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Achim Fischer
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Viel Zustimmung für Rahmenplan zu US Hospital

Beim Bürgerforum stellten sich erstmals potenzielle Investoren für Konversionsareal in Rohrbach vor

Der aktuelle Stand des Rahmenplans für die Konversionsfläche US Hospital (Grafik: Hähnig-Gemmecke/Fromm)
Der aktuelle Stand des Rahmenplans für die Konversionsfläche US Hospital (Grafik: Hähnig-Gemmecke/Fromm)

Der aktuelle Entwurf des Rahmenplans für die Konversionsfläche US Hospital ist bei einem Bürgerforum am 29. September 2016 auf viel Zustimmung gestoßen. „Wenn wir in einem öffentlichen Rahmen so ein positives Feedback bekommen, tut uns das als Planer auch mal sehr gut“, sagte Architekt Matthias Hähnig am Ende der Veranstaltung. Hähnig hatte gemeinsam mit dem Landschaftsplaner Stefan Fromm im Dezember 2014 den städtebaulichen Ideenwettbewerb für US Hospital gewonnen. Seither wurde dieser Entwurf unter intensiver Bürgerbeteiligung konstant weiterentwickelt und überarbeitet. Beim Bürgerforum in der Mensa der Internationalen Gesamtschule wurde nun rund 150 Besuchern der jüngste Stand vorgestellt.

Die Arbeit sieht etwa 600 Wohnungen und einen rund 7.700 Quadratmeter großen Park im Herzen des Areals vor. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Vernetzung des ehemaligen Militärgeländes mit den umliegenden Stadtvierteln Rohrbach-Ost und Hasenleiser. Mit drei Institutionen befindet sich die Stadt zudem in sehr weit fortgeschrittenen Gesprächen über eine Ansiedlung: Die Lebenshilfe, das Collegium Academicum und das Montessori-Zentrum sollen auf der Fläche berücksichtigt werden (siehe Hintergrund). Die Bedarfe dieser drei Institutionen wurden bereits in den Rahmenplan eingearbeitet.
 
Ebenfalls angepasst wurde die Radwegeführung. Zum einen wird es einen Radweg durch das Hospital-Areal geben. Die Planung hat aber auch Bürgerwünsche nach einer schnellen Achse um das Gelände herum berücksichtigen können. Deshalb soll es einen gegenläufig geführten Radweg auf der westlichen Seite der Karlsruher Straße geben. Dieser soll eine Alternative für Fahrradfahrer sein, die nicht durch das Hospital-Areal durchfahren wollen. Überarbeitet wurden ebenso die Übergänge am Knotenpunkt Karlsruher Straße/Freiburger Straße. Hier ist der Bürgerschaft wichtig, dass es eine gute Anbindung für alle Verkehrsteilnehmer zwischen Hasenleiser und Rohrbach-Ost gibt.

Aus der Bürgerschaft gab es sehr viel Zustimmung für den überarbeiteten Rahmenplan. Mehrfach wurde nachgefragt, welche Möglichkeiten es gibt, um den aktuellen Planungsstand für die kommenden Umsetzungsmaßnahmen verbindlich zu machen. Für Diskussionen sorgte noch die Frage nach dem erforderlichen Umfang von Stellplätzen und wie diese realisiert werden sollten. Hans-Jürgen Heiß, Bürgermeister für Konversion und Finanzen, erklärte, dass der Rahmenplan in einem nächsten Schritt vom Gemeinderat beschlossen werden muss. „Ich bin zuversichtlich, dass diese Entscheidung noch 2016 getroffen wird“, sagte Heiß.

Potenzielle Investorengruppe: Fünf Heidelberger Bauträger

Erstmals stellte sich beim Bürgerforum auch eine Gruppe möglicher Investoren öffentlich vor. Die in Heidelberg bekannten Bauträger Conceptaplan & Kalkmann Wohnwerte, Deutsche Wohnwerte, Epple, Kraus Immobilien und die städtische Wohnungsbaugesellschaft GGH haben der Stadt ihr Interesse signalisiert. Peter Bresinski, Geschäftsführer der GGH, erläuterte das Konzept im Bürgerforum. „Wir wollen vielfältige Wohnangebote für breite Schichten der Bevölkerung in allen Lebensphasen bereitstellen“, erklärte Bresinski. Der aktuelle Rahmenplan sei natürlich die Arbeitsgrundlage. „Wir kennen den Plan und finden ihn auch gut“, so Bresinski.
 
25 Prozent des entstehenden Wohnraums würde die Investorengruppe als öffentlich geförderte Mietwohnungen oder als Eigentum für Schwellenhaushalte anbieten. Zudem wolle man bei einem Teil der Wohnungen auf kompakte Grundrisse achten. „Auch das reduziert Miet- und Erwerbskosten. Eine Drei-Zimmer-Wohnung mit durchdachtem Schnitt funktioniert auch mit 70 oder 75 Quadratmetern“, erklärte Bresinski. Sollte die Investorengruppe zum Zug kommen, würde man sich zudem verpflichten, für jedes Baufeld Hochbau-Wettbewerbe und konkurrierende Verfahren durchzuführen. Ein reines Wohnquartier soll das Hospital-Areal nicht werden. „Wir wollen alle sozialen Funktionen abdecken: Wohnen, Arbeiten, Einkaufen, Erholen sowie Kultur- und Freizeitangebote“, erklärte Bresinski. 

Für die Stadt Heidelberg bedankte sich Bürgermeister Hans-Jürgen Heiß bei den Bauträgern für das Ideenkonzept. „Wir sind an starken Partnern bei der Projektumsetzung interessiert und begrüßen daher das Interesse von Heidelberger Bauträgern an der Entwicklung des Hospitals. Aber natürlich gibt es in dieser frühen Phase noch keinerlei verbindliche Zusagen“, betonte Heiß. Ohnehin müsse man zunächst die Fläche von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben ankaufen. Das nächste Ziel der Stadt Heidelberg lautet nun, den Rahmenplan noch im Jahr 2016 fertigzustellen und vom Gemeinderat beschließen zu lassen. Anschließend soll ein Bebauungsplan erarbeitet werden. Parallel dazu werden die Ankaufsverhandlungen mit der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben geführt.   

Hintergrund:

Das Collegium Academicum plant ein Wohnheim für rund 200 Studierende mit einem Tagungs- und Seminarbereich. Die Initiative wird ein Bestandsgebäude übernehmen und es mit einem Neubau ergänzen. Zudem ist für das ehemalige Pförtnerhäuschen an der Karlsruher Straße ein Café vorgesehen. Für das Montessori-Zentrum sehen die aktuellen Planungen ein Bestandsgebäude und neue Erweiterungsbauten ganz im Südosten des Areals an der Karlsruher Straße vor. Die Heidelberger Lebenshilfe würde in unmittelbarer Nachbarschaft ihres bestehenden Standorts an der Freiburger Straße gerne einen Neubau für Angebote der Heidelberger Werkstätten realisieren. 

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