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Hoher Nistler: Gedenkstein erinnert an den Flugzeugabsturz von 1991

Gedenkstein (Foto: Stadt Heidelberg)

Zum Gedenken an die Opfer des Flugzeugunglücks am 22. Dezember 1991 am Hohen Nistler, einem Berg im Heidelberger Stadtwald, hat die Stadt Heidelberg einen Gedenkstein aufstellen lassen. Bei dem Absturz waren 28 Menschen ums Leben gekommen. An der Präsentation des Sandsteinfindlings am Freitag, 31. Januar 2014, haben neben Angehörigen der Opfer und einer Überlebenden des Unglücks der Oberbürgermeister der Stadt Rüsselsheim, Patrick Burghardt, Heidelbergs Bürgermeister Wolfgang Erichson, Dr. Ernst Baader, Leiter des Heidelberger Landschafts- und Forstamtes, und der Vorsitzende des Stadtteilvereins Handschuhsheim Gerhard Genthner teilgenommen. Viele der Passagiere an Bord – insgesamt 13 Menschen – stammten aus Rüsselsheim, weitere aus Südhessen.

Patrick Burghardt (r.), Oberbürgermeister der Stadt Rüsselsheim, und Heidelbergs Bürgermeister Wolfgang Erichson am Gedenkstein für die Opfer des Flugzeugunglücks vom 22. Dezember 1991 am Hohen Nistler im Heidelberger Stadtwald. (Foto: Stadt Heidelberg)

Bürgermeister Wolfgang Erichson sagte: „Wir haben diesen Stein errichtet, weil wir dem Gedenken für die Überlebenden, die Angehörigen der Opfer und die Helferinnen und Helfer von damals einen würdigeren Rahmen geben wollen.“
 
Rüsselsheims Oberbürgermeister Patrick Burghardt betonte: „Es gibt in Rüsselsheim nur wenige Ereignisse, die alle Menschen in unserer Stadt so berühren. Dieser Flugzeugabsturz zählt dazu. Ich danke der Stadt Heidelberg dafür, dass sie die Erinnerung am Leben hält. Ich bin sehr ergriffen, dies ist ein würdiger und bewegender Moment.“
 
Beide vereinbarten am Rande der Zeremonie, dass sie gemeinsam für den 25. Jahrestags des Unglücks im Jahr 2016 eine Gedenkveranstaltung planen.

Der Gedenkstein ersetzt ein Holzkreuz

Der Gedenkstein ersetzt das Holzkreuz, das dort bisher stand. Vor allem den Angehörigen der Opfer soll der neu gestaltete Platz als Gedenkstätte dienen. Der Sandsteinfindling, den die Firma Grabmale Mathes gestaltet und mitfinanziert hat, trägt die Inschrift „In Erinnerung an die Opfer des Flugunglücks am 22. Dezember 1991“. Zudem ist ein Flugzeug darauf abgebildet. Der Gedenkstein an der Unglücksstelle soll nun dauerhaft an das Ereignis erinnern.

Nur vier Überlebende

Bei dem Flugzeug handelte es sich um den Typ DC-3, besser bekannt als „Rosinenbomber“, ausgelegt für 35 Passagiere. Die Maschine startete vor 22 Jahren mit einem Filmteam an Bord, um eine Sequenz für einen Kurzfilm zu drehen. Von Frankfurt aus sollte der Flug entlang des Oberrheins gehen. Aufgrund der schlechten Sichtverhältnisse und ohne moderne Technik verwechselte der Pilot die Flüsse Rhein und Neckar und flog Richtung Odenwald. Dabei zerschellte das Flugzeug am Bergrand des Hohen Nistlers. 28 Menschen starben bei dem Absturz, nur vier überlebten verletzt.

Hoher Nistler

Der Hohe Nistler hat eine Höhe von 496 Metern und liegt am Westhang des Odenwaldes zwischen Handschuhsheim und Dossenheim auf Heidelberger Gemarkung. 1,4 Kilometer entfernt befindet sich der etwas höhere Weiße Stein.