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Achim Fischer
Amt für Öffentlichkeitsarbeit
Rathaus, Marktplatz 10
69117 Heidelberg
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Vorbereitungen für Neubau des Ankunftszentrums auf Wolfsgärten gehen voran

Land bestätigt Eignung des Standorts / Stadt schlägt Holzmodule auf Züricher Vulkanareal als Vorbild vor

Die Vorbereitungen für die Entwicklung des Areals Wolfsgärten schreiten voran. Das Land Baden-Württemberg möchte dort ein neues Ankunftszentrum für Flüchtlinge errichten. Die Heidelberger Stadtverwaltung berichtet dem Gemeinderat regelmäßig über den Sach- und Verfahrensstand. Der jüngste Bericht wird am 17. Dezember 2020 im Gemeinderat vorgestellt.

„Die Vorbereitungen gehen sehr gut voran“, fasst Heidelbergs Baubürgermeister Jürgen Odszuck den Stand zusammen. „Wir arbeiten sehr gut mit dem Land und allen beteiligten Einrichtungen zusammen. Alle räumen dem Projekt eine sehr hohe Priorität ein und setzen sich für schnelle Abläufe ein. Die Aufgaben sind klar verteilt und es sind bislang noch keine Hürden aufgetaucht, die wir als Stadt nicht nehmen könnten.“

Wolfsgärten gut geeignet als Standort für Ankunftszentrum

Das Land hat den hohen Anspruch an das neue Ankunftszentrum und die entsprechende Eignung der Wolfsgärten bestätigt. Das Land steht zu seiner Aussage, die Fläche des bisherigen provisorischen Zentrums auf Patrick-Henry-Village (PHV) möglichst schnell freizugeben, sobald ein alternativer Standort realisiert ist, um die zukunftsweisende Entwicklung von PHV zu ermöglichen.

In ihrem Überblick berichtet die Verwaltung unter anderem über die Einbindung des Ankunftszentrums in das landesweite, flexible System der Erstaufnahme nach der 2016 beschlossenen Standortkonzeption. Danach verfolgt das Land ein flexibles System mit dem Ankunftszentrum als wichtigste Einrichtung. Das Ankunftszentrum wird ergänzt durch vier funktionsgleiche Landeserstaufnahmeeinrichtungen in Karlsruhe, Ellwangen, Sigmaringen und Freiburg und acht Erstaufnahmeeinrichtungen nur zur Unterbringung. Die Wolfsgärten sind als Standort für ein Ankunftszentrum innerhalb dieses System geeignet. Durch die Vernetzung mit den weiteren Standorten sind die auf den Wolfsgärten vorgesehenen maximal 2.000 Unterbringungsplätze gut ausreichend. Fallen in einer Einrichtung Plätze weg, müssen diese an anderer Stelle geschaffen werden. Das gilt auch für die bis zu 1.500 weiteren Plätze zur Unterbringung, die möglichst im Großraum Heidelberg geschaffen werden sollen.

Das sogenannte Raumprogramm – also die verbindliche Definition der benötigten Räume – für das Ankunftszentrum am Standort Wolfsgärten wird derzeit seitens des Innenministeriums und des Regierungspräsidiums erstellt. Dabei werden auch die Anforderungen der heutigen oder künftiger Pandemie-Fälle berücksichtigt werden.

Züricher Vulkangelände für Stadt ein gutes Vorbild

Die Stadt schlägt ihrerseits vor, sich beim Neubau des Ankunftszentrums auf den Wolfsgärten ein Beispiel an der Gestaltung des Züricher Vulkangeländes zu nehmen. Dort besteht seit etwa zwei Jahren ein Siedlungsbau aus Holzmodulen für junge Erwachsene in Ausbildung und Geflüchtete. Da sich das Vulkangelände ebenfalls in direkter Nähe einer viel befahrenen Straße sowie einer Bahnstrecke befindet, könnten auch die Lösungen bezüglich des Lärmschutzes aufgegriffen werden.