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Achim Fischer
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Heidelberger Ausbildungshaus mit 66 Zimmern in der Südstadt eingeweiht

Erste Auszubildende bereits eingezogen

Die ersten Auszubildenden wohnen bereits in den jeweils 19 Quadratmeter großen Studios.
Die ersten Auszubildenden wohnen bereits in den jeweils 19 Quadratmeter großen Studios (Foto: Rothe). 

Das Heidelberger Ausbildungshaus ist am 26. September offiziell eingeweiht worden. Auf der Konversionsfläche des ehemaligen Mark Twain Village in der Südstadt wurde ein ehemaliges Wohn- und Bürogebäude der US-Armee umgebaut, um jungen Frauen und Männern während ihrer schulischen oder dualen Ausbildung günstigen Wohnraum zur Verfügung zu stellen. „Mit dem Ausbildungshaus gehen wir ganz neue Wege. Wir bieten jungen Menschen bezahlbaren Wohnraum an und stärken gleichzeitig die Stadt Heidelberg als attraktiven Wohn- und Ausbildungsstandort“, sagte Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner. 

Die ersten Bewohner sind bereits am 1. September eingezogen. „Wir fühlen uns hier in unseren eigenen vier Wänden sehr wohl. Wir kannten uns alle vorher nicht – jetzt wohnen wir zusammen auf einem Flur. Das hat uns zusammengeschweißt“, erzählt der 19-jährige David Müller aus Hessen, der eine Ausbildung zum Mechatroniker bei ABB absolviert. Er ist vor allem vom Betreuungsangebot begeistert: „Wir hatten eine Stadtführung mit Schnitzeljagd und haben dabei die Stadt kennengelernt.“ 

Lokale Unternehmen beteiligt

Vor allem kleine und mittelständische Unternehmen stehen aufgrund des anhaltenden Fachkräftemangels vor großen Herausforderungen, wenn sie geeigneten Berufsnachwuchs finden wollen. Daher haben sich lokal ansässige Unternehmen am Projekt beteiligt. Sie erhoffen sich durch das Ausbildungshaus einen Wettbewerbsvorteil beim Werben um Nachwuchskräfte. „Die Realisierung des Ausbildungshauses ist für uns nicht nur ein lang ersehnter Wunsch, sondern perspektivisch auch ein wesentlicher Standortvorteil. Danke an alle Unterstützer!“, betonte Marcus Braunert, Geschäftsführer der ABB Training Center GmbH & Co. Das Unternehmen ist Ankermieter des Ausbildungshauses.

Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner (2.v.r.) besichtigte gemeinsam mit (v.l.) Ulrich Jonas, Leiter des Amtes für Wirtschaftsförderung und Beschäftigung, sowie Sara Mühl und Wolfgang Schütte von der Heidelberger Dienste gGmbH die Räume im Ausbildungshaus.
Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner (2.v.r.) besichtigte gemeinsam mit (v.l.) Ulrich Jonas, Leiter des Amtes für Wirtschaftsförderung und Beschäftigung, sowie Sara Mühl und Wolfgang Schütte von der Heidelberger Dienste gGmbH die Räume im Ausbildungshaus (Foto: Rothe). 

Maßgeblich an der Umsetzung des Hauses beteiligt war die Heidelberger Dienste gGmbH, welche auch als Betreiberin des Ausbildungshauses Ansprechpartnerin für Auszubildende und Unternehmen ist. Das Amt für Wirtschaftsförderung der Stadt Heidelberg koordinierte das Projekt. „Aufgrund der guten Zusammenarbeit von lokalen Arbeitsmarktakteuren wurde ein neues Infrastrukturangebot für Heidelberger Betriebe geschaffen. Mit diesem Angebot wollen wir vor allem mittelständische Betriebe im Wettbewerb um junge Fachkräfte unterstützen“, erklärte Ulrich Jonas, Leiter des städtischen Amts für Wirtschaftsförderung und Beschäftigung.
 
Die Arbeit am Projekt wurde von einem Beirat begleitet, der sich aus den beteiligten Unternehmen und Wirtschaftsverbänden zusammensetzt und deren Interessen vertritt. Im Beirat vertreten sind die Industrie- und Handelskammer (IHK), Südwestmetall, die Heidelberger Dienste gGmbH, das Amt für Wirtschaftsförderung und Beschäftigung, die Kreishandwerkerschaft, die IG Metall, der Stadtjugendring sowie die ABB Training Center GmbH & Co. KG, Breer Gebäudedienste und die Heidelberger Druckmaschinen AG.

Ausstattung mit Lern- und Arbeitsräumen

Das Ausbildungshaus hat 66 möblierte Zimmer, die jeweils 19 Quadratmeter groß sind und über eigene Küchenzeilen verfügen. Die Warmmiete pro Zimmer beträgt 415 Euro monatlich. Das Haus ist außerdem mit Lern- und Arbeitsräumen ausgestattet, sodass sich die jungen Erwachsenen auch außerhalb ihres Ausbildungsbetriebes weiterbilden können. Bei diversen Seminar- und Freizeitprogrammen haben die Bewohnerinnen und Bewohner die Möglichkeit, neue Kontakte zu knüpfen und sich gegenseitig auszutauschen. Jeden ersten Dienstag im Monat findet in einem der Seminarräume eine Informationsveranstaltung rund um das Thema Ausbildung statt. Den 66 Auszubildenden steht außerdem ein Sozialpädagoge als Kontaktperson zur Verfügung. Das Haus liegt direkt an der Römerstraße und ist damit verkehrstechnisch gut angebunden. Die Bushaltestelle Saarstraße und die Straßenbahnhaltestelle Eichendorffplatz befinden sich in unmittelbarer Nähe.
 

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