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Im hohen Alter nicht alleine sein

Besuchsdienst „ZwischenMenschlich“ organisiert Kontakte zwischen Senioren über 85 und Ehrenamtlichen

Mit jemandem gemeinsam Zeit verbringen, über alte Zeiten plaudern, Kaffee trinken, spazieren gehen. Das wünschen sich viele hochaltrige Seniorinnen und Senioren, die alleine in den eigenen vier Wänden leben. Mit dem Besuchsdienst „ZwischenMenschlich“ stellt die Stadt Heidelberg deshalb seit 2015 Kontakte zwischen Senioren und Ehrenamtlichen her. Zahlreiche sogenannte „Tandems“ haben sich seither gefunden. Regelmäßig besuchen ehrenamtliche Mitarbeiterinnen oder ein Mitarbeiter die Senioren zu Hause. Ältere Menschen über 85 Jahre aus ganz Heidelberg, die künftig gerne besucht werden möchten, können sich jetzt melden. Das Angebot ist kostenlos und wendet sich an Seniorinnen und Senioren aller Heidelberger Stadtteile, die noch zu Hause leben.

Wie genau ein „Tandem“ seine Zeit miteinander verbringen möchte, besprechen die Beteiligten persönlich miteinander. Auch Häufigkeit und Länge der Besuche werden individuell vereinbart. Als ideal hat sich bei den bestehende „Tandems“ ein wöchentlicher Rhythmus mit einer Besuchsdauer von circa zwei Stunden erwiesen.

Die Ehrenamtliche Maren Pein (rechts) sitzt gemeinsam mit einer Seniorin an einem Tisch und spielt ein Spiel. (Foto: Dorn)
Die Ehrenamtliche Maren Pein (rechts) bei einem ihrer Besuche im Rahmen von „ZwischenMenschlich“.
 

OB Prof. Würzner: Teilhabe weiter stärken

„Die Stadt Heidelberg möchte die Teilhabe hochaltriger Menschen am sozialen Leben weiter stärken“, erklärt Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner. Rund 3.400 Heidelbergerinnen und Heidelberger sind über 85 Jahre und älter. Ein großer Teil der hochaltrigen Personen lebt noch in relativer Selbständigkeit in der eigenen Wohnung oder im eigenen Haus. Doch mit zunehmendem Alter verlieren viele an Mobilität.

Bärbel Fabig, stellvertretende Leiterin des Amts für Soziales und Senioren der Stadt Heidelberg, weiß aus Erfahrung: „Beim Besuchsdienst ZwischenMenschlich können Senioren und Ehrenamtliche voneinander profitieren. Besonders für Seniorinnen und Senioren, bei denen noch kein ausreichendes Unterstützungsnetz besteht, kann dies eine Chance sein, weiterhin ein glückliches und geselliges Leben in den eigenen vier Wänden zu verwirklichen. Und Ehrenamtliche erfahren die persönliche Bereicherung durch den Austausch mit den Seniorinnen und Senioren. Sie erhalten Einblick in Lebensgeschichten und -erfahrungen, wie sie nur Menschen nach einem langen, ereignisreichen Leben geben können“, so Fabig.

Voraussetzung für das Ehrenamt sind neben Offenheit und Verlässlichkeit auch Einfühlungsvermögen, Geduld, Freude am Kommunizieren und Wertschätzung für hochaltrige Menschen. Die Stadt unterstützt die Ehrenamtlichen mit Fortbildungen. Eine Mitarbeiterin der Stadt koordiniert die „Tandems“.

Neben hochaltrigen Seniorinnen und Senioren, die gerne besucht werden möchten, sucht die Stadt regelmäßig auch Ehrenamtliche, die selbst einen Besuchsdienst übernehmen möchten.
Interessierte können sich melden bei: Stadt Heidelberg, Annika Sutter, Telefon 06221 58-37420, E-Mail: annika.sutter@heidelberg.de.

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