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Weniger Plakate, mehr Stadt

Für den Erhalt eines ansehnlichen Stadtbildes dämmt die Stadt Heidelberg künftig das ausufernde Plakatieren ein. Der Gemeinderat hat am Donnerstag, 6. Februar 2014, die Neuordnung der Veranstaltungsplakatierung im Stadtgebiet beschlossen. Das Konzept sieht eine verringerte Gesamtzahl vor und legt die Standorte der Veranstaltungsplakate neu fest. Die Satzung tritt zum 1. Januar 2015 in Kraft.

Veranstaltungsplakatierung: stadtbildverträglich und verkehrssicher

Die Anzahl der Plakate hat die Stadt in Abstimmung mit den Kulturschaffenden festgelegt. Die vorgesehenen Standorte sind stadtbildverträglich und beeinträchtigen weder Fußgängerinnen und Fußgänger noch andere Verkehrsteilnehmende. Als Ausgleich für weniger werbewirksame Plakatstandorte werden an geeigneter Stelle 200 Dreieckständer aufgestellt. Es dürfen generell nur die vorgesehenen Plakatträger verwendet werden. Weniger, aber gezielt positionierte Plakate erhöhen die Aufmerksamkeit für einzelne Veranstaltungen.

Im Kern sieht das jetzt beschlossene Konzept vor:

  • insgesamt rund 2.400 Plakate über das gesamte Stadtgebiet verteilt
  • das Anbringen von Plakatträgern an den Plakatstandorten
  • die Vergabe von Jahresplakatkontingenten für Veranstalter, die regelmäßig über das gesamte Kalenderjahr hinweg Veranstaltungen durchführen, und
  • günstige Werbemöglichkeit durch geringe Benutzungsgebühren .

Großflächenplakatierung​

Bereits im November 2013 hatte der Gemeinderat beschlossen, die Gesamtzahl und die Dauer der Aufstellung von Großflächenplakaten auf öffentlichen Flächen und in städtischen Grünanlagen zu verringern sowie die Standorte neu zu definieren. Erlaubt sind jetzt 17 über das Stadtgebiet verteilte, jeweils beidseitig plakatierbare Standorte für Großflächenplakate (3,5 auf 2,5 Meter). Die Aufstellung ist im Vergleich zu früher zeitlich deutlich stärker begrenzt, so dass die Grünflächen häufiger frei von Großflächenplakaten sind. Des Weiteren ist die Anzahl der Großplakate, mit denen pro Veranstaltung geworben werden darf, auf zehn begrenzt.

Wirtschafts- und Informationswerbung im Stadtgebiet

Bereits Ende 2011 hat der Gemeinderat der Stadt Heidelberg ein neues Werbekonzept für die Wirtschafts- und Informationswerbung im Stadtgebiet verabschiedet.

  • „City-Light-Boards“
    Der Bestand an Großflächentafeln wurde von 59 auf 38 reduziert. Dafür gibt es jetzt sogenannte „City-Light-Boards“, das sind neun Quadratmeter große Werbeflächen. Sie sind beleuchtet und mit einem Motivwechsel-Mechanismus ausgestattet.
  • „City-Light-Säulen“
    Zudem wurden an stadtbildverträglichen Standorten Litfaßsäulen durch sogenannte „City-Light-Säulen“ ersetzt, die vollverglast, beleuchtet und mit einem Drehmechanismus versehen sind.
  • „Kultursäulen“
     Das Angebot, für kulturelle oder stadtteilbezogene Veranstaltungen kostenlos zu werben, wurde erweitert; die Anzahl der sogenannten Kultursäulen von 14 auf 46 Säulen erhöht.
  •  „Ökosäulen“
     Die sogenannten Ökosäulen – Litfaß- und Kultursäulen zur Aufnahme von Altkleidern – bleiben erhalten.
  • Stadtinformationen
    Darüber hinaus errichtet der neue Vertragspartner für die Wirtschafts- und Informationswerbung im Stadtgebiet ein digitales „City-Light-Board“ exklusiv für Stadtinformationen.

Weitere Informationen zum Thema gibt es unter www.heidelberg.de/gemeinderat, Sitzung des Gemeinderates am 6. Februar 2014.