus ökologischen und sozialen Gründen auszuschließen. Die Grünräume sind zwingend notwendig, um Regenwasser ab- und die Ausgleichsmaßnahmen durchzuführen sowie Biotope zu schaffen. Damit soll nicht zuletzt Freiraum für soziale Interaktion bereitgestellt werden.
 
Heidelberg befindet sich im bundesdeutschen Vergleich in einer Wachstumsregion. Wenn die Menschen in den zentralen Orten, d.h. auch im PHV keinen Wohn- oder Arbeitsort finden, werden sie an Orten leben, die einen deutlich höheren Flächenverbrauch und lange Fahrtwege zur Folge hätten. Daher: Je mehr Menschen im PHV wohnen, desto attraktiver kann es ausgestattet werden und desto besser ist die Umweltbilanz.


PHV soll ein autoarmer und stellplatzfreier Stadtteil werden. Wie ist die Mobilität und die Versorgung für mobilitätseingeschränkte Personen gewährleistet?

Das PHV wird stellplatzfrei und autoarm – nicht aber autofrei geplant. Es wird möglich sein, die Gebäude mit dem Auto anzufahren, um bspw. mobilitätseingeschränkte Personen abzuholen oder Einkäufe zu transportieren.

Weiterhin soll eine Straßenbahn das Gebiet mit einer für Fußgänger freundlichen Anordnung von Haltestellen erschließen. Die Haltestellen werden barrierefrei ausgebaut und mit Mobilitätsstationen vernetzt. Von dort fahren u.a. kleinteilige Zubringer in die Feinerschließung der Quartiere.

Die gesamte Erschließung für Fußgänger, von den barrierefreien Haltestellen der Straßenbahn und Zubringer bis zur Haustür, wird so gestaltet, dass sie auch für mobilitätseingeschränkte Personen kein Hindernis darstellt. 


Wie ist die Anbindung vom PHV mit öffentlichen Verkehrsmitteln geplant?

Zu Beginn soll es einen „Busvorlaufbetrieb“ geben, der den südlichen Teil des PHV mit der Innenstadt und den Umlandgemeinden (S-Bahn-Punkte) verbindet. Später ist die Anbindung mit einer Straßenbahn geplant. Die Kosten-Nutzen-Untersuchung wird hier derzeit durchgeführt, um eine förderfähige Streckenvariante zu identifizieren.


Wie ist die Anbindung vom PHV an die Nachbargemeinden geplant?

Das PHV soll über einen Radschnellweg, die Straßenbahn, den MIV (Motorisierter Individualverkehr) sowie zu Beginn über Busverbindungen an die Umlandgemeinden angebunden werden.


Wird PHV einen neuen Namen bekommen?

PHV soll ein eigener Stadtteil Heidelbergs werden. Der Gemeinderat hat hierüber zu entscheiden. In diesem Zuge wird das Thema „Namensgebung“ aller Voraussicht nach auch angesprochen werden.


Warum kann das Ankunftszentrum nicht im PHV verbleiben?

PHV ist explizit als integrativer Stadtteil konzeptioniert, das Gegenteil des Selbstverständnisses eines Ankunftszentrums.
 
Ein Ankunftszentrum ist notwendigerweise eine Einrichtung zum temporären Verbleib von Geflüchteten und damit nicht auf deren Integration ausgerichtet. Die Menschen auf der Flucht werden dort registriert und gesundheitlich untersucht. Im Anschluss verlassen sie das Ankunftszentrum und ziehen dezentral in unterschiedliche Kommunen. Zudem ist das Ankunftszentrum, auch zum Schutze der Geflüchteten, durch doppelte Zaunanlagen und Wachpersonal gesichert; ein freier Zugang ist nicht gegeben.
 
Dazu kommt, dass ein Ankunftszentrum im PHV die Entwicklung um Jahre verzögern würde. Gegenwärtig ist gut ein Drittel der Fläche durch das Ankunftszentrum belegt. Würde ein neues Ankunftszentrum an anderer Stelle gebaut, würde dies nicht nur einer Entwicklung durch Pioniernutzungen zuwiderlaufen, sondern darüber hinaus die Entwicklung ca. der Hälfte der Fläche auf Jahre blockieren.


Welche Angebote sollen bereits bestehen, wenn die Pioniernutzung startet?

Die Versorgung mit grundlegenden Infrastrukturen (Strom, Wasser, Internet, Wärme) sowie eine Verkehrsanbindung müssen gewährleistet werden. Aber auch Kinderbetreuungsangebote und erste Einkaufsmöglichkeiten sollten von Anfang an mitgedacht werden.


Was zeichnet PHV als "Wissensstadt der Zukunft" aus?

Sieben Aspekte

  • Eine konsequente Mischung zwischen Wohnen und Arbeiten
  • Die Schaffung eines konzeptionellen Rahmens, innerhalb dessen die Stadt ihr eigenes Ökosystem entwickelt
  • Die Stadt der Zukunft funktioniert als Stoffkreislauf. Im Idealfall verbraucht sie im regionalen Kontext nahezu so viel wie sie produziert.
  • Sie verfügt über ein Mobilitätskonzept, das die umweltfreundlichen Verkehre von Beginn an nachfrageorientiert fördert
  • Sie ist heterogen, sowohl in ihrer sozialen Zusammensetzung als auch in ihrer Architektur
  • Sie ist hochgradig integrativ
  • Sie nutzt die Chancen der Digitalisierung für ihren Betrieb als Mehrwert für die Bewohnenden und schützt die entstehenden Daten.

Wie wird mit dem vorhandenen Bestand an Bauten im PHV umgegangen?

Ein Teil der Gebäude soll erhalten bleiben, ertüchtigt und genutzt werden. Gebäude mit schlechter Substanz oder solche, die der Zielsetzung eines verdichteten und nutzungsgemischten Stadtteils entgegenstehen, werden abgerissen.


Welche soziale Infrastruktur (wie Schulen, Kindergarten, Sozialdienste) ist im PHV geplant?

PHV soll mit sämtlichen Einrichtungen, die für die Lebendigkeit eines Stadtteils notwendig sind, ausgestattet werden, sodass es sich weitgehend „selbst trägt“. Dazu gehören, neben Kinderbetreuungseinrichtungen, einer Grundschule sowie sozialen Treffpunkten, auch vielfältige Angebote für Sport und Freizeit.


Das PHV liegt in unmittelbarer Nähe zur Bundesautobahn. Welche Lärmschutzmaßnahmen sind geplant und sind diese in Einklang zu bringen mit den geplanten Frischluftschneisen?

An der östlichen Seite des PHV entlang der Bundesautobahn sollen sich vorwiegend die Arbeitsplätze konzentrieren. Dementsprechend werden sich in erster Linie lärmunempfindliche Nutzungen in diesem Bereich befinden. Die Gebäude dienen zudem als Lärmschutz für die westlich gelegenen Bereiche mit Wohnnutzungen. Darüber hinaus soll ein Lärmschutzwall zur Autobahn entstehen. Die Fragen der Durchlüftung im Zusammenhang mit diesem Lärmschutz sind in Einklang zu bringen.