Ehrenamtsmedaille 2023 an 29 Engagierte verliehen

Die Ehrenamtsmedaille ist die offizielle Anerkennung der Stadt Heidelberg für herausragendes bürgerschaftliches Engagement. 

Gruppenfoto
Die Trägerinnen und Träger der Bürgerplakette mit Oberbürgermeister Eckart Würzner (vorne links) - auf dem Bild fehlen: Renate Neumann, Sara Mühl, Peter Bickel und Gerhard Kaiser. (Foto: Philipp Rothe)

„Sie tragen in großem Maße dazu bei, dass Heidelberg eine lebendige und lebenswerte Stadt bleibt, in der die Menschen füreinander da sind“, betonte Oberbürgermeister Eckart Würzner bei der Verleihung der insgesamt 29 Ehrenamtsmedaillen am 23. November im Rathaus. Geehrt wurden bürgerschaftlich Engagierte aus allen Heidelberger Stadtteilen:

Altstadt

Nicole Lill (1) ist seit 2019 im Arbeitskreis Amphibien für den Naturschutzbund aktiv. Dort betreut sie die Populationen zwischen Altstadt und Schlierbach und organisiert Rettungsaktionen während der Amphibienwanderung. Sie ist Mitbegründerin des „Arbeitskreis Umweltbildung“ beim NABU Heidelberg.

Renate Neumann (2) ist als Physiotherapeutin im Ruhestand seit vielen Jahren Motor einer Gymnastikgruppe. Bis heute sorgt sie dafür, dass ihre Stunden den Seniorinnen und Senioren neben mehr Beweglichkeit, Körperbewusstsein und Sicherheit auch Spaß und Freude bringen.

Bahnstadt

Elke Biebricher-Maus (3) ist seit 2016 im Vorstand des Stadtteilvereins Bahnstadt aktiv. Gern gibt sie ihre Liebe für Kultur und Kunst an Kinder und Erwachsene weiter, organisierte bereits mehrfach das Bahnstadt-Sommerfest mit, moderiert die „Kulturbühne“ und organisiert Auftritte für Kunstschaffende.

Boxberg

Remziye Gerdon (4) arbeitet am „Runden Tisch Boxberg“ mit und ist Sprecherin der „Interessengemeinschaft Nahversorgung“.  Als stellvertretende Vorstandsvorsitzende des Stadtteilvereins liegen ihr die Themen Verschönerung und Imageverbesserung besonders am Herzen. 

Emmertsgrund

Sigrid Kirsch (5) engagierte sich seit 2011 im Vorstand des Stadtteilvereins Emmertsgrund, seit 2022 steht sie ihm  beratend zur Seite. Mit großem Einsatz organisierte sie zahlreiche Veranstaltungen und wurde zum Gesicht des Stadtteilvereins. Auch in weiteren Vereinen ist sie aktiv.

Handschuhsheim

Jürgen Brose (6) ist seit 1984 Mitglied im Stadtteilverein Handschuhsheim, seit 2010 als Schriftführer im Vorstand. Mit seinen Büchern, zahlreichen Beiträgen im Handschuhsheimer Jahrbuch und Texten für die Ortstafeln trägt er wesentlich zum Wissen über den Stadtteil bei. Er hat sich auch für die Partnerschaft mit dem Stadtteil Kiewskij Rayon der Stadt Simferopol eingesetzt.

Herbert Pfeiffer (7) ist seit 1975 Mitglied im Gesangverein MGV Liederkranz 1847 und in dessen Theatergruppe tätig. Als 1. Vorsitzender setzt er sich für die Erhaltung der Gesangvereine und für Brauchtumsveranstaltungen ein. Er ist seit vielen Jahren bei den „Hendsemer Herolden“ aktiv und hilft bei der Organisation des Heidelberger Halbmarathons.

Nicole Seppich (8) hat immer wieder die Aufräum- und Wiederaufbauarbeiten im Ahrtal unterstützt. Beteiligt war sie unter anderem in Bad Münstereifel, in Ahrweiler, beim Dankesfest in Bad Neuenahr oder einer Pflanzaktion in Dernau und Heimersheim. In Heidelberg ist sie regelmäßig der „Sankt Martin“ bei den Martinsumzügen.

Kirchheim

Brigitta und Kai Albrecht (9) setzen sich seit Jahrzehnten in der Kirchengemeinde St. Peter sowie fürden Sommertags- und Laternenumzug ein. Sie ist seit Jahrzehnten im Gospelchor der Gemeinde aktiv, unterstützt den Stadtteilverein, die Kurpfalzschule und den Seniorenherbst. Kai Albrecht kümmert sich um die Seniorennachmittage und die Kirchheimer Band „OFF-Limits“.

Neuenheim

Sara Mühl (10) ist seit ihrer Jugendzeit aktives Mitglied der DLRG-Stadtgruppe. Sie ist in der Jugendleitung aktiv und seit 2016 im Vorstand. Sie baute das Jugendeinsatz-Team mit auf und organisiert das komplette Schwimmangebot.

Pfaffengrund

Klaus Fiederling (11) ist seit 1970 Mitglied des TSV 1949 Pfaffengrund. 2016 übernahm er das Amt des Schriftführers und die sportliche Leitung der Fußballabteilung. Er hält den Kontakt zum Badischen Fußballverband und zum Fußballkreis Heidelberg. Als Gestalter und Organisator ist er für den Verein unersetzlich.

Rohrbach

Hans-Peter Droste (12) engagiert sich seit vielen Jahren im Stadtteilverein und in der Rohrbacher Vereinslandschaft. Sehr am Herzen liegt ihm auch die Vertretung der Interessen des Hasenleisers: Er wirkt hochengagiert beim Quartiersmanagement mit und ist gewähltes Mitglied im Vergabebeirat des Projektefonds.

Harry Mohr (13) ist seit 1964 in der Schützen-Gesellschaft Rohrbach 1924, beim Badischen Sportschützenverband  und im Deutschen Schützenbund. Bei der Schützen-Gesellschaft ist er seit 1999 Oberschützenmeister. Der Verein entwickelte sich unter seiner Leitung zu einem der aktivsten und mitgliederstärksten Schützenvereine im Kreis Heidelberg mit großem Nachwuchspotenzial.

Schlierbach

Dr. Christopher Klatt (14) engagiert sich seit 2007 im Vorstand des Stadtteilvereins Schlierbach,  seit 2015 als dessen Vorsitzender. Er stärkt das Netzwerk aus Stadtteilverein, Bürgerschaft, Gruppen, Freundeskreisen, Vereinen und Kirchen. Seit 2022 arbeitet er an der besseren Zusammenarbeit aller Stadtteilvereine als zweiter Geschäftsführer der entsprechenden Arbeitsgemeinschaft.

Südstadt

Das ehrenamtliche Team der Begegnungsstätte für Geflüchtete aus der Ukraine (15), vertreten durch Yuliia Kolmaz, Adeyemi Samuel Jaiyeola und Wendelin Kiefer bietet mit rund 30 Ehrenamtlichen Beratung, Begleitung und gemeinsame Aktivitäten für Geflüchtete an. Im Begegnungs-Café werden Kontakte geknüpft und Infos geteilt. Für Kinder und Erwachsene gibt es Deutsch-Sprachkurse, kreative und sportliche Kurse sowie psychologische Beratung in der Muttersprache.

Weststadt

Manfred Helfert (16) setzt sich seit vielen Jahren für fairen Handel, Eine-Welt-Projekte und die Zusammenarbeit unabhängiger Organisationen in Heidelberg ein. Er ist Vorstand in der Heidelberger Arbeitsgemeinschaft Eine-Welt. Die Bürgerschaft motiviert er zum Mitmachen und gibt wertvolle Impulse für Umwelt, Nachhaltigkeit und kulturelle Vielfalt in Heidelberg.

Thomas Klauditz (17) engagiert sich seit 1976 für die Freiwillige Feuerwehr, seit 2003 als Hauptbrandmeister. Im Deutschen Jugendherbergswerk setzte er sich von 1983 bis 2022 im Vorstand ein. Hier wirkte er bei der Gründung des Stadtjugendrings mit. Seit 2007 kommt sein Engagement auch dem Stadtteilverein West-Heidelberg zugute. Dort ist er seit Mai 2022 stellvertretender Vorsitzender.

Wieblingen

Christel Apfel (18) ist seit der Gründung des Fahrgastbeirats als dessen Mitglied tätig und hat das Gremium acht Jahre lang als Sprecherin vertreten und sich insbesondere für das „Moonliner-Konzept“, die Optimierung des Liniennetzes, die Straßenbahn ins Neuenheimer Feld und das Kurzstreckenticket eingesetzt.

Heide Müller (19) arbeitet im Vorstand der Handballabteilung des TSV 1887 Heidelberg-Wieblingen mit und organisiert Veranstaltungen. Seit 2013 ist sie im Leitungsteam der Ökumenischen Nachbarschaftshilfe Wieblingen, betreut ältere Menschen im Alltag. Auch bei der Kreuzgemeinde engagiert sie sich seit 20 Jahren, zunächst in der Jugendarbeit, später bei der Mithilfe beim Essen für Bedürftige. 

Ziegelhausen

Peter Bickel (20) schnürte schon als Kind die Ringerschuhe für den Athleten-Club Germania 1891. Zusätzlich stellte er sich als Jugendtrainer und -leiter in den Dienst des Vereins. Er wirkte als 2. Vorsitzender, bis er für lange Jahre die Verantwortung als 1. Vorsitzender übernahm. In dieser Zeit gehörte die 1. Mannschaft der 2. Bundesliga an.

Gesamtstädtisches Engagement

Vincent Enders (21) engagierte sich beim Deutschen Jungforschernetzwerk und beim Verband Deutscher Studierendeninitiativen. Hier hat er maßgeblich an der Wiederaufnahme von Aktivitäten nach den Corona-Lockdowns mitgewirkt und sich besonders für die Etablierung des „SciencePub“ eingesetzt.

Shooresh Fezoni (22) hat vor drei Jahren den Heidelberger „Verein gegen Müdigkeit“ mitgegründet. Er engagiert sich als Vorstandsmitglied und betreut mit einem kleinen Team die Projekt-Koordination. Sein Ziel ist es, Menschen zusammenzubringen und Projekte anzustoßen, um den öffentlichen Raum umzugestalten.

Angela Jäger (23) zeigt langjähriges und unermüdliches Engagement als Vorstandsmitglied der queeren Beratungsstelle PLUS Rhein-Neckar. Sie hat sich besonders für die Öffnung der Zweigstelle in Heidelberg eingesetzt.

Gerhard Kaiser (24) engagiert sich seit über 40 Jahren bei der BUND Kreisgruppe Heidelberg. Als Vereinsvorsitzender von 1983 bis 2022 arbeitete er stets auch praktisch, als Netzwerker in der Stadtentwicklung und in den Bereichen Natur- und Artenschutz und Energie.

Sabine Wonka (25) unterstützte das BiBeZ  mehrere Jahre und ist Kursleiterin bei der Individualhilfe. Sie ist Mitglied des Beirats von Menschen mit Behinderungen und war sechs Jahre lang dessen Vorsitzende. Seit 2019 engagiert sie sich als Peer-Beraterin für Menschen mit Behinderungen oder chronischen Erkrankungen.

Die Ahmadiyya Muslim Jamaat Jugend Heidelberg (26) (vertreten durch Furqan Basharat) kooperiert regelmäßig mit lokalen Hilfseinrichtungen, zum Beispiel bei den monatlichen Obdachlosenspeisungen beim SKM – Katholischer Verein für Soziale Dienste und beim „Frühstück im Winter“ der Adventgemeinde.

Der Verein Neckarorte (27) (vertreten durch Dirk Rulffes) wurde im Februar 2017 gegründet. Ziel des Vereins ist es, den Fluss erlebbar und zugänglich zu machen. Mit einem eigenen Müllkonzept, Verschenke-Regal, Kleidertausch- und Spendenaktionen ist auch der soziale und nachhaltige Aspekt vertreten.

Der Radentscheid Heidelberg (28) (vertreten durch Anna-Lisa Kaltenbach, Dominic Egger und Larissa Weigel) hat sich vor drei Jahren aus der Bürgerschaft heraus gegründet. Die Gruppe setzt sich für weniger Lärm und Umweltbelastung sowie für mehr Sicherheit und Raum für Menschen, die mit dem Rad oder zu Fuß unterwegs sind.

Der Verein Rettungsaktion Heidelberg (29) (vertreten durch Wolfgang Hassis, Kira Streich und Mariia Zaporozhets) setzt sich seit Ausbruch des Ukrainekrieges für die Rettung von Betroffenen ein. Besonders die Vorsitzenden stellen Freizeit, Fachwissen und Teile der eigenen Wohnung zur Verfügung und fahren häufig ins Krisengebiet. In Heidelberg vermitteln sie den Geflüchteten Kontakte.

Die Ehrenamtsmedaille

Die Ehrenamtsmedaille ist die Auszeichnung der Stadt für Menschen, die sich in besonderem Maße um das Gemeinwohl verdient gemacht haben. Seit 2021 werden bis zu 29 Ehrenamtsmedaillen im Jahr verliehen – ein Großteil geht an engagierte Menschen aus den Stadtteilen, die übrigen Ehrenamtsmedaillen sind für gesamtstädtisches Engagement reserviert. Die Auszeichnung wird seit 2001 verliehen – bis 2021 unter dem Namen Bürgerplakette. 

Weitere Informationen unter www.heidelberg.de/buergerengagement